{"id":10478,"date":"2022-05-17T18:46:22","date_gmt":"2022-05-17T16:46:22","guid":{"rendered":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/?p=10478"},"modified":"2022-05-17T18:46:29","modified_gmt":"2022-05-17T16:46:29","slug":"mutterseelenallein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/mutterseelenallein\/","title":{"rendered":"Mutterseelenallein"},"content":{"rendered":"<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesezeit:<\/span> <span class=\"rt-time\"> 8<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><div data-object_id=\"10478\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  data-redirect-url=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10478\"  data-display-label=\"1\" data-show-count=\"1\" data-bookmark-label=\"MERKEN\"  data-bookmarked-label=\"GEMERKT\"  data-loggedin=\"0\" data-type=\"post\" data-object_id=\"10478\" class=\"cbxwpbkmarktrig  cbxwpbkmarktrig-button-addto ld-ext-left\" title=\"Bookmark This\" href=\"#\"><span class=\"cbxwpbkmarktrig-icon\"><\/span><span class=\"ld ld-ring ld-spin\"><\/span><span class=\"cbxwpbkmarktrig-label\" >MERKEN (<i class=\"cbxwpbkmarktrig-count\">0<\/i>)<\/span><\/a> <div  data-type=\"post\" data-object_id=\"10478\" class=\"cbxwpbkmarkguestwrap\" id=\"cbxwpbkmarkguestwrap-10478\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head\"><span class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head-label\">Please login to bookmark<\/span><a class=\"cbxwpbkmarkguesttrig_close\" role=\"button\" title=\"Click to close bookmark panel\/modal\" href=\"#\" ><i class=\"cbx-icon\"><?xml version=\"1.0\" encoding=\"utf-8\"?>\n<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><line x1=\"18\" y1=\"6\" x2=\"6\" y2=\"18\"><\/line><line x1=\"6\" y1=\"6\" x2=\"18\" y2=\"18\"><\/line><\/svg><\/i><i class=\"sr-only\">Close<\/i><\/a><\/div><div class=\"cbxwpbkmarkguest-content\">\n<div class=\"cbx-chota\"><div class=\"container\"><div class=\"row\"><div class=\"col-12\"><div class=\"cbx-guest-wrap cbxwpbookmark-guest-wrap\"><div class=\"cbx-guest-login-wrap cbxwpbookmark-guest-login-wrap\"><form name=\"loginform\" id=\"loginform\" action=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-login.php\" method=\"post\"><p class=\"login-username\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_login\">Benutzername oder E-Mail-Adresse<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"text\" name=\"log\" id=\"user_login\" autocomplete=\"username\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-password\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_pass\">Passwort<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"password\" name=\"pwd\" id=\"user_pass\" autocomplete=\"current-password\" spellcheck=\"false\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-remember\"><label><input name=\"rememberme\" type=\"checkbox\" id=\"rememberme\" value=\"forever\" \/> Angemeldet bleiben<\/label><\/p><p class=\"login-submit\">\n\t\t\t\t<input type=\"submit\" name=\"wp-submit\" id=\"wp-submit\" class=\"button button-primary\" value=\"Anmelden\" \/>\n\t\t\t\t<input type=\"hidden\" name=\"redirect_to\" value=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10478\" \/>\n\t\t\t<\/p><\/form><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Einsamkeit \u2013 Teil 3<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Im Auftrag Gottes unterwegs \u2013 gegen die menschliche Einsamkeit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Die menschliche Einsamkeit<\/strong>,<strong> Predigt \u00fcber Johannes 14:15-19<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tr\u00f6ster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich will euch nicht als Waisen zur\u00fccklassen; ich komme zu euch. Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was wird eigentlich an Pfingsten in den christlichen Kirchen gefeiert?