{"id":4390,"date":"2020-11-09T15:02:00","date_gmt":"2020-11-09T14:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/?p=4390"},"modified":"2020-11-09T17:49:34","modified_gmt":"2020-11-09T16:49:34","slug":"golgatha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/golgatha\/","title":{"rendered":"Golgatha &#8230;"},"content":{"rendered":"<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesezeit:<\/span> <span class=\"rt-time\"> 31<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><div data-object_id=\"4390\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  data-redirect-url=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4390\"  data-display-label=\"1\" data-show-count=\"1\" data-bookmark-label=\"MERKEN\"  data-bookmarked-label=\"GEMERKT\"  data-loggedin=\"0\" data-type=\"post\" data-object_id=\"4390\" class=\"cbxwpbkmarktrig  cbxwpbkmarktrig-button-addto ld-ext-left\" title=\"Bookmark This\" href=\"#\"><span class=\"cbxwpbkmarktrig-icon\"><\/span><span class=\"ld ld-ring ld-spin\"><\/span><span class=\"cbxwpbkmarktrig-label\" >MERKEN (<i class=\"cbxwpbkmarktrig-count\">0<\/i>)<\/span><\/a> <div  data-type=\"post\" data-object_id=\"4390\" class=\"cbxwpbkmarkguestwrap\" id=\"cbxwpbkmarkguestwrap-4390\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head\"><span class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head-label\">Please login to bookmark<\/span><a class=\"cbxwpbkmarkguesttrig_close\" role=\"button\" title=\"Click to close bookmark panel\/modal\" href=\"#\" ><i class=\"cbx-icon\"><?xml version=\"1.0\" encoding=\"utf-8\"?>\n<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><line x1=\"18\" y1=\"6\" x2=\"6\" y2=\"18\"><\/line><line x1=\"6\" y1=\"6\" x2=\"18\" y2=\"18\"><\/line><\/svg><\/i><i class=\"sr-only\">Close<\/i><\/a><\/div><div class=\"cbxwpbkmarkguest-content\">\n<div class=\"cbx-chota\"><div class=\"container\"><div class=\"row\"><div class=\"col-12\"><div class=\"cbx-guest-wrap cbxwpbookmark-guest-wrap\"><div class=\"cbx-guest-login-wrap cbxwpbookmark-guest-login-wrap\"><form name=\"loginform\" id=\"loginform\" action=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-login.php\" method=\"post\"><p class=\"login-username\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_login\">Benutzername oder E-Mail-Adresse<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"text\" name=\"log\" id=\"user_login\" autocomplete=\"username\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-password\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_pass\">Passwort<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"password\" name=\"pwd\" id=\"user_pass\" autocomplete=\"current-password\" spellcheck=\"false\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-remember\"><label><input name=\"rememberme\" type=\"checkbox\" id=\"rememberme\" value=\"forever\" \/> Angemeldet bleiben<\/label><\/p><p class=\"login-submit\">\n\t\t\t\t<input type=\"submit\" name=\"wp-submit\" id=\"wp-submit\" class=\"button button-primary\" value=\"Anmelden\" \/>\n\t\t\t\t<input type=\"hidden\" name=\"redirect_to\" value=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4390\" \/>\n\t\t\t<\/p><\/form><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sein Kreuz tragend<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Person verl\u00e4sst mit einem Kreuz auf den Schultern Jerusalem. Es ist Jesus von Nazareth. Er ist auf dem Weg nach Golgatha &#8211; dem Platz, wo die R\u00f6mer ihre Verbrecher hinrichteten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist fr\u00fch am Morgen. Der Herr ist die ganze Nacht wach gewesen. Am Abend vorher hatte Er mit Seinen J\u00fcngern zusammen das Passah gegessen. Dann waren Sie nach Gethsemane gegangen, diesen Garten, in welchem Ihm in besonders bedr\u00fcckender Weise das Werk, dass Er vollbringen sollte, vor Augen stand. Nachdem der Herr in heftigem Kampf im Gebet gerungen hatte, w\u00e4hrend Seine J\u00fcnger schliefen, waren dann die Soldaten gekommen. Judas verriet ihn &#8211; die anderen J\u00fcnger flohen. So war Er allein unter Feinden. Man fesselte Ihn und f\u00fchrte Ihn ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An unterschiedlichen Orten ist Er dann gewesen. Alle mit unterschiedlichem Charakter. Das Haus des Hohenpriesters, das Synedrium, Pilatus, Herodes und wieder Pilatus &#8211; bis in die fr\u00fchen Morgenstunden. Und doch hatten alle Orte etwas gemeinsam. Hier war der Heiland dem Hass der Menschen ausgeliefert. Verleumdet, zu Unrecht verurteilt, geschlagen, verspottet, angespuckt, gefoltert, abgelehnt, zum Tode verurteilt &#8211; was hat Er an all diesen Orten ertragen m\u00fcssen. Und Er hat es ertragen! Willig &#8211; wie ein Lamm, das stumm ist vor Seinen Scherern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und jetzt kam Sein Weg nach Golgatha. Die Sch\u00e4delst\u00e4tte. Wir wollen den Heiland auf diesem Weg begleiten. Die unterschiedlichen Stationen in ihrer Reihenfolge, wie sie die vier Evangelien schildern, ansehen und Ihn bewundern, der in allem vollkommen sch\u00f6n gewesen ist!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sein Kreuz tragend verl\u00e4sst Er Jerusalem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Johannes 19:17 k\u00f6nnen wir lesen, dass Er Sein Kreuz tragend hinaus zu der Sch\u00e4delst\u00e4tte ging. Nur Johannes schreibt davon, dass Er Sein Kreuz getragen hat. Nach all dem, was gewesen ist, hat Er dazu noch die Kraft. Keine Schw\u00e4che in dem Evangelium, welches Ihn uns als den Sohn Gottes zeigt! Was f\u00fcr ein Anblick muss das gewesen sein. Der R\u00fccken von der Gei\u00dfelung blutig, m\u00fcde von der seelischen und k\u00f6rperlichen Marter, Umgeben von Soldaten, den F\u00fchrern des Volkes und dem schaulustigen Volk.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Nach Golgatha, Golgatha geht unser Blick!<br>Du trugest das Kreuz, Herr, so gingst Du den Weg<br>hinaus zu der St\u00e4tte, die Golgatha hei\u00dft,<br>an der sich Dein Herz, Deine Liebe erweist.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Simon von Kyrene tr\u00e4gt das Kreuz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Evangelisten au\u00dfer Johannes berichten von Simon, dem Mann aus Kyrene, den sie zwangen, das Kreuz des Herrn zu tragen<br>(Matth\u00e4us 27:32 | Markus 15:21 | Lukas 23:26).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er kam aus Afrika, aus Kyrene. Vielleicht war er ein Jude, der zum Passah nach Jerusalem gekommen war, wie viele andere. Vielleicht war er auch ein Sklave, denn er kam gerade vom Feld. Wir wissen es nicht. Jedenfalls war er ein Unbeteiligter. Er kam gerade so vorbei. Die Soldaten fordern ihn auf, das Kreuz, welches der Herr trug, auf seine Schultern zu laden und hinter dem Herrn herzutragen. Er tut das, allerdings wiederwillig. Sie m\u00fcssen ihn zwingen. Nicht einmal dieser Dienst geschieht freiwillig. Der Herr war allein, ohne jedes Mitgef\u00fchl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Simon scheint dies ein einschneidendes Erlebnis gewesen zu sein. Markus schreibt von seinen beiden S\u00f6hnen, von Alexander und Rufus. Er schreibt von ihnen so, als m\u00fcssten seine Zuh\u00f6rer die beiden kennen. Waren es bekannte Geschwister? Ist es der Rufus, den Paulus in R\u00f6mer 16:13 gr\u00fc\u00dfen l\u00e4sst?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht hat Simon sich nach diesem Erlebnis bekehrt. Der Mann, der da vor ihm von den Soldaten nach Golgatha gef\u00fchrt wurde, hatte ihn beeindruckt. Bestimmt hatte der Heiland ihn angesehen, als Simon Ihm das Kreuz abnahm. Vielleicht mit einem dankbaren Blick. Wir wissen es nicht. Wir k\u00f6nnen nur vermuten. Eines aber steht ohne Zweifel fest: Eine Begegnung mit dem Herrn hat f\u00fcr jeden Menschen Folgen und zwingt ihn zu einer Entscheidung!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So setzt sich dieser Zug fort. Simon tr\u00e4gt dem Heiland das Kreuz nach. Hin nach Golgatha.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Er dachte nicht an sich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die weinenden Frauen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zug nach Golgatha setzt sich fort. Neben den rauen Soldaten, den F\u00fchrern des Volkes und Simon, welcher dem Herrn das Kreuz nachtr\u00e4gt, folgt diesem Zug eine gro\u00dfe Menge Volk (Lukas 23:27). Sie kannten Ihn. Er hatte drei Jahre unten Ihnen gearbeitet. Wie viele von ihnen haben Ihm zugeh\u00f6rt, sind getr\u00f6stet worden und haben Sein ganzes Mitgef\u00fchl erlebt. So oft war Er innerlich bewegt \u00fcber sie und ihr Elend. Unm\u00f6glich konnte dies unbemerkt bleiben. Unz\u00e4hlige wurden geheilt, konnten wieder sehen, reden, gehen. Und am Ende? Am Ende haben sie Ihn doch abgelehnt. Unter der Anleitung der hasserf\u00fcllten F\u00fchrer haben sie \u00fcberm\u00e4\u00dfig geschrienen: \u201eKreuzige, kreuzige ihn!\u201c Lieber wollten sie einen M\u00f6rder auf freiem Fu\u00df sehen, als Ihn, der, statt Leben zu nehmen, Leben im \u00dcberfluss geben wollte (Johannes 10:19). Jetzt folgen sie Ihm auf dem Weg nach Golgatha.