{"id":10757,"date":"2022-06-06T08:46:59","date_gmt":"2022-06-06T06:46:59","guid":{"rendered":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/?p=10757"},"modified":"2022-06-06T11:18:40","modified_gmt":"2022-06-06T09:18:40","slug":"sehnsucht-nach-dem-verlorenen-paradies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/sehnsucht-nach-dem-verlorenen-paradies\/","title":{"rendered":"Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies"},"content":{"rendered":"<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesezeit:<\/span> <span class=\"rt-time\"> 6<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><div data-object_id=\"10757\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  data-redirect-url=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10757\"  data-display-label=\"1\" data-show-count=\"1\" data-bookmark-label=\"MERKEN\"  data-bookmarked-label=\"GEMERKT\"  data-loggedin=\"0\" data-type=\"post\" data-object_id=\"10757\" class=\"cbxwpbkmarktrig  cbxwpbkmarktrig-button-addto ld-ext-left\" title=\"Bookmark This\" href=\"#\"><span class=\"cbxwpbkmarktrig-icon\"><\/span><span class=\"ld ld-ring ld-spin\"><\/span><span class=\"cbxwpbkmarktrig-label\" >MERKEN (<i class=\"cbxwpbkmarktrig-count\">0<\/i>)<\/span><\/a> <div  data-type=\"post\" data-object_id=\"10757\" class=\"cbxwpbkmarkguestwrap\" id=\"cbxwpbkmarkguestwrap-10757\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head\"><span class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head-label\">Please login to bookmark<\/span><a class=\"cbxwpbkmarkguesttrig_close\" role=\"button\" title=\"Click to close bookmark panel\/modal\" href=\"#\" ><i class=\"cbx-icon\"><?xml version=\"1.0\" encoding=\"utf-8\"?>\n<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><line x1=\"18\" y1=\"6\" x2=\"6\" y2=\"18\"><\/line><line x1=\"6\" y1=\"6\" x2=\"18\" y2=\"18\"><\/line><\/svg><\/i><i class=\"sr-only\">Close<\/i><\/a><\/div><div class=\"cbxwpbkmarkguest-content\">\n<div class=\"cbx-chota\"><div class=\"container\"><div class=\"row\"><div class=\"col-12\"><div class=\"cbx-guest-wrap cbxwpbookmark-guest-wrap\"><div class=\"cbx-guest-login-wrap cbxwpbookmark-guest-login-wrap\"><form name=\"loginform\" id=\"loginform\" action=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-login.php\" method=\"post\"><p class=\"login-username\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_login\">Benutzername oder E-Mail-Adresse<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"text\" name=\"log\" id=\"user_login\" autocomplete=\"username\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-password\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_pass\">Passwort<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"password\" name=\"pwd\" id=\"user_pass\" autocomplete=\"current-password\" spellcheck=\"false\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-remember\"><label><input name=\"rememberme\" type=\"checkbox\" id=\"rememberme\" value=\"forever\" \/> Angemeldet bleiben<\/label><\/p><p class=\"login-submit\">\n\t\t\t\t<input type=\"submit\" name=\"wp-submit\" id=\"wp-submit\" class=\"button button-primary\" value=\"Anmelden\" \/>\n\t\t\t\t<input type=\"hidden\" name=\"redirect_to\" value=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10757\" \/>\n\t\t\t<\/p><\/form><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<h1 class=\"has-theme-palette-9-color has-theme-palette-6-background-color has-text-color has-background wp-block-heading\"><strong>Unsere Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder kennt dieses Gef\u00fchl: Etwas fehlt! Und dieses Etwas, an dessen Mangel wir leiden, ist alles andere als nebens\u00e4chlich. Auch in der Bibel ist Sehnsucht ein wichtiges Thema.