{"id":6222,"date":"2021-03-18T18:28:23","date_gmt":"2021-03-18T17:28:23","guid":{"rendered":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/?p=6222"},"modified":"2021-03-18T18:28:30","modified_gmt":"2021-03-18T17:28:30","slug":"die-offenbarung-ein-geheimnisvolles-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/die-offenbarung-ein-geheimnisvolles-buch\/","title":{"rendered":"Die Offenbarung ein geheimnisvolles Buch ?"},"content":{"rendered":"<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesezeit:<\/span> <span class=\"rt-time\"> 13<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><div data-object_id=\"6222\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  data-redirect-url=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6222\"  data-display-label=\"1\" data-show-count=\"1\" data-bookmark-label=\"MERKEN\"  data-bookmarked-label=\"GEMERKT\"  data-loggedin=\"0\" data-type=\"post\" data-object_id=\"6222\" class=\"cbxwpbkmarktrig  cbxwpbkmarktrig-button-addto ld-ext-left\" title=\"Bookmark This\" href=\"#\"><span class=\"cbxwpbkmarktrig-icon\"><\/span><span class=\"ld ld-ring ld-spin\"><\/span><span class=\"cbxwpbkmarktrig-label\" >MERKEN (<i class=\"cbxwpbkmarktrig-count\">0<\/i>)<\/span><\/a> <div  data-type=\"post\" data-object_id=\"6222\" class=\"cbxwpbkmarkguestwrap\" id=\"cbxwpbkmarkguestwrap-6222\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head\"><span class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head-label\">Please login to bookmark<\/span><a class=\"cbxwpbkmarkguesttrig_close\" role=\"button\" title=\"Click to close bookmark panel\/modal\" href=\"#\" ><i class=\"cbx-icon\"><?xml version=\"1.0\" encoding=\"utf-8\"?>\n<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><line x1=\"18\" y1=\"6\" x2=\"6\" y2=\"18\"><\/line><line x1=\"6\" y1=\"6\" x2=\"18\" y2=\"18\"><\/line><\/svg><\/i><i class=\"sr-only\">Close<\/i><\/a><\/div><div class=\"cbxwpbkmarkguest-content\">\n<div class=\"cbx-chota\"><div class=\"container\"><div class=\"row\"><div class=\"col-12\"><div class=\"cbx-guest-wrap cbxwpbookmark-guest-wrap\"><div class=\"cbx-guest-login-wrap cbxwpbookmark-guest-login-wrap\"><form name=\"loginform\" id=\"loginform\" action=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-login.php\" method=\"post\"><p class=\"login-username\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_login\">Benutzername oder E-Mail-Adresse<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"text\" name=\"log\" id=\"user_login\" autocomplete=\"username\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-password\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_pass\">Passwort<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"password\" name=\"pwd\" id=\"user_pass\" autocomplete=\"current-password\" spellcheck=\"false\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-remember\"><label><input name=\"rememberme\" type=\"checkbox\" id=\"rememberme\" value=\"forever\" \/> Angemeldet bleiben<\/label><\/p><p class=\"login-submit\">\n\t\t\t\t<input type=\"submit\" name=\"wp-submit\" id=\"wp-submit\" class=\"button button-primary\" value=\"Anmelden\" \/>\n\t\t\t\t<input type=\"hidden\" name=\"redirect_to\" value=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6222\" \/>\n\t\t\t<\/p><\/form><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><em>Viele sehen die Offenbarung als geheimnisvolles Buch voller seltsamer Symbole und Bilder. Es hat aber einen klaren und bestimmten historischen Hintergrund.<\/em><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"695\" height=\"513\" src=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/grafik-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6223\" srcset=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/grafik-1.png 695w, https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/grafik-1-300x221.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele sehen das Buch der Offenbarung, manchmal auch Apokalypse genannt, als ein geheimnisvolles Buch voller seltsamer Symbole. Es hat aber einen klaren und bestimmten historischen Hintergrund. Der Apostel Johannes, der sie unter der Inspiration durch Jesus niederschrieb (Offenbarung 1,1), erw\u00e4hnt, wo sie geschrieben wurde und da\u00df sie sich an sieben Gemeinden in Kleinasien richtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie l\u00e4\u00dft sich die Beschreibung dieser Orte mit Entdeckungen aus der Geschichte und der Arch\u00e4ologie vergleichen?