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lukas berichtet auch davon, dass in diesem Zug Frauen waren, die wehklagten und Ihn beweinten. In Psalm 69 klagt der Herr dar\u00fcber, dass Er auf Mitleid und Tr\u00f6ster gewartet, aber keine gefunden hatte. Auch in diesen Frauen nicht. Vielleicht waren sie emotional bewegt dar\u00fcber, dass Menschen hingerichtet wurden, vielleicht waren sie auch nur \u201eangestellte\u201c Klagefrauen. Der Herr dreht sich zu ihnen um. Obwohl Sein Herz voll gewesen sein muss von dem, was vor Ihm stand, nimmt Er Notiz von ihnen. Und mehr als das! Er hat eine Botschaft f\u00fcr sie. Sie sollten nicht \u00fcber Ihn weinen, sondern \u00fcber sich selbst und \u00fcber ihre Kinder. Furchtbare Tage w\u00fcrden kommen. Tage, an denen man die gl\u00fcckselig nennen w\u00fcrde, die keine Kinder haben w\u00fcrden &#8211; die nicht mitansehen mussten, wie ihre Kinder Leid und Elend zum Opfer fallen w\u00fcrden. Der Herr hatte schon einmal in diesem Evangelium dar\u00fcber gesprochen (Lukas 21:23). Diese Tage w\u00fcrden so schlimm werden, dass man sich w\u00fcnschte, von Bergen und H\u00fcgeln bedeckt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSein Blut komme \u00fcber uns und \u00fcber unsere Kinder!\u201c, hatten sie geschrien. In 40 Jahren sollte sich das erf\u00fcllen. 70 n.Chr. kam Titus und machte Jerusalem dem Erdboden gleich. Unz\u00e4hlige verloren ihr Leben. Der Herr sah dies alles voraus. \u201eWeint nicht \u00fcber mich, sondern weint \u00fcber euch selbst und eure Kinder\u201c. Er war das gr\u00fcne Holz (Vers 31), der Spross aus d\u00fcrrem Erdreich. Er war kraftvoll und gr\u00fcn und musste doch beten: \u201eMein Gott, nimm mich nicht weg in der H\u00e4lfte meiner Tage!\u201c (Psalm 102:25). Wenn Ihm dies wiederfuhr, was musste dann mit dem d\u00fcrren Holz, mit dem Volk geschehen, dass nicht bereit war Bu\u00dfe zu tun! Wie hatte Er sich um sie bem\u00fcht! Noch einmal, hier, kurz vor dem Kreuz, richtet Er diesen Appell an sie, umzukehren und \u00fcber sich selbst zu weinen. Immer bewegte Ihn das, was andere betraf. \u201eWeint nicht \u00fcber mich\u201c. Keiner ist wie Er!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ankunft auf Golgatha<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zug setzt sich weiter fort. Bis sie nach Golgatha kommen, dem Ort, der Sch\u00e4delst\u00e4tte genannt wird (Lukas 23:33). An diesem Ort vollzogen die R\u00f6mer ihre grausamen Hinrichtungen. Nicht umsonst wurde er Sch\u00e4delst\u00e4tte genannt. An diesem Ort sollte auch der Unschuldige hingerichtet, gekreuzigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was mag beim Anblick dieses Ortes in der Seele des Heilandes vorgegangen sein? Hier w\u00fcrde Er leiden unter den furchtbaren Schmerzen von K\u00f6rper, Seele und Geist. Hier w\u00fcrde Er mit S\u00fcnden beladen von Gott gerichtet werden &#8211; zur S\u00fcnde gemacht! Hier w\u00fcrde Er sterben und das Werk ausf\u00fchren, das Gott der Vater Ihm gegeben hatte. Au\u00dferhalb von Jerusalem, wie das S\u00fcndopfer, das au\u00dferhalb des Lagers verbrannt wurde (Hebr\u00e4er 13:11-12).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies war aber auch der Ort, an welchem Er den gewaltigsten und herrlichsten, den weitreichendsten Ruf der Menschheitsgeschichte tun w\u00fcrde:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs ist vollbracht!\u201c <br>  Was f\u00fcr ein Ort! <br>  Wie bedeutsam f\u00fcr Ihn <br>  wie bedeutsam f\u00fcr uns!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Nach Golgatha, Golgatha geht unser Blick!<br>Du trugest das Kreuz, Herr, so gingst Du den Weg<br>hinaus zu der St\u00e4tte, die Golgatha hei\u00dft,<br>an der sich Dein Herz, Deine Liebe erweist.<br><br>Auf Golgatha wurdest f\u00fcr uns Du ein Fluch,<br>o Lamm, das vor Gott unsre S\u00fcnden dort trug!<br><br>O Lamm, das geschlachtet, das litt und das starb<br>und das durch Sein Blut dort f\u00fcr Gott uns erwarb!<br><br>Auf Golgatha, Golgatha brachtest Du dar<br>Dich selbst ohne Flecken auf Gottes Altar.<br><br>Zum ew&#8217;gen Ged\u00e4chtnis wird, heilig und rein,<br>Dein Opfer am Kreuze &#8211; wird Golgatha sein!<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eingezeichnet in Seine Handfl\u00e4chen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Soldaten geben Ihm Wein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem der denkw\u00fcrdige Zug Golgatha erreicht hat, geben die Soldaten dem Heiland ein Gemisch aus Wein und Galle. \u201e\u2026sie gaben in meine Speise Galle\u201c, sagt Er schon in den Psalmen. Galle verdirbt jede Speise! Wie ekelerregend war dieses Getr\u00e4nk. Es sollte Seine Sinne bet\u00e4uben und die furchtbare Marter ertr\u00e4glicher machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bewundernswert, wie der Heiland sich verh\u00e4lt! Obwohl Er wusste, dass Er dieses Getr\u00e4nk nicht nehmen w\u00fcrde, l\u00e4sst Er sich herab und probiert. Erst dann lehnt Er ab. Er m\u00f6chte Seine Sinne nicht mit diesem bitter schmeckenden \u201eFusel\u201c bet\u00e4uben. Stattdessen nimmt Er den Kelch, den Sein Vater Ihm gab. Den Kelch, der randvoll war mit bittersten Leiden. Er wollte die ganze Marter bei voller Besinnung durchleben. Und Er hat sie durchlebt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sehen Dich den Kelch der Leiden willig vom Vater nehmen an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sie kreuzigen Ihn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie soll man das beschreiben, was nun passiert? Es ist 9 Uhr morgens, berichtet Markus. Soldaten nehmen Jesus und legen Ihn auf ein Kreuz. Er l\u00e4sst das ohne jede Gegenwehr geschehen. Sie breiten Seine Arme aus und schlagen N\u00e4gel durch die H\u00e4nde und die F\u00fc\u00dfe. In den Evangelien wird dies fast beil\u00e4ufig beschrieben: \u201e\u2026sie kreuzigten ihn.\u201c Was Er dagegen empfunden hat, zeigt Psalm 22:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eHunde haben mich umgeben,<br>eine Rotte von \u00dcbelt\u00e4tern hat<br>mich umzingelt. Sie haben<br>meine H\u00e4nde und meine<br>F\u00fc\u00dfe durchgraben.\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durchgraben! Das waren keine glatten, scharfen N\u00e4gel. Sie waren dick, vielleicht rostig, vielleicht stumpf &#8211; so wie N\u00e4gel damals waren. N\u00e4gel, die Er als Zimmermann schon benutzt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es r\u00fchrt mich, dar\u00fcber nachzudenken, dass ich so in Seine Handfl\u00e4chen eingezeichnet wurde (Jesaja 49:16) und dass ich f\u00fcr immer in diesen Handfl\u00e4chen stehen bleibe (Johannes 20:20)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann richten sie das Kreuz auf. Zwischen Himmel und Erde h\u00e4ngt Er nun da. Freiwillig &#8211; nicht allein gehalten von den N\u00e4geln, sondern auch von Seiner Liebe zu Gott und Seiner Liebe zu mir. Viele schauen in diesem Moment zu diesem Kreuz auf. Die Frauen, die Ihn begleitet hatten, Seine Mutter, die F\u00fchrer des Volkes, die Ihn genau dort sehen wollten und das Volk selbst. Soldaten, Simon von Kyrene, die beiden anderen Verbrecher &#8211; sie alle stehen vor diesem Kreuz. Was ist wohl in ihnen vorgegangen?<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Auch ich stehe vor diesem Kreuz.<br>Auch ich sehe meinen Heiland dort h\u00e4ngen.<br>Ich werde still und bin bewegt \u00fcber das,<br>was Er getan hat.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Vor Deinem Kreuz, Herr, will ich stille werden.<br>Vor Deinem Kreuz, Herr, beuge ich mich tief.<br>Ich h\u00f6re Deine Stimme, die verstummte<br>und doch am Kreuze nach mir rief.<br>Vor Deinem Kreuz, Herr, wird das Elend kleiner.<br>Vor Deinem Kreuz werd ich mir selber klein.<br>Was in der Welt so gro\u00df ist, z\u00e4hlt hier nicht mehr,<br>denn Deine Liebe z\u00e4hlt allein.<br>Vor Deinem Kreuz fang ich an zu verstehen,<br>was der Verstand niemals verstehen kann.<br>Die alten Regeln sind am Kreuz zerbrochen.<br>Mit Dir, Herr, f\u00e4ngt das Neue an.<br>Vor Deinem Kreuz will ich die Knie beugen<br>und sp\u00fcren, wie die Stille mich ber\u00fchrt.<br>Dein Kreuz, Herr, ist das Tor zu wahren Frieden,<br>das aus dem Streit nach Hause f\u00fchrt.<br>Amen!<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gnade, die betet &#8211; Seine erste Aussage am Kreuz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angeschlagen, aufgerichtet, f\u00fcr jeden gut zu sehen h\u00e4ngt der Heiland am Kreuz. Er ertr\u00e4gt furchtbare Qualen. \u201eAlle meine Gebeine haben sich zertrennt\u201c, sagt Er in Psalm 22:15. Unvorstellbare k\u00f6rperliche Schmerzen. Und der Mensch? Er offenbart in diesen Stunden seinen tiefsten Hass. Der Heiland sieht sie alle dort stehen. Die geistlichen Instanzen des Volkes. Pharis\u00e4er, Sadduz\u00e4er, Schriftgelehrte und die Hohenpriester. Ihr Hass vereint die sonst so uneinigen Gruppen. Er sieht die falschen Zeugen. Menschen, die bereit waren zu l\u00fcgen, um Ihn hinrichten lassen zu k\u00f6nnen. Er sieht die Diener des Hohenpriesters, die Ihn nach der ungerechten Gerichtsverhandlung angespuckt hatten. Sie haben Ihm ins Gesicht geschlagen, Seinen Kopf verh\u00fcllt und l\u00e4sternd gefragt: \u201eWer ist es, der dich schlug?\u201c. Er sieht das Volk. \u00dcberm\u00e4\u00dfig hatten sie gebr\u00fcllt: \u201eWeg mit diesem\u201c, \u201eKreuzige, kreuzige ihn!\u201c Was mag in diesen Augenblicken in Seiner Seele vorgegangen sein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lukas l\u00e4sst uns einen kleinen Blick in das Herz Jesu tun. <br>Zum ersten Mal spricht der Herr am Kreuz. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Aber was sagt Er? <\/strong><br>Dr\u00fcckt Er aus, wie sehr er leidet? <br>Kommen Vorw\u00fcrfe, oder der Ruf <br>nach Gerechtigkeit und Rache? <br>Heiliger Zorn?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:22px\"><strong>Nein, nichts von alledem.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Heiland betet! Angesichts der ganzen Ungerechtigkeit, des Hasses und Brutalit\u00e4t der Menschen betet Er. F\u00fcr sich? Nein, Er betet:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eVater, vergib ihnen, <br>denn sie wissen nicht, was sie tun!\u201c<\/p><cite>UNSER HERR<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was f\u00fcr ein Herz! Was f\u00fcr eine Liebe!