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So die engagierte Frage einer muslimischen Sch\u00fclerin in einer Evangelischen Berufsfachschule f\u00fcr Altenpflege. Die Religionslehrerin gab die Frage an die ganze Klasse von 32 erwachsenen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zwischen 16 und ca. 50 Jahren weiter. Aber nicht nur die muslimischen oder konfessionslosen Sch\u00fcler waren damit \u00fcberfordert und blickten ratlos vor sich hin, sondern auch die christlichen hatten nicht den Hauch einer Ahnung, welches biblische Ereignis hinter dem Pfingst- Feiertag stehen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine Taube, kein Brausen, kein Feuer, kein Geburtstag der Kirche, kein geistvolles Wort oder Lied und erst recht keine Apostelgeschichte. Wie erkl\u00e4rt man also in heutiger Zeit, was an Pfingsten geschah und was es mit dem Heiligen Geist auf sich hat?! \u201eSie sind voll von s\u00fc\u00dfem Wein\u201c \u2013 unter diesen Verdacht kamen die Menschen vor 2000 Jahren nach dem Pfingstwunder, wie sie die Apostelgeschichte erz\u00e4hlt, als alle vom Geist erf\u00fcllt pl\u00f6tzlich in verschiedenen Sprachen gesprochen hatten. Damit k\u00f6nnte die Lehrerin kein tieferes Verst\u00e4ndnis bef\u00f6rdern, sondern nur Kopfsch\u00fctteln hervorrufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Bibeltext aber aus dem Johannesevangelium ist sehr wohl geeignet, auch kirchenfernen Menschen den Heiligen Geist n\u00e4her zu bringen, weil in dieser Geschichte unsere menschlichen Gef\u00fchle angesprochen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer hat es nicht schon erfahren, vielleicht auch zu oft schon erfahren: das beklemmende Gef\u00fchl tiefer Einsamkeit. Das Mutterseelenalleinsein. Besonders alte Menschen \u00e4u\u00dfern h\u00e4ufig das Gef\u00fchl von Verlassenheit, wie eine neue psychologische Studie es wieder dramatisch belegt. Sie empfinden ein Vergessen-Sein von Menschen und mitunter auch von Gott, der scheinbar nicht einmal da ist, um einen aus diesem Dasein und der Einsamkeit endlich zu erl\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie erleben Sinnkrisen, Abschiede, Angst und Ohnmachtserfahrungen, h\u00e4ufig f\u00fchlen sie sich ausgeliefert an fremde Situationen und abh\u00e4ngig von anderen Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch junge Menschen kennen das Gef\u00fchl von Einsamkeit inmitten pulsierender Studienorte, inmitten sogar von fr\u00f6hlichen Menschen, oder die einsame K\u00e4lte in Schulklassen, wo mancher der \u201eLooser\u201c ist, also der ohne Freunde, auf dessen Kosten andere ihren Spott treiben. Auch in Berufen arbeitet man auf manchen Posten sehr einsam \u2013 immer unter den kritischen Blicken missg\u00fcnstiger Neider, die nur darauf warten, dass man sich irgendeinen Fehler zuschulden kommen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon die Allerj\u00fcngsten kennen die Angst vor Unbekanntem oder davor, verlassen zu werden. Umso wichtiger ist es, dass gerade in den ersten Monaten und Jahren Menschen da sind, die unbedingte Geborgenheit schenken, damit sich ein Urvertrauen entwickeln kann, das sie ein Leben lang begleitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie viele unterschiedliche Erfahrungen von Abschied, Trennung und Alleinsein machen wir im Laufe unseres Lebens in unseren Beziehungen \u2013 zwischen einstmals Liebenden, zwischen Kindern und Eltern, Eltern und Kindern, Freundinnen und Freunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wenn gar ein geliebter Mensch stirbt, dann wird Einsamkeit oft ganz bitter erlebt, dann ergreift einen mitunter eine abgrundtiefe Verlassenheit. Bei Eltern verstorbener Kinder spricht man auch von \u201everwaisten\u201c Eltern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus begreift nur zu gut, was f\u00fcr uns Menschen Abschied bedeutet. Er muss bald seine J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger f\u00fcr immer verlassen, die doch so eng mit ihm verbunden waren, die so sehr an ihn geglaubt, ihn geliebt, und noch so viel von ihm erhofft haben. Allen ist er mit unendlicher selbstloser Liebe begegnet, keiner war ihm zu gering, als dass er sich nicht vers\u00f6hnend und wertsch\u00e4tzend mit ihm oder ihr an einen Tisch gesetzt h\u00e4tte. Wie oft hat er das schwache Vertrauen gest\u00e4rkt, die Kranken geheilt und die Verzweifelten wieder aufgerichtet. Jetzt wird er weggehen f\u00fcr immer. Was soll dann aus ihnen werden? Wem k\u00f6nnen sie noch vertrauen? Was soll dann noch Sinn machen und Wege in die Zukunft weisen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus wei\u00df um seinen kommenden Tod er ahnt, wie sehr ihn die Seinen vermissen werden. Daher bereitet er sie auf seinen Abschied und auf die Zeit danach vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Johannesevangelium wird davon berichtet in den sogenannten <strong>\u201eAbschiedsreden Jesu.