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sehns\u00fcchtig wartet das Kind darauf, endlich seine Geschenke auspacken zu d\u00fcrfen. Krank vor Liebeskummer wartet der junge Mann darauf, seine Geliebte endlich wieder in die Arme nehmen zu k\u00f6nnen. Wehm\u00fctig blickt mancher Kranke auf bessere Zeiten zur\u00fcck und wartet ungeduldig, dass es endlich besser mit ihm wird. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann sich sogar nach dem Tod sehnen, etwa, wenn das seelische oder k\u00f6rperliche Leid unertr\u00e4glich wird und keine Erl\u00f6sung in Aussicht ist. Sehnsucht signalisiert mir, dass f\u00fcr mich etwas nicht in Ordnung ist. Ich bin unzufrieden mit dem Ist-Zustand und w\u00fcnsche mir dringend eine Ver\u00e4nderung, eine Verbesserung. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber die Sehnsucht bleibt nicht beim Negativen stehen. Sie hat eine Vision, ein Ziel, das sie erreichen will. Sehnsucht ist wie ein Sog oder ein Gef\u00e4lle in Richtung auf dieses Ziel hin.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-theme-palette-9-color has-theme-palette-6-background-color has-text-color has-background wp-block-heading\"><strong>Sehnsucht in der Bibel<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in der Bibel begegnet uns selbstverst\u00e4ndlich die Sehnsucht. Schaut man sich die Bibelstellen an, so lassen sich f\u00fcr mich vier Hauptlinien erkennen. Da ist zun\u00e4chst die Sehnsucht nach einem menschlichen Gegen\u00fcber. Geradezu programmatisch sagt Gott nach dem S\u00fcndenfall zu Eva: <strong>\u201eUnter M\u00fchen sollst du Kinder geb\u00e4ren. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein\u201c<\/strong> (1. Mose 3:16). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht um das sexuelle und emotionale Verlangen, das bereits in der Sch\u00f6pfung angelegt war und das \u2013 wenn auch durch den S\u00fcndenfall besch\u00e4digt \u2013 bis heute zu unserer Grundausstattung geh\u00f6rt. Paulus empfindet die Sehnsucht der Thessalonicher nach ihm und seine eigene Sehnsucht zu ihnen als Zeichen der gegenseitigen Liebe und Verbundenheit durch Christus (1. Thessalonicher 3:6; \u00e4hnlich 2. Korinther 9:14).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite Aspekt betrifft die Befreiung von pers\u00f6nlichem Leid. Nehmen wir als Beispiel die Verse Psalm 22:2-3 und Psalm 22:12 : <strong>\u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne. Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe. Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer.\u201c<\/strong> Auch das Volk Israel als Ganzes ist von Sehnsucht gepackt, w\u00e4hrend es auf das Ende des Exils wartet (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/NLB\/Psalm126\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Psalm 126<\/a>). Leid kann unertr\u00e4glich werden, und dann bleiben mir nur die Erinnerung an bessere Zeiten und die Hoffnung auf Ver\u00e4nderung durch Gottes Eingreifen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den breitesten Raum nimmt in der Bibel jedoch die Sehnsucht nach Gott selbst ein. Sehr vertraut ist vielen der Psalm 47:2-3: <strong>\u201eWie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott nach dir! Meine Seele d\u00fcrstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?\u201c<\/strong> Oder denken wir an Hiob: <strong>\u201eJetzt, wo die Haut in Fetzen an mir h\u00e4ngt und ich kein Fleisch mehr auf den Knochen habe, jetzt m\u00f6chte ich ihn sehen mit meinen Augen, ihn selber will ich sehen, keinen Fremden! Mein Herz vergeht in mir vor lauter Sehnsucht\u201c<\/strong> (Hiob 19:26-27).