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon Jesaja hatte davon geschrieben, dass Er f\u00fcr die \u00dcbertreter vor Gott eintreten w\u00fcrde (Jesaja 53:12). Er stellt sich zwischen Gott und Seine Hasser und betet, dass der Vater ihnen vergeben m\u00f6ge. \u201eSie wissen nicht, was sie tun!\u201c Er macht seine M\u00f6rder (Apostelgeschichte 5:30) zu Totschl\u00e4gern (Apostelgeschichte 3:17). Seinen J\u00fcngern hatte der Herr einmal gesagt, dass sie f\u00fcr die Menschen beten sollten, die sie verfolgten (Matth\u00e4us 5:44). Er tut es hier in unnachahmlicher Weise!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Teilen Seiner Kleider<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungeachtet dessen geht das Treiben unter dem Kreuz weiter. Die Soldaten teilen Seine Kleider. Johannes berichtet davon am ausf\u00fchrlichsten. Die anderen Evangelisten erw\u00e4hnen es eher nebenbei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seine Oberkleider zerrissen sie in vier Teile. Sein Untergewand muss so wertvoll gewesen sein, dass sie es verlosten. Bestimmt hatte Er es von einer der Frauen bekommen, die Ihm mit ihrem Besitz gedient hatte (Johannes 8:3). Die Soldaten erf\u00fcllen damit das, was der Herr in Psalm 22:19 sagt: <strong>\u201eSie teilen meine Kleider unter sich und \u00fcber mein Gewand werfen sie das Los.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie hatten Ihm wirklich ALLES genommen! Unbekleidet hing der Heiland am Kreuz. Was f\u00fcr eine Dem\u00fctigung! Hoch aufgerichtet &#8211; f\u00fcr alle sichtbar. Die Arme ausgestreckt und angenagelt und so ohne M\u00f6glichkeit, sich zu sch\u00fctzen. Auch das hat Er empfunden und ausgedr\u00fcckt. Wieder ist es Psalm 22:17 \u201eAlle meine Gebeine k\u00f6nnte ich z\u00e4hlen. Sie schauen und sehen mich an\u201c.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Unbegreifliche Liebe, die meinen <br>Heiland dass alles ertragen lie\u00df.<br>Hast Deine Lieb am Kreuz enth\u00fcllet,<br>so wie der Mensch den tiefsten Hass,<br>hast Gottes Willen ganz erf\u00fcllet,<br>und &#8211; ach! &#8211; der Mensch sein S\u00fcndenma\u00df.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>K\u00f6nig der Juden<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Annageln der Schuldschrift<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem die Soldaten Seine Kleider unter sich verteilt hatten, schreibt Matth\u00e4us davon, dass sie dort sa\u00dfen und Ihn bewachten. Wie ist das m\u00f6glich? Wie kann man angesichts der Szenen von Golgatha sitzen? Er bedeutete ihnen eben nichts! Sie taten nur ihren Job. Kalt und gef\u00fchllos. Dabei muss ihnen w\u00e4hrend der Kreuzigung aufgefallen sein, dass Er anders war &#8211; dass Er sich freiwillig auf das Kreuz legte, ohne jeden Wiederspruch, ohne jede Gegenwehr. Wie unn\u00f6tig, Ihn zu bewachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pilatus fertigt w\u00e4hrenddessen ein Holzschild an. Darauf schreibt er in drei Sprachen die Anklage. Jeder sollte es lesen k\u00f6nnen. \u201eJesus, der Nazar\u00e4er, der K\u00f6nig der Juden.\u201c (Johannes 19:19). Diese Anklage l\u00e4sst er \u00fcber dem Kopf des Herrn am Kreuz anbringen. Viele lasen, was da stand, denn viele kamen auf ihrem Weg nach Jerusalem hier vorbei. Dort hing Er, Jesus, der Mann von Nazareth, ihr K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pilatus hatte Ihn w\u00e4hrend der Gerichtsverhandlung zu ihnen hinausgef\u00fchrt. \u201eSiehe, euer K\u00f6nig!\u201c hatte er gesagt. Sie haben geschrien: \u201eHinweg, hinweg! Kreuzige ihn!\u201c \u201eEuren K\u00f6nig soll ich kreuzigen?\u201c Darauf antworten die Hohenpriester: \u201eWir haben keinen K\u00f6nig, als nur den Kaiser\u201c. Sie, die stolzen Juden, waren bereit, sich unter die Herrschaft des von ihnen gehassten r\u00f6mischen Kaisers zu stellen, wenn Er daf\u00fcr nur endlich aus dem Weg ger\u00e4umt w\u00fcrde. Aber Er war ihr K\u00f6nig! Und Gott sorgte daf\u00fcr, dass es f\u00fcr alle sichtbar \u00fcber dem Kreuz stand!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hohenpriester \u00e4rgern sich \u00fcber das, was Pilatus schreiben lies. Sie kommen zu ihm und fordern ihn auf, das Anklageschild zu \u00e4ndern. Nicht dass Er ihr K\u00f6nig sei, soll da stehen, sondern dass Er es behauptet habe. Pilatus l\u00e4sst es dabei. Der Text wird nicht ge\u00e4ndert. \u201eWas ist Wahrheit?\u201c hatte er noch kurz vorher den Heiland gefragt. Hier steht sie nun, die Wahrheit. In Hebr\u00e4isch, Lateinisch und Griechisch!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und der Herr? Er litt dort am Kreuz auch als K\u00f6nig. Als der K\u00f6nig, der Sein Volk retten wollte. Den sie hassten und ablehnten. Seine Herrschaft konnte Er nicht antreten. Kein herrliches Reich! Keine machvolle Regierung! Stattdessen der Schandpfahl. Daniels Prophetie erf\u00fcllt sich. 62 Wochen waren vergangen und der K\u00f6nig wurde ausgerottet und hatte nichts (Daniel 9:26)!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf wie viel unterschiedlichen Ebenen hat der Herr gelitten! Alle diese Leiden hat er ergeben ertragen. Wunderbarer Heiland!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Preis und Anbetung sei Deinem hochheiligem Namen,<br>Hoch und erhaben ist er \u00fcber jeglichen Namen!<br>Preis sei schon hier, Preis einst in Herrlichkeit Dir!<br>Preis sei Dir ewiglich!<br>Amen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Den \u00dcbertretern beigez\u00e4hlt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Kreuzigung der Verbrecher<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei Verbrecher sollen ebenfalls durch das Kreuz hingerichtet werden. Sie haben die Szene beobachtet, die sich auf Golgatha abgespielte. Was in ihnen vorging, wissen wir nicht. Ihre Hinrichtung stand kurz bevor. Ganz anders jedenfalls als der Heiland werden sie mit sich selbst und ihrer Todesstrafe besch\u00e4ftigt gewesen sein. Nun war der Zeitpunkt gekommen. Sie werden gekreuzigt und ihre Kreuze werden rechts und links neben dem Kreuz des Herrn aufgerichtet. \u201eJesus aber in der Mitte\u201c, schreibt Johannes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das war der Platz, den die Menschen f\u00fcr Ihn hatten. Zwischen zwei Verbrechern. Der einzige, vollkommene Mensch, der je auf dieser Erde gelebt hat; der mitf\u00fchlendste und hilfsbereiteste Mensch, die Person, die ihrem Gegen\u00fcber in echter, einzigartiger Liebe begegnet ist &#8211; der wirklich gut war &#8211; ja, der ewige Sohn Gottes findet Seinen Platz zwischen zwei Verbrechern! In der Mitte &#8211; als sei Er der Schlimmste! Keine Gelegenheit haben sie ausgelassen, Ihm zu zeigen, wie sehr sie Ihn verabscheuten. Er ist \u201eden \u00dcbertretern beigez\u00e4hlt worden\u201c (Jesaja 53:12).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Herr sieht, wie rechts und links neben Ihm zwei Kreuze aufgerichtet werden. Er sieht die beiden Verbrecher, die dort ihr gerechtes Urteil empfangen. \u201eDer Lohn der S\u00fcnde ist der Tod.\u201c Ohne Frage hat Er beim Anblick dieser Beiden gelitten! So, wie Er immer gelitten hat, wenn Er das Elend der Menschen gesehen hat. Oft hat Er geseufzt, war innerlich bewegt, ersch\u00fctterte sich. Er litt beim Anblick der Folgen der S\u00fcnden. In diesem Sinn schreibt Jesaja: \u201eEr hat unsere Leiden getragen, und unsere Schmerzen hat er auf sich geladen\u201c (Jesaja 53:4).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und war Er nicht wegen solcher Verbrecher auf diese Erde gekommen? Er hatte es selbst gesagt. Nicht, um Gerechte zu rufen, sondern S\u00fcnder (Markus 2:17). Es muss Ihn geschmerzt haben, zu wissen, dass einer der Beiden unvers\u00f6hnt in die Ewigkeit gehen w\u00fcrde. Verloren!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So h\u00e4ngt Er in der Mitte, Er, der wahre Mittelpunkt dieses Universums. Er war es damals am Kreuz, ist es heute, wenn die Gl\u00e4ubigen zusammen sind (Matth\u00e4us 18.20) und Er wird es auch in Zukunft sein (Offenbarung 5:6). Alles dreht sich um Ihn, wie die Planeten um ihre Sonnen und die Elektronen um ihre Atomkerne. Er ist der wahre und einzige Mittelpunkt im Herzen Gottes. Mittelpunkt aller Seiner Gedanken und Wege &#8211; und auch in meinem Herzen soll Er allein das echte Zentrum sein!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Jesus-Name&#8220;! Lebenssonne,<br>Du, des Vaters ew&#8217;ge Freud,<br>bist auch meine Lust und Wonne,<br>jetzt und bis in Ewigkeit.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Spott der Menge<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beleidigung am Kreuz &#8211; Die Vor\u00fcbergehenden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAlle die mich sehen, spotten \u00fcber mich\u201c. Hier auf Golgatha erf\u00fcllt sich buchst\u00e4blich, was der Herr voller Schmerz in Psalm 22:8 gesagt hat. Alle, die Ihn dort h\u00e4ngen sahen, haben gespottet. Keine Personengruppe war davon ausgenommen. Ganz gleich, ob es das Volk war, Personen, die vorbei gingen, Hohepriester, Schriftgelehrte, \u00c4lteste, die Soldaten, ja, sogar die beiden Verbrecher, die mit Ihm gekreuzigt waren! Sie alle vereinen sich, um Ihn zu beleidigen, Ihm in ihrem ganzen Hass, ihrer ganzen Verachtung weitere Schmerzen zuzuf\u00fcgen. \u201esie rei\u00dfen die Lippen auf, sch\u00fctteln den Kopf\u201c (Psalm 22:8).