\u201c<\/strong>:<br>Wie wird es weiter gehen nach seinem Tod, wie soll das Leben ohne den Menschen aussehen, der einem so nahe war?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus antwortet in unserem Textabschnitt aus den Abschiedsreden mit folgenden Worten: <strong>\u201eLiebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.\u201c<\/strong> Das \u00fcberrascht: Liebe und Gebote, das geht erst einmal gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig schwer zusammen! Und doch steckt eine faszinierende Logik darin. Wenn ihn seine J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger wahrhaftig lieben, dann werden sie unter allen Umst\u00e4nden versuchen, in seinem Sinne weiter zu leben und den Menschen, denen sie begegnen mit der Liebe zu begegnen, mit der er sie geliebt hat \u2013 ohne Wenn und Aber, bedingungslos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEin neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.\u201c Mehr braucht es nicht, keine ethischen Abhandlungen, keine dicken Dogmatiken. Sondern nur diese herausfordernde lebenslange Aufgabe: seine Liebe zu leben in unserer Welt. Seine Worte wirken weiter, dadurch, dass er sie lebendig unter uns gegenw\u00e4rtig h\u00e4lt, als ob er immer noch pers\u00f6nlich anwesend w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So wie auch ein geliebter Mensch uns gegenw\u00e4rtig bleibt, dadurch dass wir uns an seine Gedanken und Worte erinnern, selbst wenn er l\u00e4ngst gestorben ist \u2013 immer wieder wird man sich denken: \u201eJa, das w\u00fcrde er oder sie jetzt tun oder sagen. Und das w\u00e4re jetzt ganz und gar in ihrem Sinne!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So kann man weiterhin mit einem geliebten Menschen verbunden bleiben in einer Weise des kostbaren liebevollen Erinnerns und dadurch dass wir im Herzen sp\u00fcren, wie einzigartig dieser Mensch war und immer f\u00fcr uns bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir also dem Gebot Jesu folgen und seine Liebe leben \u2013bedingungslos- dann wird sein Wille erf\u00fcllt und sp\u00fcrbar in unserer Welt. Das ist Herausforderung und Auftrag genug f\u00fcr ein ganzes Leben \u2013 f\u00fcr unsere ganze Menschheit. Damit sollten wir jeden Morgen den Tag beginnen. Und wenn m\u00f6glich am Abend den Tag auch wieder beschlie\u00dfen \u2013 mit so viel Liebe wie nur irgend m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir aber Liebe hereintragen wollen, dann m\u00fcssen wir immer wieder erfahren, dass wir selbst unendlich geliebt sind. Ich denke da an eine in gutem Sinne m\u00fctterliche oder v\u00e4terliche Geborgenheit, die h\u00e4lt und tr\u00e4gt, ganz egal was passiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus m\u00f6chte, dass wir Menschen seine Liebe sp\u00fcren k\u00f6nnen, auch wenn er nicht mehr pers\u00f6nlich bei uns auf Erden ist. Doch weil wir es so oft vergessen und manchmal ganz und gar nicht sp\u00fcren k\u00f6nnen, deshalb muss er Hilfe herbei rufen! Und so bittet er den Vater, dass er einen lebendigen Tr\u00f6ster schicken m\u00f6ge, den Geist der Wahrheit, den <strong>\u201evon ihm herbei Gerufenen\u201c<\/strong>, wie er w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt auch hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Herbeigerufen damit er bei den Menschen sei, ja sogar lebendig in ihnen sei, in Ewigkeit. <strong>\u201eDie Welt sieht diesen Geist nicht und kennt ihn nicht!\u201c<\/strong> Ihr aber <strong>\u201eihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.