<br>Der vierte Aspekt, die Sehnsucht nach der neuen Welt, wird uns erst sp\u00e4ter besch\u00e4ftigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-theme-palette-9-color has-theme-palette-6-background-color has-text-color has-background wp-block-heading\"><strong>Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach meiner Ansicht geh\u00f6ren die drei beschriebenen Hauptlinien zusammen und haben eine gemeinsame Ursache: den Verlust des Paradieses. Im Paradies gab es keinen Anlass f\u00fcr Sehnsucht, weil Gott eine vollkommene Welt geschaffen hatte. In diesem Lebensraum waren alle Bed\u00fcrfnisse des Menschen vollkommen abgedeckt. Auf den ersten Seiten der Bibel wird uns berichtet, wie der Mensch von seinem Sch\u00f6pfer konzipiert ist: \u201eGott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und er schuf sie als Mann und Frau\u201c (1. Mose 1:27). Das hei\u00dft, der Mensch ist von Anfang an in doppelter Weise auf Beziehung angelegt: als Gegen\u00fcber zu anderen Menschen \u2013 und als Gegen\u00fcber zu Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Paradies war dies begl\u00fcckende Realit\u00e4t. Adam und Eva hatten sich als Gegen\u00fcber und freuten sich aneinander, und selbstverst\u00e4ndlich gab es dort keine Schmerzen und kein Leid. Das Wesentliche aber war die selbstverst\u00e4ndliche, unkomplizierte Gemeinschaft mit Gott. Gottes Gegenwart l\u00e4sst den Garten erbl\u00fchen und die Menschen gl\u00fccklich sein. Auch in ihrem Miteinander. Nach dem S\u00fcndenfall jedoch ist alles anders. An die Stelle von ausgelebter Freude treten eine dunkle Erinnerung, wie es urspr\u00fcnglich war, und eine blasse Ahnung, wie es eigentlich sein sollte. Und weil wir Menschen mit Leib und Seele sind, \u00e4u\u00dfern sich diese verborgenen Bed\u00fcrfnisse als Sehnsucht. Denn die Grundfaktoren der Sch\u00f6pfung \u2013 die Ausrichtung auf Gott und auf ein menschliches Gegen\u00fcber \u2013 gelten nach wie vor.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-theme-palette-9-color has-theme-palette-6-background-color has-text-color has-background wp-block-heading\"><strong>Gestillte und fehlgeleitete Sehnsucht<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir k\u00f6nnen durchaus beschreiben, wie sich gestillte Sehnsucht in Gestalt von Freundschaft und Liebe ausdr\u00fcckt: Freunde umarmen einander, weil sie gemeinsam etwas Bewegendes erlebt haben. Das kann ein Sieg sein, den sie miteinander errungen haben und nun gl\u00fccklich feiern. Das kann aber auch die Verbundenheit im Leid sein, in dem einer den anderen tr\u00f6sten und ihm helfen konnte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seinen tiefsten Ausdruck findet die Vorgabe Gottes wohl in der sexuellen Vereinigung von Mann und Frau in der Ehe. Auf welcher Ebene auch immer: Wo Menschen die Liebe und Verbundenheit, zu der sie geschaffen sind, wirklich erleben, wird ihre Sehnsucht gestillt. Das ist immer mit gro\u00dfem Gl\u00fcck und intensiven Gef\u00fchlen verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wo aber wird die Sehnsucht nach Gott \u2013 zumindest teilweise \u2013 gestillt? Die Antwort lautet: In der Anbetung! Anbetung ist der tiefste Ausdruck der Liebesbeziehung zu Gott.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anbetung ist die Freude an Gott selbst. Das Gl\u00fcck, zu ihm zu geh\u00f6ren und ihm ganz nahe zu sein. Das ist etwas grundlegend anderes als das Singen emotionaler Lieder. Anbetung ist das vertraute Liebesgefl\u00fcster des Gesch\u00f6pfes mit seinem Sch\u00f6pfer. Ganz ich selbst sein, ganz bei Gott sein \u2013 das macht das Wesen der Anbetung aus. Das Bed\u00fcrfnis nach Anbetung ist uns Menschen genauso eingepflanzt wie das Bed\u00fcrfnis, der Zuneigung und Liebe zu anderen Menschen Ausdruck zu verleihen. Der Sch\u00f6pfer hat uns so geschaffen. Augustinus (354-430 n. Chr.) hat es auf die wunderbare Formel gebracht: <strong>\u201eUnruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-theme-palette-9-color has-theme-palette-6-background-color has-text-color has-background wp-block-heading\"><strong>Jeder Mensch will etwas anbeten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun leben wir allerdings nicht mehr im Paradies. Und doch l\u00e4sst sich die Sehnsucht nach Gott meines Erachtens immer noch tagt\u00e4glich mit H\u00e4nden greifen. Man beobachte nur einmal Fans bei einem Rockkonzert oder Sportereignis. Auch die ma\u00dflose Verehrung politischer \u201eF\u00fchrer\u201c geh\u00f6rt hierher. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#a11111\" class=\"has-inline-color\"><strong>Mir scheint, die Begeisterung der Fans, die Bereitschaft einem Star zuzujubeln, ist nichts anderes als die fehlgeleitete Sehnsucht, sich Gott hinzugeben. Jeder Mensch will anbeten, er wei\u00df nur nicht, wen oder was. Jeder Mensch sucht etwas H\u00f6heres und Gr\u00f6\u00dferes, als er selbst es ist, mit dem er verschmelzen m\u00f6chte, an das er sich verschenken kann. Wo aber die Hingabe an Gott nicht mehr m\u00f6glich ist, bleiben nur Ersatzhandlungen. An die Stelle der Anbetung Gottes tritt die Hingabe an das Idol, den G\u00f6tzen.<\/strong><\/mark><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Christen sind vor der Versuchung dazu nicht gefeit. Die Verehrung von Fu\u00dfball- oder Popstars kann auch bei ihnen gelegentlich ein befremdliches Ausma\u00df annehmen. Noch schlimmer war die Begeisterung, die Christen im Dritten Reich f\u00fcr den \u201eF\u00fchrer\u201c hatten. Gottes Herrlichkeit und sein Anspruch sind aber exklusiv. <strong>\u201eDu sollst keine anderen G\u00f6tter neben mir haben\u201c<\/strong>, lautet deshalb das erste Gebot (2. Mose 20:2). Niemand und nichts als Gott allein verdient Anbetung und v\u00f6llige Hingabe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mir ist klar, dass sich diese Aussagen Nichtchristen gegen\u00fcber nicht so leicht vermitteln oder gar beweisen lassen. Aber vielleicht bietet gerade die Sehnsucht hier und da einen guten Ankn\u00fcpfungspunkt, um \u00fcber unsere eigenen Erfahrungen damit zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-theme-palette-9-color has-theme-palette-6-background-color has-text-color has-background wp-block-heading\"><strong>Auch Gott hat Sehnsucht<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><span style=\"text-decoration: underline\" class=\"underline\">Das Gute ist nun: <\/span><\/strong>Unsere Sehnsucht nach Gott beruht auf Gegenseitigkeit. Geradezu ergreifend beschreibt Jesus dies im Gleichnis vom Verlorenen Sohn. Unser Augenmerk bleibt allzu leicht an den beiden Br\u00fcdern h\u00e4ngen, die ja jeder auf seine Weise <strong><span style=\"text-decoration: underline\" class=\"underline\">\u201everlorene S\u00f6hne\u201c<\/span><\/strong> sind. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders bewegend aber ist, wie Jesus den Vater im Himmel beschreibt: <strong>\u201eAls er \u2013 der \u00e4ltere Sohn \u2013 aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn\u201c<\/strong> (Lukas 15:20).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Nicht nur der Sohn sehnt sich nach seinem Vater und nach seinem Zuhause. Auch Gott hat Sehnsucht nach seinen Menschen. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-theme-palette-9-color has-theme-palette-1-background-color has-text-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>Darin liegt unsere Chance \u2013 wenn wir nur, wie der \u201everlorene Sohn\u201c, unsere Situation einsehen, unserer Sehnsucht nachgeben und uns auf den Weg nach Hause machen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu diesem Fragenkreis geh\u00f6rt auch die Einsicht, dass sich die gesamte Sch\u00f6pfung nach Erl\u00f6sung sehnt. Paulus schreibt: <strong>\u201eWir wissen, dass die ganze Sch\u00f6pfung bis zu diesem Augenblick seufzt und in Wehen liegt. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst \u2026 seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erl\u00f6sung unseres Leibes\u201c<\/strong> (R\u00f6mer 8:22 f).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-theme-palette-9-color has-theme-palette-6-background-color has-text-color has-background wp-block-heading\"><strong>Endlich zu Hause<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Offenbar l\u00f6st sich die Sehnsucht auch f\u00fcr Christen nicht einfach dadurch auf, dass sie Gottes Kinder werden. Zwar l\u00e4sst der Heilige Geist uns die Wirklichkeit Gottes immer wieder erfahren. Und doch ist das alles nur eine Anzahlung auf das Eigentliche, sagt Paulus (Epheser 1:14). Wir wissen und erleben genug, um heil \u00fcber die Runden zu kommen und an den Schwierigkeiten unseres Lebens nicht zu verzweifeln. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zugleich wissen wir aber auch, dass wir noch nicht am Ziel unserer Sehnsucht sind, sondern dass das Eigentliche noch vor uns liegt: Gottes neue Welt. Ihre Beschreibung in Offenbarung 21:1-5 gleicht auff\u00e4llig der des Paradieses. Gott wohnt bei den Menschen und sie sind sein Volk. Genau so sah die Konzeption des Paradieses aus. <strong>Aber der Text macht auch deutlich, dass unsere Sehnsucht nur dort und erst dann gestillt wird.<\/strong> Bei aller N\u00e4he zu Gott, die wir heute schon erleben k\u00f6nnen, kommen wir in der neuen Welt noch mit Tr\u00e4nen an. Tr\u00e4nen des Leids, aber sicher auch der Freude dar\u00fcber, dass wir endlich zu Hause sind. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-theme-palette-9-color has-theme-palette-1-background-color has-text-color has-background has-large-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Das ist das tiefste Ziel <\/strong><br><strong>unser Sehnsucht: <\/strong><br><strong>das ewige <\/strong><br><strong>Zuhause bei Gott.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Paulus formuliert es so: <strong>\u201eWenn unser irdisches Haus, diese H\u00fctte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit H\u00e4nden gemacht, das ewig ist im Himmel. Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, dass wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, \u00fcberkleidet werden\u201c<\/strong> (2. Korinther 5:1 f). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei kann er unmittelbar bei Jesus ankn\u00fcpfen. Jesus selbst hat versprochen, dass in seines Vaters Haus vorbereiteter Wohnraum f\u00fcr uns ist. Wir werden erwartet (Johannes 14:2)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es bleibt also bei der Sehnsucht. Wir m\u00fcssen mit ihr leben und uns mit ihr begn\u00fcgen. Oder ist es nicht vielmehr so: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wir d\u00fcrfen mit ihr und von ihr leben! Letztlich ist sie doch ein Ausdruck einer ungeduldigen Liebe und Vorfreude, Zeichen von lebendiger Hoffnung. Die Sehnsucht ist der Sog in Richtung Himmel. Sie kann uns die Kraft geben, zuversichtlich unseren Weg zu gehen. Wie auch immer die Gegenwart aussehen mag.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Herkunft: <em>Wolfgang Kraska ist Pastor (i. R.) im Bund Freier evangelischer Gemeinden sowie Autor und Referent. Er wohnt in Rheinstetten bei Karlsruhe.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button\" href=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/\" style=\"color:#faeb00\">Zur\u00fcck zur Startseite<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div data-object_id=\"10757\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  data-redirect-url=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10757\"  data-display-label=\"1\" data-show-count=\"1\" data-bookmark-label=\"MERKEN\"  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