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Jerusalem wurde das Passahfest gefeiert. Viele Juden waren unterwegs in die Stadt. Sie kommen an Golgatha vorbei. Matth\u00e4us und Markus nennen sie die Vor\u00fcbergehenden. Schaulustig bleiben sie stehen und sehen zu. Lukas dr\u00fcckt es so aus: \u201eDas Volk stand da und sah zu\u201c. Niemand begriff , was dort passierte, welche Schmerzen der Herr dort aushielt. \u201eMerkt ihr es nicht, alle, die ihr des Weges zieht? Schaut und seht, ob ein Schmerz ist wie mein Schmerz, der mir angetan wurde\u201c (Klagelieder 1:12). Kein Herz das mitf\u00fchlte und mitlitt! Der Heiland wartet auf Tr\u00f6ster &#8211; es sind keine da (Psalm 69:21). Einsam, still und unverstanden h\u00e4ngt Er am Kreuz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das allein war schon qu\u00e4lend genug! Doch die Vorr\u00fcbergehenden gehen nicht einfach teilnahmslos weiter, nachdem sie ihre Schaulustigkeit befriedigt hatten. Nein, sie l\u00e4stern! \u201eDer du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst.\u201c (Matth\u00e4us 27:40). Schon in der Gerichtsverhandlung in Matth\u00e4us 26:61 hatten die falschen Zeugen den Satz aus Johannes 2:19 verdreht. Nicht Er w\u00fcrde den Tempel abbrechen. Sie w\u00fcrden es tun und Er w\u00fcrde diesen Tempel in 3 Tagen wieder errichten. Er hatte von Seinem K\u00f6rper gesprochen. Dem K\u00f6rper, in welchem Gott anwesend war, in welchem die F\u00fclle der Gottheit wohnte. In dem von Herodes gebauten Tempel wohnte Gott nicht mehr. Aber Er war in Seinem Sohn zu seinem Volk gekommen. Jetzt l\u00e4stern sie und merken nicht, dass sie es waren, die gerade im Begriff standen, den Tempel abzubrechen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eRette dich selbst. Wenn du Gottes Sohn bist, so steige herab vom Kreuz!\u201c Er ist Gottes Sohn! Zahllose Begebenheiten und Situationen in Seinem Leben hatten das bewiesen. Aber er stieg nicht vom Kreuz herab. Er rettete nicht sich selbst, sondern uns! In Seiner grenzenlosen Liebe blieb Er unter all dem Spott und der Verachtung des Volkes dort oben h\u00e4ngen. Der Gerechte f\u00fcr die Ungerechten. Ohne ein Wort zu erwidern, ertr\u00e4gt Er alle Misshandlungen. \u201eEr beugte sich und tat seinen Mund nicht auf\u201c (Jesaja 53:7). Er war wirklich \u201everachtet und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut.\u201c (Jesaja 53:4).<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Was f\u00fchltest du, als dort am Kreuze,<br>in der entw\u00fcrdigenden Schmach<br>Dich hasserf\u00fcllte Blicke trafen<br>und Hohn Dein liebend Herze brach!<br><br>Herr Jesus, Deine gro\u00dfe Liebe<br>r\u00fchrt tief mein Herz aufs neue an.<br>F\u00fcr mich hast Du Dich hingegeben &#8211;<br>Anbetung Dir, Du Schmerzensmann.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Spott der F\u00fchrerschaft<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beleidigung am Kreuz &#8211; Die F\u00fchrer des Volkes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso wie die Vor\u00fcbergehenden verspotten Ihn auch die geistlichen F\u00fchrer der Juden. Matth\u00e4us berichtet davon am ausf\u00fchrlichsten. Unterschiedlicher Stand und unterschiedliches Ansehen spielten dabei keine Rolle mehr. Eigentlich blickten die geistlichen F\u00fchrer ver\u00e4chtlich auf das Volk herab. \u201eDiese Volksmenge aber, die das Gesetz nicht kennt, sie ist verflucht!\u201c hatten sie in Johannes 7 gesagt. Hier stimmen sie gerne in den Hohn dieses Volkes mit ein. \u201eEbenso\u201c, schreibt Matth\u00e4us.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die unterschiedlichen Auffassungen in religi\u00f6sen Fragen waren pl\u00f6tzlich vergessen. Die Sekte der Sadduz\u00e4er (Hohenpriester) und die Sekte der Pharis\u00e4er (Schriftgelehrte) stehen gemeinsam, Schulter an Schulter mit den \u00c4ltesten vor dem Kreuz und verh\u00f6hnen den Heiland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAndere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.\u201c Ja, das hatte Er wirklich getan. Wie viele Menschen haben, w\u00e4hrend der Herr auf der Erde lebte, Seine Rettung erfahren. Und die F\u00fchrer des Volkes haben das gesehen! Sie selbst sagen es hier und spotten dann, \u201esich selbst kann er nicht retten.\u201c Und sie haben recht! Wenn der Heiland Menschen f\u00fcr die Ewigkeit retten wollte, dann konnte Er sich selbst nicht retten. Er musste in den Tod gehen. Kein anderer Weg h\u00e4tte echte, ewige Rettung gebracht. So bleibt Er am Kreuz! F\u00fcr mich! Legionen von Engeln standen Ihm zur Verf\u00fcgung. Er ruft nicht eine und obwohl Er die Macht hatte, herabzusteigen (Vers 42), hielten Ihn Sein Gehorsam und Seine Liebe dort oben am Kreuz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEr ist Israels K\u00f6nig; so steige er jetzt vom Kreuz herab, und wir wollen an ihn glauben.\u201c Wirklich? Sie haben so viele Zeichen von Ihm gesehen und glaubten nicht an Ihn. Der Grund daf\u00fcr lag nicht in fehlenden Zeichen. Davon hatte es genug gegeben. Der wahre Grund war die Bosheit ihrer Herzen. Sie hassten Ihn und wollten nicht an Ihn glauben. Sie waren nicht bereit, sich vor Ihm zu beugen und sie w\u00e4ren es auch nicht gewesen, wenn Er vom Kreuz herabgestiegen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So spotten sie weiter und f\u00fcgen ihren Beleidigungen die schmerzhafteste hinzu: \u201eEr vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt; denn er sagte: Ich bin Gottes Sohn.\u201c (Matth\u00e4us 27:42). Psalm 22:9 sagt diese Beleidung voraus und macht in seinem Verlauf deutlich, wie schlimm sie f\u00fcr den Herrn war. Sie trifft direkt Seine Beziehung zu Gott, Seinem Vater, und die Beziehung des Vaters zu Ihm!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niemand vertraute Gott wie der Herr. \u201eVon meiner Mutter Leib an bist du mein Gott.\u201c (Psalm 22:11). Er war in jedem Moment Seines Lebens im vertrauten Gespr\u00e4ch mit Ihm. Er war der erste Mensch, der in Seinen Gedanken, Worten und Taten Gott ehrte, weil Er Ihm vertraute. Immer! Vollkommen! Dieses Vertrauen machte die Beziehung zu Seinem Vater aus. Und der Vater liebt den Sohn (Johannes 3:53). Nichts hat diese f\u00fcr uns unvorstellbare Beziehung gest\u00f6rt. Auch der Weg ans Kreuz nicht. \u201eSie gingen beide miteinander.\u201c (1. Mose 22).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und doch blieb der Himmel nach diesem Spott der j\u00fcdischen Geistlichkeit stumm. Keine Reaktion auf diesen Hohn. Zu anderen Zeiten hatte sich der Himmel ge\u00f6ffnet. Hier nicht! Als h\u00e4tten sie Recht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Herr erlebt, was Er in Psalm 42:11 ausdr\u00fcckt: \u201eWie eine Zermalmung in meinen Gebeinen h\u00f6hnen mich meine Bedr\u00e4nger, indem sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott?\u201c Auch dieser Spott zerbrach Sein Herz. Von Seinen Lippen aber kommt kein Wort! Er ertr\u00e4gt das, leidet stumm und denkt dabei an mich!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>[\u2026] Du hast stille ohne Klagen,<br>Hohn und Schmach und Weh ertragen;<br>konntest selbst f\u00fcr die noch beten,<br>die Dich auf das Kreuz erh\u00f6hten;<br>ihren Spott, herabzusteigen,<br>nahmst Du wortlos hin &#8211; mit Schweigen.<br>Oh, wir Huldigen von Herzen<br>Dir Herr Jesus, Mann der Schmerzen; [\u2026]<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Niemand fragt nach Seiner Seele<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beleidigung am Kreuz &#8211; Die r\u00f6mischen Soldaten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die r\u00f6mischen Soldaten reihen sich unter die Sp\u00f6tter mit ein. Nur Lukas schreibt davon. Brutal hatten sie die Kreuzigung vollzogen. Jetzt stimmen sie in den Chor der L\u00e4sterungen ein. \u201eWenn du der K\u00f6nig der Juden bist, so rette dich selbst!\u201c Sie waren die Besatzungsmacht. In ihren Augen gab es keinen K\u00f6nig der Juden. Und schon gar nicht einen, der in Schwachheit am Kreuz hing, sich nicht wehrte und alles \u00fcber sich ergehen lie\u00df. In ihren Augen verachtenswert. Und obwohl sie auch die Juden verachteten, vereinen sie sich hier in Ihrem Spott mit ihnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lukas erw\u00e4hnt auch, dass die Soldaten zu ihren L\u00e4sterungen Essig bringen. Eine \u00fcbliche Methode der R\u00f6mer, den Tod des Gekreuzigten noch weiter hinauszuz\u00f6gern und seine Qualen zu verl\u00e4ngern. Dabei w\u00fcrde der Tod des Herrn auch ihnen, den Heiden, den Weg zu Gott er\u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beleidigung am Kreuz &#8211; Die gekreuzigten Verbrecher<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAuf dieselbe Weise schm\u00e4hten ihn auch die R\u00e4uber, die mit ihm gekreuzigt waren.\u201c (Matth\u00e4us 27:44). Wie ist das m\u00f6glich? Zum Tode verurteilt h\u00e4ngen rechts und links neben dem Herrn zwei Verbrecher am Kreuz. Auch sie haben Schmerzen, qu\u00e4len sich, haben den Tod vor Augen. Aber anstatt sich mit dem Mitgekreuzigten, dem \u201eLeidensgenossen\u201c zu verbinden, verbinden sie sich mit denen, die sie hinrichten und stimmen in ihren L\u00e4sterchor mit ein. Unfassbar! Dabei ist mindestens einem von beiden klar, dass die Person zwischen ihnen nichts getan hat &#8211; unschuldig dort h\u00e4ngt (Lukas 23:41). Wie einsam ist der Herr in Seinen Leiden! Niemand fragt nach Seiner Seele (Psalm 142:5). Selbst die Verbrecher, die ebenso wie Er hingerichtet werden, wenden sich gegen Ihn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einmal mehr wird deutlich, wie abgrundtief b\u00f6se das menschliche Herz ist. Wie gro\u00df ist der Hass gegen den Heiland! Die Vor\u00fcbergehenden, das Volk, die F\u00fchrer des Volkes, Soldaten und sogar die Verbrecher reichen sich die Hand gegen Christus. Hier auf Golgatha zeigt der Mensch, wer er wirklich ist &#8211; wer ich von Natur aus bin! Und der Herr? Er offenbart Seine ganze, unfassbare Liebe. Nicht zu Freunden, sondern zu Feinden! Und das in den Stunden, wo ihre ganze Ablehnung und Verachtung am deutlichsten von Ihm empfunden wird. Was bleibt mir da, als mich zu verneigen und anzubeten!