\u201c<\/strong> So ganz und gar soll der Heilige Geist in uns verinnerlicht sein. Soll bei uns sein und bleiben f\u00fcr alle Zeit \u2013 und soll uns das tiefe Vertrauen schenken: wir sind nie allein. Wir sind und bleiben in ihm und bei ihm geborgen. Er soll uns dieses kindliche Urvertrauen wieder erwecken, dass wir liebevoll gehalten sind in dieser Welt und f\u00fcr alle Zeit. Er will uns aber auch wieder von neuem befl\u00fcgeln, dass wir erwachen aus der Starre der Einsamkeit und der Angst, damit wir auch wieder andere Menschen beschenken k\u00f6nnen mit der Liebe, mit der wir selbst zutiefst geliebt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eHeiliger Geist\u201c &#8211; Denken wir zur\u00fcck an unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Wie k\u00f6nnen wir angemessen von ihm sprechen, so dass man es verstehen kann?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eTr\u00f6ster\u201cwird er in unserem Text genannt. Er ist also derjenige, der wirklich tr\u00f6sten kann, auch in ganz schmerzvollem Abschied. Er ist nicht nur bei uns, sondern in uns. Tief in uns brauchen wir seinen Halt und eine letzte Gewissheit, dass wir nie allein sind. Tief in uns m\u00f6chten wir erfahren, dass wir ins Recht gesetzt werden \u2013 allen Feinden zum Trotz. Wir m\u00f6chten die Wahrheit des Lebens erkennen inmitten verwirrender Unklarheiten. Er tr\u00e4gt viele Namen, der Geist Jesu Christi: \u201eTr\u00f6ster, Beistand, Geist der Wahrheit\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eDen Fr\u00f6hlichmacher\u201c<\/strong> hat ein Kind ihn einmal treffend genannt. Wer sonst k\u00f6nnte uns wieder so gewiss und so froh machen! Mitten im Zentrum unserer Person muss er lebendig sp\u00fcrbar werden. Dort, wo unsere Empfindungen sitzen und unsere Gef\u00fchle entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines wissen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler: Es gibt vieles im Leben, das wir nicht sehen. Und dennoch ist es da, denn wir sp\u00fcren seine Auswirkungen: Trost, Vertrauen, Liebe, Glaube, Schutzengel, Sehnsucht, Hoffnung oder eine nicht n\u00e4her definierbare g\u00f6ttliche Macht. Wir alle k\u00f6nnten die Reihe spielend erg\u00e4nzen! All das und noch vieles mehr ist nicht sichtbar, aber sehr wohl sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So ist auch der Heilige Geist! Bei uns und in uns will er sein. Auch dann, wenn manchmal niemand mehr bleibt, wenn scheinbar ganz und gar nichts mehr \u00fcbrig bleibt von unserem Leben oder unseren Tr\u00e4umen. Der \u201eBleiber\u201c, der unbedingt \u201eDableibende\u201c bleibt dennoch. Uns zur Seite. Gegen alle Einsamkeit bleibt er bei uns. Damit sich niemand jemals so verlassen f\u00fchlen muss, so verloren, so mutterseelenallein, dass er keinen Ausweg mehr sieht. Daran will der Geist uns immer wieder behutsam erinnern. Er bleibt bei uns, auch wenn wir ihn manchmal ganz und gar nicht sp\u00fcren k\u00f6nnen. Er will uns Vater und Mutter bleiben, will uns so tr\u00f6sten, dass wir auch wieder den Blick heben und einander wahrnehmen k\u00f6nnen. Dass wir sehen: da sind auch andere f\u00fcr mich da. Und da kann ich irgendwann auch wieder f\u00fcr andere da sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und er kann uns daran erinnern, dass nichts auf Dauer so bleiben muss, wie es vielleicht gerade ist, so festgefahren, so unver\u00e4nderlich, wie wir es in manchen Augenblicken der Ohnmacht empfinden. Er will uns sagen: heilsame Ver\u00e4nderung ist m\u00f6glich, weil er immer da ist, wo wir ihn am dringendsten brauchen! Deshalb hat er so vielerlei unterschiedliche Bedeutungen, ist nicht festlegbar, sondern ist g\u00f6ttlich- wunderbar da zu finden, wo wir ihn brauchen: als Tr\u00f6ster, als F\u00fcrsprecher, als Beistand, als Begleiter. Und er h\u00e4lt \u00fcber all das jetzt schon Sp\u00fcrbare, die Hoffnung wach von einer anderen neuen Welt, wenn diese Welt einmal nicht mehr sein wird. Ja, der Heilige Geist weist auch weit \u00fcber das Diesseits hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus wird sich nach seinem Tod und Auferstehung noch einmal einigen Menschen zeigen, damit sie sehen: er lebt, er ist auferstanden, der Tod verliert seine Macht. Einer ist st\u00e4rker, er geht voraus und wird einst alle in das Licht seiner Auferstehung ziehen, in seine ewige Liebe. <strong>\u201eIch selbst\u201c<\/strong>, so sagt er, <strong>\u201ebin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und noch eines: Der Geist wird auch als <strong>\u201eSinnvollender\u201c<\/strong> wirken, wenn wir von dieser Erde gehen. Er ist der \u201eVollender\u201c unseres menschlichen und deshalb immer auch bruchst\u00fcckhaften Lebens. Er wird ein Ganzes daraus machen. Wird es vollenden in seiner ewigen Liebe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, der Heilige lebendige Geist hat unz\u00e4hlige wunderbare Facetten. Wie ein Windhauch, so wird er anderorts auch beschrieben. Lebensatem Gottes, der einst allen das Leben eingehaucht hat. Er will auch uns immer wieder beleben! Manchmal sp\u00fcren wir ihn kaum, vielleicht nur als zarten Hauch, und doch kann er behutsam tr\u00f6sten. Er kann aber auch kr\u00e4ftig herein blasen, wenn uns ganz eng wird ums Herz und im Hirn, er kann uns wieder aus Resignation befreien, uns wieder beleben, ja befl\u00fcgeln! Er kann unerm\u00fcdlich wirken, bis wir begreifen, wohin oder wozu er uns bewegen will.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er ist ganz frei, ganz g\u00f6ttlich. Deshalb weht er wann er will und wo er will. Wir Menschen sind nie ganz mit ihm fertig. Denn wir sind eben auch mit seinem Sch\u00f6pfer, mit dem lebendigen Gott niemals fertig. Er wird uns immer wieder von neuem ins Staunen bringen und uns bewegen. Manchmal muss er ganz beharrlich und lange wehen, bis wir aus der Erstarrung wieder erwachen und erkennen: Er ist da! Er bleibt da.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Und immer wieder wird er uns Menschen schicken, Worte, Gedanken \u2013 und auf geistvolle Weise unsere Einsamkeit beenden und die Gemeinschaft st\u00e4rken.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gro\u00dfer \u201eVirtuose\u201c in der Beschreibung des Heiligen Geistes war Hans Dieter H\u00fcsch, er sagt:<br>\u201e\u2026er (der Heilige Geist) ist von wolkenloser Musikalit\u00e4t und wenn man ihn wiegen k\u00f6nnte, ganz leicht und deshalb so schwierig, je leichter der Heilige Geist, desto mehr steckt in ihm, er wei\u00df alles, sieht und h\u00f6rt alles, auch jetzt sieht und h\u00f6rt er uns, er ist im Auftrage Gottes unterwegs, uns das Schwere leicht zu machen. \u2026und es gibt ja auch Tage bei uns, wo wir ihn wirklich nicht sp\u00fcren mit unserem kleinen Menschenglauben, wo wir ihn uns jedes Mal aufs Neue erf\u00fchlen m\u00fcssen und gl\u00fccklich sind, wenn das Schwere pl\u00f6tzlich in uns abf\u00e4llt und der Geist hier in uns und bei uns ist und Probleme sich aus dem Staub machen und die Menschen wieder anfangen zu l\u00e4cheln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u2026Gott\u2026 schickt seit Jahrtausenden den heiligen Geist in die Welt, dass wir zuversichtlich sind, dass wir uns freuen, dass wir aufrecht gehen ohne Hochmut, dass wir jedem die Hand reichen ohne Hintergedanken und im Namen Gottes Kinder sind in allen Teilen der Welt eins und einig sind und Phantasten des Herrn werden von zartem Gem\u00fct von fassungsloser Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und von leichtem Geist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich zum Beispiel m\u00f6chte immer Virtuose sein was den heiligen Geist betrifft.<br>Ich m\u00f6chte mich Hans Dieter H\u00fcsch anschlie\u00dfen, was den heiligen Geist betrifft, denn der Heilige Geist ist auch weiterhin im Auftrag Gottes unterwegs\u2013 gegen die menschliche Einsamkeit. Er kommt auch zu uns \u2013 und ist schon da. Hier und jetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum nahestehenden Pfingstfest und allezeit. Amen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:10px\">Zitat: Hanns Dieter H\u00fcsch: das Schwere leicht gesagt, Herder Verlag, 4. Auflage 1994, S.81f<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Herkunft: Claudia Kr\u00fcger auf predigten.evangelisch.de<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button\" href=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/\" style=\"color:#faeb00\">Zur\u00fcck zur Startseite<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div data-object_id=\"10478\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  data-redirect-url=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10478\"  data-display-label=\"1\" 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