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>O Liebe ohnegleichen!<br>Kein Sinn kann je erreichen,<br>wie Du, o Herr, uns liebst.<br>Verga\u00dfest Deine Schmerzen,<br>trugst die nur auf dem Herzen,<br>die Du so unaussprechlich liebst.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gnade f\u00fcr den \u00dcbelt\u00e4ter<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Umkehr des einen Verbrechers<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann geschieht etwas Erstaunliches. Einer der beiden Verbrecher kehrt um. Nachdem er zun\u00e4chst l\u00e4stert, wie der andere Verbrecher, scheint sich bei ihm eine Wandlung vollzogen zu haben. Vielleicht hat Ihn der Heiland durch Sein Verhalten beeindruckt. Still hat Er alle L\u00e4sterungen und Folter \u00fcber sich ergehen lassen, hatte sogar f\u00fcr Seine Feinde gebetet. Und doch ist die Umkehr des Verbrechers ohne Zweifel ein Wunder Gottes, so wie jede Bekehrung eines ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier ist es wieder nur Lukas, der von dieser Umkehr berichtet. W\u00e4hrend einer der Verbrecher mit den Beleidigungen weitermacht, weist ihn der andere pl\u00f6tzlich zurecht. \u201eAuch du f\u00fcrchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist? Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan.\u201c Dann wendet er sich an den Heiland. \u201eGedenke meiner Herr, wenn du in deinem Reich kommst.\u201c Wunderbar, was die Gnade in diesem Todgeweihten bewirkt. Er bekennt, dass er zurecht dort h\u00e4ngt. Dass er schuldig ist. Gleichzeitig bekennt er, dass der Mann in der Mitte unschuldig ist, nichts B\u00f6ses getan hat. Mit dieser Erkenntnis spricht er dann den Heiland an. Er allein kann ihn retten. Sein Wunsch macht deutlich, dass er diesen Jesus als den wahren Christus erkennt. Als den, der einmal sein Reich aufrichten w\u00fcrde. Das zu erkennen, obwohl dieser Christus gerade an einem Kreuz hingerichtet wird, bringt nur von Gott geschenkter Glaube fertig! Was f\u00fcr eine Gnade! Wenn es soweit sein w\u00fcrde, wenn Christus Sein Reich aufrichten w\u00fcrde, dann wollte er, dass der Heiland an ihn denken w\u00fcrde.<br>Seine zweite Aussage am Kreuz<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und der Heiland denkt an ihn! Aber nicht erst, wenn Er Sein Reich errichten w\u00fcrde. \u201eHeute wirst du mit mir im Paradies sein.\u201c Echte Sch\u00e4chergnade! Kurz vor seinem Lebensende erf\u00e4hrt dieser Mann, der sein gesamtes Leben in Auflehnung gegen Gott gelebt hatte, dass sein Platz im Paradies ist. Bei Jesus Christus! Wie anders als der andere Verbrecher konnte er seine letzten Stunden hier auf der Erde verbringen. Wenn er auch die Hinrichtung erlebte, Todesqualen hatte, so konnte er doch mit einem befreiten Gewissen und echter Hoffnung sterben! Gerettet!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und der Heiland? Er bringt mich zum Staunen. Trotz aller Qualen am Kreuz h\u00f6rt Er dem Verbrecher zu! Wieder denkt Er nicht an sich! Er hat f\u00fcr den, der Ihn bis kurz vor sein Lebensende abgelehnt hat, der dort sogar noch unter Todesqualen l\u00e4sterte, eine herrliche Antwort! \u201eWahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.\u201c Wie liebt Er den S\u00fcnder &#8211; wie gewaltig ist Seine Gnade! Ich muss erkennen, wie wenig ich davon verstehe!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich freue mich f\u00fcr den Heiland, dass Er bei all dem, was Er dort erleidet, in dieser geretteten Seele einen gewissen Trost findet. \u201eWenn das Weizenkorn nicht in die Erde f\u00e4llt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.\u201c (Johannes 12:24). Er war noch nicht gestorben &#8211; und doch: Hier war Frucht (Jesaja 53:11). Er w\u00fcrde nicht allein im Paradies sein. Hier war der Erste &#8211; viele w\u00fcrden folgen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich freue mich auch f\u00fcr den Verbrecher. Was f\u00fcr ein gewaltiges Erlebnis. Seitenwechsel! Kurz vor seinem Tod bekommt er das wahre Leben geschenkt. \u201eWer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt\u201c (Johannes 11:25). Manche haben die Unschuld des Herrn in den vergangenen Stunden bekannt und sind doch verloren! Judas zum Beispiel (Matth\u00e4us 27:4), Pilatus (Matth\u00e4us 27:24) oder auch Herodes (Lukas 23:15). Aber keiner von ihnen ist wirklich umgekehrt. Dieser Verbrecher aber ist f\u00fcr ewig gerettet. Gerettet, so wie ich!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">O, welch ein Heiland, Herr, bist Du! Der S\u00fcnder findet sel&#8217;ge Ruh, die niemand kann ergr\u00fcnden. Ein Abgrund der Barmherzigkeit verschlingt ein Meer voll Herzeleid. Du starbst f\u00fcr unsre S\u00fcnden. Ja, Du, Jesu, hast Dein Leben hingegeben, um von S\u00fcnden uns auf ewig zu entbinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Holdsel&#8217;ger, treuer Friedef\u00fcrst, wie hat Dich nach dem Heil ged\u00fcrst&#8216;, dem Heil verlorner S\u00fcnder! Es floss Dein Blut am Kreuzesstamm, es floss f\u00fcr uns, o Gotteslamm, nun sind wir Gottes Kinder. Freude! Freude! Durch Dein Sterben sind wir Erben. Dort am Throne gibst Du uns die Siegeskrone.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Platz unter dem Kreuz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seine dritte Aussage am Kreuz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles, was der Herr bisher am Kreuz erlebt hat, hat Er allein durchlebt. Niemand war da! Alle J\u00fcnger hatten Ihn verlassen (Markus 14:50). Auch andere, Ihm nahestehende Personen, sind nicht da, um Ihm beizustehen. Es muss ein besonderer Moment f\u00fcr den Herrn gewesen sein, als sich pl\u00f6tzlich Sein J\u00fcnger Johannes mit vier Frauen dem Kreuz n\u00e4hert. Dann stehen sie dort bei Ihm. Bei Ihm unter dem Kreuz. Nur Johannes beschreibt diese bewegende Szene in seinem Evangelium.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine dieser Frauen ist Maria, die Mutter von Jesus. Was in ihrer Seele vorgegangen ist, l\u00e4sst sich kaum beschreiben. Dort h\u00e4ngt ihr \u00e4ltester Sohn und wird auf grausame Art hingerichtet. Nur eine Mutter kann erahnen, was das bedeutet. \u201eAuch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen\u201c, hatte Simeon ihr damals im Tempel gesagt, als der Herr noch ein Kind war. Jetzt war der Moment gekommen. Sie sieht Ihn leiden und kann nichts f\u00fcr Ihn tun! Eine traurige und schmerzhafte Szene.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und der Herr? Er sieht seine Mutter dort stehen. Er selbst leidet unter der Folter der Kreuzigung, unter der L\u00e4sterung der hasserf\u00fcllten Menschen. Und doch empfindet Er mit ihr! Sie war Seine Mutter. Sie hatte Ihn gro\u00dfgezogen. Nun w\u00fcrde Er gehen und sie w\u00fcrde zur\u00fcckbleiben. Voller Mitleid und Erbarmen k\u00fcmmert Er sich jetzt, hier am Kreuz um sie. Er sieht sie an und sagt zu ihr: \u201eFrau, siehe dein Sohn!\u201c. Dann wendet Er sich Johannes zu. Er war der J\u00fcnger, der Seine Liebe besonders genossen hatte. Kein anderer J\u00fcnger hatte eine so vertraute Beziehung zu Ihm, wie er. \u201eSiehe, deine Mutter!\u201c. Er sollte sich um sie k\u00fcmmern. So sorgt Er, der Mann der Schmerzen, in Seinen Leiden f\u00fcr Seine Mutter und zeigt Seinem J\u00fcnger Johannes, wie sehr Er ihn sch\u00e4tzte und ihm vertraute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie lange diese Personengruppe unter dem Kreuz gestanden hat, wird nicht berichtet. Aber sie gehen nach einer Zeit wieder (vgl. Markus 15,40). Der Herr bleibt allein zur\u00fcck\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu dieser Gruppe geh\u00f6rte auch eine Tante des Herrn. Au\u00dferdem Maria Magdalena und die Frau des J\u00fcngers Kleopas. Auch sie hei\u00dft Maria. Sie alle lieben den Herrn. Sie alle waren unter das Kreuz gekommen. Sie alle haben Seine Leiden aus der N\u00e4he gesehen. Er w\u00fcrde sterben. Dann w\u00e4re Er nicht mehr da. Er w\u00fcrde ihnen wirklich fehlen! Maria Magdalena weint sp\u00e4ter an Seinem Grab (Johannes 20:13). Die andere Maria geht mit ihrem Mann Kleopas niedergeschlagen nach Emmaus zur\u00fcck (Lukas 24:17). Sie wussten nicht, dass der Heiland dort nicht hing, weil die Menschen es so wollten, sondern weil Er es so wollte. Er w\u00e4hlte diesen Weg, die Leiden, das Kreuz und den Tod f\u00fcr sie! Aus Liebe, damit sie f\u00fcr immer bei Ihm sein k\u00f6nnten!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Johannes und die Frauen sp\u00e4ter Brot brechen, um an Seine Leiden zu denken, haben sie ohne Zweifel auch diese Szene, dieses Bild, wie Er dort vor Ihnen hing, vor Augen. Wie gut, bei Ihm unter dem Kreuz gewesen zu sein!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch ich darf unter dem Kreuz stehen, meinen Blick auf Ihn richten. Aber anders als Johannes und die Frauen damals wei\u00df ich, warum Er dort hing. Er sieht mich voller Liebe an und ich h\u00f6re Ihn sagen: \u201eDas tat ich f\u00fcr dich!\u201c Was f\u00fcr ein sch\u00f6ner Platz.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Wir werden ewig daran denken,<br>dass Du am Kreuze f\u00fcr uns starbst,<br>und unsere Liebe Dir, Herr, schenken,<br>weil du uns ganz f\u00fcr Dich erwarbst!<br>Nimm, Jesu, uns, nimm unser Leben,<br>nimm, was wir sind, als Opfer an!<br>Du hast Dich selbst f\u00fcr uns gegeben,<br>Du hast so viel f\u00fcr uns getan!<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Finsternis<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wird Mittag. Die Sonne steht hoch am Himmel. Hinter dem Heiland liegen bereits furchtbare Stunden. Die ganze letzte Nacht hatte Er nicht geschlafen. Bis in die fr\u00fchen Morgenstunden ist Er von Verh\u00f6r zu Verh\u00f6r geschleppt worden, bis man Ihn morgens um 9 Uhr, nach einem ungerechtem Urteil, ans Kreuz geschlagen hat. Hier h\u00e4ngt Er bereits drei Stunden. Grausame k\u00f6rperliche Qualen, L\u00e4sterungen von den Menschen, die Ihn hassten, seelische Leiden &#8211; alles das hat Er bereits in einzigartiger Weise ertragen. Das Schrecklichste steht Ihm noch bevor. Gott, Sein Gott, w\u00fcrde sich gegen Ihn richten!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pl\u00f6tzlich wird es dunkel. Mitten am Tag. Es wird so dunkel, dass Lukas schreibt, dass sogar die Mittagssonne verfinstert wird. Nichts ist mehr zu sehen. Stockfinster. Was haben wohl die Menschen gedacht, die hier am Kreuz stehen. Oder die Priester in Jerusalem, die dabei waren, das Passah zu schlachten. All die angereisten Juden, Pilatus, seine r\u00f6mischen Soldaten und die vielen Menschen in den L\u00e4ndern dieser Welt. Das war kein \u00f6rtlich begrenztes Ph\u00e4nomen. Gott h\u00fcllt die gesamte Welt in Dunkelheit. Verborgen vor den Augen der Menschen richtet Er Seinen Sohn!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drei Stunden lang bleibt es so dunkel. Drei lange Stunden leidet der Herr am Kreuz im Gericht Gottes! Was das f\u00fcr Ihn, den immer treuen und gehorsamen Diener Gottes bedeutet, ist nicht zu beschreiben. Gethsemane ist der Ort, der ein wenig den Schleier l\u00fcftet. Hier ist der Heiland mit diesen drei furchtbaren Stunden besch\u00e4ftigt. Best\u00fcrzung und Angst erf\u00fcllt Seine Seele. Er ist betr\u00fcbt bis zum Tod (Markus 14). Er, der nie in Unruhe war, f\u00e4llt auf Sein Gesicht und betet. Er ringt und k\u00e4mpft. Immer heftiger. Sein Schwei\u00df tropft auf die Erde. Gro\u00df wie Blutstropfen (Lukas 22).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er tat immer, was der Vater wollte. Es war Ihm Seine Speise, Sein Lebensinhalt, Seine Freude (Johannes 4:34)! Doch jetzt, hier in Gethsemane, bittet Er darum, dass diese Leiden, wenn m\u00f6glich, an Ihm vorbeigehen. Diese drei Stunden am Kreuz stehen in grausamer Weise vor Seiner Seele. Und doch sagt Er diesen unglaublichen Satz: \u201eDoch nicht mein Wille, sondern der deine geschehe!\u201c (Lukas 22:42). Anbetungsw\u00fcrdiger Heiland!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jetzt war dieser Zeitpunkt gekommen. Der Heiland leidet im Gericht Gottes f\u00fcr die S\u00fcnden der Menschen. Mehr noch &#8211; Gott macht Ihn zur S\u00fcnde. Den, der nie ges\u00fcndigt hat, in dem keine S\u00fcnde war, der S\u00fcnde nicht mal kannte &#8211; zur S\u00fcnde gemacht! Und dann bestraft Gott Ihn f\u00fcr diese S\u00fcnde. Der ganze Grimm und Zorn Gottes ergie\u00dft sich \u00fcber Ihn. \u201eGrimm ist grausam und Zorn eine \u00fcberstr\u00f6mende Flut\u201c, schreibt Salomo in den Spr\u00fcchen. \u201eEs ist furchtbar in die H\u00e4nde des lebendigen Gottes zu fallen\u201c, der Hebr\u00e4erbrief. Der Heiland selbst dr\u00fcckt es in Psalm 88 aus: \u201eAuf mir liegt schwer dein Grimm [\u2026] Deine Zorngluten sind \u00fcber mich dahingegangen, deine Schrecknisse haben mich vernichtet.\u201c Was f\u00fcr heftige Worte: Grimm, Zorngluten, Schrecknisse, Vernichtung\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weit entfernt stehe ich. Auch wenn ich gelernt habe, was dort geschehen ist, bleibt diese Szene f\u00fcr mich dunkel, undurchdringlich. Unm\u00f6glich f\u00fcr einen Menschen, wirklich zu begreifen, was dort geschehen ist. Unm\u00f6glich, nachzuempfinden, was der Heiland dort empfunden hat. Und dann denke ich an diesen Vers aus Jesaja 53: \u201eUm unserer Ungerechtigkeiten Willen war er zerschlagen.\u201c Zerschlagen! Meinetwegen! Meinetwegen hat Er diese drei Stunden auf sich genommen und ertragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das, was so unfassbar grausam und furchtbar f\u00fcr Ihn war, durchlebte Er &#8211; und dachte dabei an mich! Diese Szene ist nichts f\u00fcr den Kopf &#8211; sie ist ausschlie\u00dflich f\u00fcr das Herz\u2026<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Die tiefsten Tiefen aller Leiden<br>erreichten Deine Seele dort.<br>Gleich Wogen, welche \u00fcberfluten,<br>traf Dich der Zorn am finstrem Ort.<br>Tag unergr\u00fcndlich tiefen Schmerzes!<br>O Tag voll Leid und gr\u00f6\u00dfter Not,<br>da Du, Herr, wardst von Gott verlassen,<br>gingst f\u00fcr mich S\u00fcnder in den Tod!<br>Herr Jesus, Deine gro\u00dfe Liebe<br>r\u00fchrt tief mein Herz aufs neue an.<br>F\u00fcr mich hast Du Dich hingegeben &#8211;<br>Anbetung Dir, Du Schmerzensmann!<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Von Gott verlassen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seine vierte Aussage am Kreuz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drei Stunden ist es jetzt schon stockdunkel. Drei lange Stunden leidet der Heiland jetzt schon unter Gottes Gericht. Schonungslos wird Er bestraft. Dann ruft er in die Dunkelheit: \u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Gott verlassen? Er? David schreibt einmal in Psalm 37: \u201eNie sah ich den Gerechten verlassen.\u201c War Er nicht der Gerechte schlechthin? Ja, das war Er! Sein Leben war tadellos. Wundersch\u00f6n, von Ihm zu lesen, wie Er in allem, was Er dachte, sagte und tat vollkommen war. Und Gott hatte das mehrfach best\u00e4tigt. Den Himmel hatte Er sogar ge\u00f6ffnet und es laut verk\u00fcndigt: \u201eDieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.\u201c (Matth\u00e4us 3). Hier aber hat sich das Blatt gewendet. Gott hat Seinen Sohn verlassen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Herr hat darunter gelitten, wie unter nichts anderem! In Psalm 22 dr\u00fcckt Er diese Leiden aus: \u201eMein Gott! Ich rufe am Tag, und du antwortest nicht und bei Nacht, und mir wird keine Ruhe.\u201c Oder in Psalm 88: \u201eIch aber, Herr, schreie zu dir [\u2026] Warum, Herr, verwirfst du meine Seele, verbirgst dein Angesicht vor mir? Ich bin elend und verscheide.\u201c Er ruft zu Gott. Er bekommt keine Antwort! Der Himmel \u00f6ffnet sich nicht. Es bleibt dunkel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders war es bei \u201eden V\u00e4tern\u201c! Sie riefen in ihrer Not zu Gott und Gott antwortete. Er antwortete, indem Er sie rettete (Psalm 22:5-6). Sie waren unvollkommene und s\u00fcndige Menschen &#8211; nicht zu vergleichen mit dem Heiligen Gottes! Und doch &#8211; sie werden gerettet. Er dagegen bekommt keine Antwort. Keine Rettung. \u201eBist fern von meiner Rettung, den Worten meines Gest\u00f6hns?\u201c (Psalm 22). Der einzig vollkommene Mensch wird hier auf Golgatha zu dem einzigen Menschen, der je von Gott verlassen wurde!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antwort auf die Frage \u201eWarum?\u201c ist meine S\u00fcnde! Christus hat f\u00fcr meine S\u00fcnden gelitten. Der Gerechte f\u00fcr die Ungerechten (s. 1. Petrus 3:18). Und Gott? Wie kann Er seinen Sohn verlassen? Den Liebling Seiner Seele (Jeremia 12)? Die Antwort ist die gleiche. Meine S\u00fcnde. Wie gro\u00df muss die Liebe Gottes zu mir sein! \u201eEr hat ihn leiden lassen.\u201c (Jesaja 53). Was f\u00fcr ein Werk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch etwas bewegt mich an dieser Szene: Die Frage \u201eWarum hast du mich verlassen?\u201c dr\u00fcckt die ganze Not des Heilandes aus. Er stellt sie, um mir einen Eindruck Seiner Leiden zu vermitteln. Aber Er kennt auch die Antwort! Und so, als wollte Er keinen Schatten auf das Handeln Gottes mit Ihm fallen lassen, sagt Er in Psalm 22 weiter: \u201eDoch du bist heilig\u201c. Mit anderen Worten: \u201eDas, was Du tust, ist richtig und gerecht! Weil Du heilig bist, weil Du S\u00fcnde nicht sehen kannst (Habakuk 1), musst Du Dich von mir wegwenden.\u201c Wie besonders strahlt selbst in den tiefsten Leiden &#8211; in dem Augenblick, wo das wahre S\u00fcndopfer au\u00dferhalb von Jerusalem verbrannt wurde, Seine Sch\u00f6nheit durch das Dunkel dieser Stunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dichter haben diese Szene wunderbar zusammengefasst:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Dort hat dich Gott zerschlagen in tiefer Finsternis,<br>und Du, Du musstest fragen, warum Er Dich verlie\u00df:<br>Stets hast Du Ihm gefallen &#8211; warum denn dies Gericht?<br>warst heilig, rein in allem und kanntest S\u00fcnde nicht!\u201c<br><br>Du musstest es empfinden, wie Gottes Zorn so schwer<br>f\u00fcr uns und unsre S\u00fcnden, so viel wie Sand am Meer.<br>Du tratst an unsre Stelle aus freier Lieb und Huld,<br>gabst Deine eigene Seele f\u00fcr unsre S\u00fcnd und Schuld.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bosheit bis zum Ende<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Reaktion der Umstehenden auf diesen Ruf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Menschen, die bei dem Kreuz stehen, h\u00f6ren wie der Heiland laut ruft. \u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\u201c Es wird wieder hell. Die Juden reagieren auf diesen Ruf. \u201eDieser ruft Elia.\u201c Einer von ihnen l\u00e4uft und holt einen mit Essig getr\u00e4nkten Schwamm. Auf ein Rohr gesteckt reicht er ihn Jesus. Die anderen sagen \u201eHalt, lasst uns sehen, ob Elia kommt, um ihn zu retten!\u201c Matth\u00e4us und Markus berichten von dieser Szene. Haben die Juden nicht verstanden, was der Herr am Kreuz ruft? Haben sie sich verh\u00f6rt? Haben sie wirklich geh\u00f6rt, dass Er Elia um Hilfe ruft? Nein, sie haben Ihn verstanden! Sein Ruf war laut und deutlich. Diese Worte waren ihnen vertraut. In Psalm 22 hat David sie bereits aufgeschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Dunkelheit war es still am Kreuz. Eine unheimliche Szene f\u00fcr die Menschen. Doch jetzt, als es wieder hell wird, reagieren die Juden auf den Ruf des Herrn mit ver\u00e4chtlichem Spott. \u201eWeil er sich selbst nicht retten kann, ruft er Elia. Mal sehen, ob er kommt um ihn zu retten.\u201c So m\u00f6gen sie es gemeint haben. Der Mensch macht das Ma\u00df seiner Bosheit voll! Selbst nach dieser stundenlangen, unheimlichen Finsternis gibt es keine \u00c4nderung in ihrer Haltung. Sie dr\u00fccken in ihrem Hass ihre Verachtung durch diesen Spott aus. Einmal mehr beweist der Mensch, wie b\u00f6se sein Herz ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei wissen sie nichts von Elia. Sie kennen seine Geschichte, aber sie wissen nichts von seiner tats\u00e4chlichen Bedeutung. Sie sind blind. Sie hatten keine Ahnung davon, dass Elia nicht sterben musste, sondern lebend in den Himmel ging, weil der Herr jetzt am Kreuz sterben w\u00fcrde. Sie hatten auch keine Ahnung davon, dass Elia bereits gekommen war (Matth\u00e4us 11:14) und dass auf sie nun der gro\u00dfe und furchtbare Tag des Herrn wartete (Maleachi 3:23). Auch wussten sie nicht, dass Elia mit dem Herrn bereits \u00fcber Seinen Tod gesprochen hatte (Lukas 9:30). Gemeinsam mit Mose. Und Elia w\u00fcrde gemeinsam mit Mose zuk\u00fcnftig gegen sie in Jerusalem zeugen (Offenbarung 11). Wie absurd war der Gedanke, dass der Herr Elia ruft, um Ihn zu retten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch diesen Spott ertr\u00e4gt der Heiland in Seiner Liebe, denn Er liebte sie &#8211; die Juden, Sein Volk! Ihr Hass, ihre Blindheit haben Ihn geschmerzt, ebenso wie Gottes gerechtes Gericht, das einmal \u00fcber sie kommen w\u00fcrde. Wie gerne h\u00e4tte Er sie gerettet &#8211; aber sie haben nicht gewollt (Lukas 13:34).<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Durst nach Gott<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seine f\u00fcnfte Aussage am Kreuz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMich d\u00fcrstet!\u201c Sechs Stunden sind bereits vergangen. Sechs Stunden h\u00e4ngt der Herr am Kreuz. Unterschiedliche, vielf\u00e4ltige Leiden und Qualen hat Er ausgehalten. Jetzt hat Er Durst!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur Johannes beschreibt diese Szene in Seinem Evangelium. Ihm ist wichtig zu zeigen, dass der menschgewordene Jesus der ewige Sohn Gottes ist. Erstaunlich, dass gerade er diese Szene auf Golgatha beschreibt. Der Herr hat Durst. Ein \u00fcberaus menschliches Bed\u00fcrfnis. Obwohl der Herr der wahre Sohn Gottes ist, ist Er ebenso wahrer Mensch gewesen. Unfassbares Geheimnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMich d\u00fcrstet!\u201c Zum ersten Mal \u00e4u\u00dfert der Herr ein pers\u00f6nliches Bed\u00fcrfnis. W\u00e4hrend all der Stunden am Kreuz hat Er an andere gedacht &#8211; hat nichts f\u00fcr sich selbst gesucht. Ganz gleich, ob es die waren, die Ihm diese Leiden zuf\u00fcgten, ob es der Verbrecher am Kreuz war, oder ob es Seine Mutter war. Er hat Sich f\u00fcr sie eingesetzt. Hat sich um ihre Bed\u00fcrfnisse gek\u00fcmmert. Jetzt aber hat Er Durst! Nach stundenlangen Leiden am Kreuz geh\u00f6rt der Durst zu Seinen k\u00f6rperlichen Qualen, die Er leidet. Er hat wirklich Durst!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und doch l\u00e4sst Johannes keinen Schatten auf den Herrn fallen. Er zeigt Seine tats\u00e4chliche Motivation. \u201eDamit die Schrift erf\u00fcllt w\u00fcrde\u201c. Wie herrlich ist mein Heiland! Nicht Sein menschliches Bed\u00fcrfnis steht im Vordergrund, sondern die Erf\u00fcllung der Schrift! Obwohl Er wirklich Durst hat, motiviert Ihn die Erf\u00fcllung des Wortes Gottes, dieses Bed\u00fcrfnis auszudr\u00fccken. Er denkt wieder nicht an sich! H\u00e4tte die Schrift nicht erf\u00fcllt werden m\u00fcssen, h\u00e4tte Er nicht gesagt, dass Er Durst hat!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne Frage hat der Heiland auch in anderer Hinsicht Durst. Ihn d\u00fcrstete nach Seinem Gott. In Psalm 63 dr\u00fcckt Er es so aus: <strong>\u201eEs d\u00fcrstet nach dir meine Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem d\u00fcrren und lechzendem Land ohne Wasser\u201c<\/strong>. Oder in Psalm 42: <strong>\u201eWie ein Hirsch lechzt nach Wasserb\u00e4chen, so lechzt meine Seele nach dir, o Gott. Meine Seele d\u00fcrstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott\u201c<\/strong>. Er sehnt sich danach, wieder zu Seinem Vater zu gehen! Das war die wahre, vor Ihm liegende Freude, derentwegen Er das Kreuz ertrug (Hebr\u00e4er 12:2).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann denke ich an dieses wunderbare Lied. Ein Lied, das ebenfalls von Seinem Durst spricht. Der Dichter dr\u00fcckt es so aus:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Wie hat Dich nach dem Heil ged\u00fcrst&#8216;,<br>dem Heil verlorner S\u00fcnder!<br>Es floss Dein Blut am Kreuzesstamm,<br>es floss f\u00fcr uns, o Gotteslamm,<br>nun sind wir Gottes Kinder.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danke Herr! Du hattest Durst auf Golgatha,<br>mein Durst ist nun f\u00fcr immer gestillt (Johannes 4:14)!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Durstig, damit wir niemals d\u00fcrsten m\u00fcssen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Herr nimmt den Essig<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eMich d\u00fcrstet!\u201c Bei dem Kreuz steht ein Gef\u00e4\u00df mit Essig. Sie tauchen einen Schwamm in den Essig. Dann nehmen sie einen Ysop. Nicht nur, weil diese Pflanze h\u00e4ufig in Israel vorkommt, kannten die Juden diese gut. Sie kannten sie auch aus der Thora. Beim ersten Passah in \u00c4gypten wurde das Blut des Lammes mit Ysop an die T\u00fcrpfosten gestrichen. Sp\u00e4ter wurde Ysop benutzt, um Blut auf den Auss\u00e4tzigen zu sprengen und ihn als rein zu erkl\u00e4ren, oder er wurde benutzt, um Blut auf den Unreinen zu sprengen (3. Mose 14, 4. Mose 19). Hier legen sie den in Essig getr\u00e4nkten Schwamm um den Ysop und reichen ihn Jesus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Seinem Leben hat der Heiland den Menschen mehrfach Wasser angeboten. Wasser f\u00fcr die Seele. Nur Johannes schreibt dar\u00fcber in seinem Evangelium. In Kapitel 4 begegnet dem Herrn am sogenannten Jakobsbrunnen diese Frau aus Samaria. Sie war gekommen, um Wasser zu holen. Der Heiland sieht den wirklichen Durst dieser Frau. Seelendurst! Er bietet ihr echtes Lebenswasser an. Wer von diesem Wasser trinken w\u00fcrde, der w\u00fcrde nie wieder Durst haben. In Ewigkeit nicht! Zwei Kapitel weiter sagt der Herr den Juden, dass die, die an Ihn glauben w\u00fcrden, nie wieder Durst haben w\u00fcrden. Wieder ein Kapitel weiter sagt Er: <strong>\u201eWenn jemand d\u00fcrstet, so komme er zu mir und trinke.\u201c <\/strong>In Offenbarung 22 wird dieses Wasser \u201eWasser des Lebens\u201c genannt. Das ist es, was der Heiland f\u00fcr die durstige Seele hatte! Echtes Lebenswasser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und was haben die Menschen f\u00fcr Ihn? Hier am Kreuz, als Er Durst hat? Essig! Nichts als Essig! <strong>\u201eIn meinem Durst gaben sie mir Essig zu trinken\u201c,<\/strong> sagt Er in Psalm 69. Wie erbarmungslos behandeln sie den durch die Marter so geschundenen Heiland. Kein frisches Wasser &#8211; nein, sauren Essig. Und der Herr? Er nimmt in Seiner einzigartigen Weise diesen Essig und trinkt davon. Unangenehm, schmerzhaft brennend muss das im v\u00f6llig ausgetrocknetem und rissigen Mund des Herrn gewesen sein. \u201eMeine Zunge klebt an meinem Gaumen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einzigartiger Heiland! Du hast gelitten, damit ich von dem Wasser des Lebens trinken konnte. Ich habe nichts zu bieten &#8211; und doch soll mein Leben eine Widmung an Dich sein!<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Herr, Jesus, ach, wie viel Beschwerde,<br>Entsagung, Widerstand und Leid<br>hat Dir gebracht auf dieser Erde<br>der Weg der Unterw\u00fcrfigkeit! [\u2026]<br><br>Nun preisen unsre Liederkl\u00e4nge<br>die Widmung, die kein Mensch erfasst;<br>Dir schallen ewig Lobges\u00e4nge,<br>weil Du Dich hingegeben hast!<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Es ist vollbracht<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Seine sechste Aussage am Kreuz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem der Heiland des Essig genommen und damit die Schrift erf\u00fcllt hat, sagt Er: \u201eEs ist vollbracht!\u201c Nur Johannes berichtet davon. Der ewige Sohn Gottes spricht dieses Wort aus. Tetelestai \u2013 Es ist vollbracht, vollendet, ausgef\u00fchrt, erf\u00fcllt, bezahlt. Im Griechischen nur ein Wort \u2013 doch was f\u00fcr eine Bedeutung! Das Wort aller Jahrhunderte. Der gewaltigste Siegesruf der Welt. Die ganze Menschheitsgeschichte umfassend hallt es nach, bis in die Ewigkeit!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich denke \u00fcber dieses Wort nach. Wie soll man dieses gewaltige Panorama an Bedeutungen in wenigen Worten zusammenfassen? Unm\u00f6glich!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs ist vollbracht!\u201c Ich denke dabei an Ihn! Als der Herr in Gethsemane war, stand Golgatha noch vor Ihm. Seine Seele war bis zum Tod betr\u00fcbt. Best\u00fcrzung, Angst, Schwei\u00df wie Blutstropfen, ringender Kampf angesichts dessen, was Ihn in den n\u00e4chsten Stunden erwarten w\u00fcrde. Dann nahm Er den Kelch aus Gottes Hand. Er wusste, was alles \u00fcber Ihn kommen w\u00fcrde. Er ging mit der festen Absicht, Gottes Willen durchzuf\u00fchren, in die schwersten Stunden Seines Lebens. Und jetzt? Jetzt war alles vorbei! Die grausamen Leiden an K\u00f6rper, Geist und Seele durch die Menschen. Die furchtbaren Leiden im Gericht Gottes. Alle Leiden, die Propheten vorausgesagt hatten (Lukas 18:31). Alles vorbei \u2013 oder besser: Vollbracht! Was f\u00fcr eine Erleichterung f\u00fcr den Heiland, all das durchgestanden zu haben. Was f\u00fcr ein Gef\u00fchl, dieses Werk beendet zu haben. Der Tod, das Paradies, die Auferstehung \u2013 dann w\u00fcrde Er zum Vater gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs ist vollbracht!\u201c Ich denke an Gott. Er hat Seinem Sohn dieses Werk gegeben. Er sollte es ausf\u00fchren \u2013 und Er hat es ausgef\u00fchrt! Vollkommen! So wie der Vater es wollte! Gehorsam! Nie wurde Gott so verherrlicht auf der Erde. Gerade dort, wo der Heiland zur S\u00fcnde gemacht wurde, wo Er das Gericht Gottes trug \u2013 gerade dort hat Er in Seiner Weihe und Hingabe Gott unendlich geehrt. Das S\u00fcndopfer und das Brandopfer wurden an der gleichen Stelle geschlachtet (3. Mose 6). \u201eEin Feueropfer lieblichen Geruchs dem Herrn.\u201c (3. Mose 1:9). Er hat sich auf Gottes Altar gelegt. Er hat sich selbst geopfert. Ohne Flecken (Hebr\u00e4er 9:14). F\u00fcr Gott. \u201eTief befriedigt kann Er nun, Herr, in Deinem Opfer ruhn!\u201c (Paul Waltersbacher).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs ist vollbracht!\u201c Ich denke an die Menschen dieser Welt. Vor dem Kreuz hat der Herr einmal gesagt: \u201eIch habe aber eine Taufe, womit ich getauft werden muss, und wie bin ich beengt, bis sie vollbracht ist.\u201c (Lukas 12). Jetzt ist diese Taufe vorbei. Der Herr ist nicht mehr beengt. Seine Liebe kann ungehindert zu allen Menschen flie\u00dfen. Ganz gleich, wie gro\u00df die Schuld ist, jetzt kann sie vergeben werden. Jedem Menschen steht der Weg zu Gott offen. Nur Umkehr und ein Bekenntnis der Schuld sind n\u00f6tig. Mehr nicht! Dann flie\u00dft der gesamte, gewaltige Segen Gottes!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs ist vollbracht!\u201c Dabei denke ich auch an mich. Meine S\u00fcnden \u2013 alle ges\u00fchnt. Vergeben. Nichts ist mehr offen. Tetelestai &#8211; alles bezahlt. Und mehr als das. Jeder Segen Gottes, den ich bekommen habe (Eph.1), findet Seine Grundlage in diesem Werk. Ohne Golgatha keine Segnung! Jetzt bin ich in Christus und in Ihm gesegnet mit jeder geistlichen Segnung (Epheser 1). Ein unendlich reich gemachtes Kind Gottes! Mein Leben ist sicher! Meine Zukunft unglaublich herrlich!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs ist vollbracht!\u201c Was f\u00fcr ein Werk! Was f\u00fcr ein Ausruf! Was f\u00fcr ein Siegeszug! Ohne Golgatha w\u00e4re f\u00fcr keinen einzigen der Abermilliarden Menschen aller Jahrtausende Beziehung zu Gott, Vergebung, Errettung m\u00f6glich gewesen. Der Teufel w\u00e4re kein besiegter Feind. Kein einziger Segen h\u00e4tte flie\u00dfen k\u00f6nnen. Auf jeden Menschen h\u00e4tte die H\u00f6lle gewartet. Das Weizenkorn w\u00e4re allein geblieben (Johannes  12:24). Nie w\u00e4re Gottes Ehre auf der Erde wiederhergestellt worden. Und der gewaltige Ratschluss Gottes? Er w\u00e4re nicht ausgef\u00fchrt worden. Wie unvorstellbar furchtbar anders w\u00e4re alles ohne Golgatha! Und jetzt? Jetzt sehe ich Ihn dort h\u00e4ngen und h\u00f6re, wie Er sagt:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Es ist vollbracht!<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es ist vollbracht, das gro\u00dfe Werk, das schwere.<\/em><br><em>Gott ist gerecht, Ihm ward nun Seine Ehre<\/em><br><em>durch Seinen Sohn, der laut verk\u00fcndet hat;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>|: &#8222;Es ist vollbracht!&#8220; \ud83d\ude10<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Es ist vollbracht! Was Gottes Liebe wollte,<\/em><br><em>was f\u00fcr den S\u00fcnder, den verlornen, sollte<\/em><br><em>zur Rettung und zum ew&#8217;gen Heile sein,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>|: das ist vollbracht. \ud83d\ude10<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>&#8222;Es ist vollbracht!&#8220;, durcht\u00f6nt&#8217;s die Ewigkeiten<\/em><br><em>zu Gottes Lob, zu der Erl\u00f6sten Freuden;<\/em><br><em>sie danken Gott, sie beten Jesus an,<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>|: dass Er&#8217;s vollbracht. \ud83d\ude10<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong><em>Vater, in deine H\u00e4nde \u00fcbergebe ich meinen Geist!<\/em><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Die siebte Aussage am Kreuz<\/h4>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eVater, in deine H\u00e4nde <br>\u00fcbergebe ich meinen Geist!\u201c <\/p><cite>Lukas 23:46<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit lauter Stimme ruft der Heiland. Es ist Seine letzte Aussage am Kreuz, bevor er stirbt. \u201eVater\u201c! So begann auch Seine erste Aussage. Der abh\u00e4ngige Mensch Jesus wendet sich voller Vertrauen an Seinen Vater und rahmt das Werk auf Golgatha so in dieses Vertrauen ein. Lukas hat diese beiden S\u00e4tze aufgeschrieben. Wie passend!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor kurzem, zum Ende der Finsternis hin, hatte Er ebenso laut gerufen: \u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\u201c Jetzt aber ist alles vollendet. Vertrauensvoll kann der Mensch Jesus Seinen Geist in die H\u00e4nde Seines Vaters \u00fcbergeben. Ganz ruhig und sicher \u00fcberl\u00e4sst er Ihm alles, was jetzt weiter geschieht. Der Vater w\u00fcrde Seinen Geist, wenn dieser den K\u00f6rper verlassen w\u00fcrde, in Seine Hand nehmen. Wunderbar dr\u00fcckt David dieses Vertrauen prophetisch in Psalm 16 aus: \u201eMein Fleisch wird in Sicherheit ruhen. Denn meine Seele wirst du dem Scheol nicht \u00fcberlassen, wirst nicht zugeben, dass dein Frommer die Verwesung sehe.\u201c In einzigartiger Weise und in gro\u00dfem Frieden geht der Herr jetzt in den Tod.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Die Juden, die beim Kreuz stehen, kennen auch diese Aussage. <br>David hat sie prophetisch bereits in Psalm 31:6 vorhergesagt. <br>Doch auch dieser Zusammenhang bringt in ihren Herzen keine \u00c4nderung.<\/h5>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:19px\">HERKUNFT: <strong>juengerschaft.org<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button\" href=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/\" style=\"color:#faeb00\">Zur\u00fcck zur Startseite<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div data-object_id=\"4390\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  data-redirect-url=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4390\"  data-display-label=\"1\" data-show-count=\"1\" data-bookmark-label=\"MERKEN\"  data-bookmarked-label=\"GEMERKT\"  data-loggedin=\"0\" data-type=\"post\" data-object_id=\"4390\" class=\"cbxwpbkmarktrig  cbxwpbkmarktrig-button-addto ld-ext-left\" title=\"Bookmark This\" href=\"#\"><span class=\"cbxwpbkmarktrig-icon\"><\/span><span class=\"ld ld-ring ld-spin\"><\/span><span class=\"cbxwpbkmarktrig-label\" >MERKEN (<i class=\"cbxwpbkmarktrig-count\">0<\/i>)<\/span><\/a> <div  data-type=\"post\" data-object_id=\"4390\" class=\"cbxwpbkmarkguestwrap\" id=\"cbxwpbkmarkguestwrap-4390\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head\"><span class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head-label\">Please login to bookmark<\/span><a class=\"cbxwpbkmarkguesttrig_close\" role=\"button\" title=\"Click to close bookmark panel\/modal\" href=\"#\" ><i class=\"cbx-icon\"><?xml version=\"1.0\" encoding=\"utf-8\"?>\n<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><line x1=\"18\" y1=\"6\" x2=\"6\" y2=\"18\"><\/line><line x1=\"6\" y1=\"6\" x2=\"18\" y2=\"18\"><\/line><\/svg><\/i><i class=\"sr-only\">Close<\/i><\/a><\/div><div class=\"cbxwpbkmarkguest-content\">\n<div class=\"cbx-chota\"><div class=\"container\"><div class=\"row\"><div class=\"col-12\"><div class=\"cbx-guest-wrap cbxwpbookmark-guest-wrap\"><div class=\"cbx-guest-login-wrap cbxwpbookmark-guest-login-wrap\"><form name=\"loginform\" id=\"loginform\" action=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-login.php\" method=\"post\"><p class=\"login-username\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_login\">Benutzername oder E-Mail-Adresse<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"text\" name=\"log\" id=\"user_login\" autocomplete=\"username\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-password\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_pass\">Passwort<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"password\" name=\"pwd\" id=\"user_pass\" autocomplete=\"current-password\" spellcheck=\"false\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-remember\"><label><input name=\"rememberme\" type=\"checkbox\" id=\"rememberme\" value=\"forever\" \/> Angemeldet bleiben<\/label><\/p><p class=\"login-submit\">\n\t\t\t\t<input type=\"submit\" name=\"wp-submit\" id=\"wp-submit\" class=\"button button-primary\" value=\"Anmelden\" \/>\n\t\t\t\t<input type=\"hidden\" name=\"redirect_to\" value=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4390\" \/>\n\t\t\t<\/p><\/form><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><p><span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesezeit:<\/span> <span class=\"rt-time\"> 31<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span>Wir werden ewig daran denken,<br \/>\ndass Du am Kreuze f\u00fcr uns starbst,<br \/>\nund unsere Liebe Dir, Herr, schenken, weil du uns ganz f\u00fcr Dich erwarbst! 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