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ins Exil nach Patmos<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir erfahren von Johannes, da\u00df er die Offenbarung von der Insel Patmos (Offenbarung 1:9) aus niederschrieb, die sich in der \u00c4g\u00e4is etwa 65&nbsp;km vor der K\u00fcste Kleinasiens (der heutigen T\u00fcrkei) befindet. Patmos ist eine kleine Insel von nur 62 km\u00b2 mit einem hufeisenf\u00f6rmigen K\u00fcstenverlauf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">War es im R\u00f6mischen Reich \u00fcblich, Gefangene auf eine Insel zu verbannen? Der r\u00f6mische Historiker Tacitus (56-120 n.&nbsp;Chr.) erw\u00e4hnt in seinem Buch <em>Annalen<\/em> den Brauch, politische Gefangene auf kleine Inseln zu verbannen (Abschnitt 3,68; 4,30; 15,71).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Patmos, eine felsige, vulkanische und nur d\u00fcnn besiedelte Insel, eignete sich sehr gut f\u00fcr die Entsendung von Gefangenen. Die Verbannung war eine schreckliche Strafe, die oft mit Auspeitschungen der gefesselten Gefangenen vor dem Abtransport verbunden war. In der Verbannung mu\u00dften sie jahrelang Schwerstarbeiten in Steinbr\u00fcchen verrichten. In seinem fortgeschrittenen Alter war das f\u00fcr Johannes sicherlich eine schreckliche Strapaze. Er jedoch bezeichnet es als eine Ehre, an \u201eder Bedr\u00e4ngnis und am Reich und an der Geduld in Jesus\u201c teilhaben zu k\u00f6nnen (Offenbarung 1:9).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Zeit von Johannes\u2019 Exil, traditionsgem\u00e4\u00df 94-96 n.&nbsp;Chr., verzeichnet die Geschichte gewaltt\u00e4tige Christenverfolgungen unter der Herrschaft des r\u00f6mischen Kaisers Domitian (81-96 n.&nbsp;Chr.). Dieser Despot erkl\u00e4rte sich zum Gott und forderte Anbetung von seinen Untertanen, mit Ausnahme der Juden. Das bedeutete, da\u00df jedes Familienoberhaupt einmal im Jahr vor den Beh\u00f6rden zu erscheinen hatte, um Weihrauch f\u00fcr den Kaiser anzuz\u00fcnden und \u00f6ffentlich zu erkl\u00e4ren: \u201eDer Kaiser ist der Herr.\u201c Diejenigen, die sich weigerten, wurden als Verr\u00e4ter gebrandmarkt und entweder zum Tode verurteilt oder in die Verbannung geschickt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da die Christen nur den Herrn Jesus Christus anerkannten, wurden sie gnadenlos verfolgt. Johannes, der letzte noch lebende Apostel von den Zw\u00f6lfen, wurde anscheinend aus diesem Grund verbannt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine Botschaft an die sieben Gemeinden<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend seines Aufenthaltes auf Patmos erhielt Johannes eine lange und komplexe Vision von Jesus mit der Anweisung: <strong>\u201eWas du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea\u201c<\/strong> (Offenbarung 1:11). Wie zutreffend sind laut Arch\u00e4ologie und Geschichtsforschung die Beschreibungen dieser in der Offenbarung erw\u00e4hnten sieben St\u00e4dte?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Interessanterweise nutzte Jesus einige der Charakteristiken jeder dieser St\u00e4dte, um deren Gemeinde geistlich zu beurteilen und die Geschichte seiner Kirche bis zu seiner Wiederkehr prophetisch darzulegen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die erste Gemeinde: Ephesus<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hafenstadt Ephesus war nur eine kurze Strecke von Patmos entfernt. Deshalb h\u00e4tte man leicht einen Brief dorthin schicken k\u00f6nnen, der dann an die \u00fcbrigen von Christus erw\u00e4hnten St\u00e4dte weitergeleitet werden konnte. Arch\u00e4ologen haben die \u00dcberreste der r\u00f6mischen Stra\u00dfen ausgegraben, die von Ephesus bis nach Laodizea f\u00fchrten. \u201eEs ist kein Zufall\u201c, bemerkt John McRay, \u201eda\u00df die Briefe in Offenbarung 2-3 in dieser Reihenfolge angeordnet sind. Mit Ephesus als Anfang verliefen Stra\u00dfen in einem geographischen Halbkreis, zuerst nach Norden, dann nach Osten und weiter s\u00fcdw\u00e4rts nach Laodizea \u2013 und verbanden so die St\u00e4dte in einer Weise, die dem Verlauf einer antiken Poststrecke entsprach\u201c (<em>Archaeology and the New Testament<\/em>, 1997, Seite 242).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Apostel Paulus hatte in Ephesus eine gro\u00dfe Gemeinde gegr\u00fcndet. Nun wandte sich Jesus an die dortigen Christen mit einer prophetischen Botschaft, die auf sie zutraf und gleichzeitig eine Vorhersage \u00fcber die Zukunft der Kirche enthielt. Jesus sagte Johannes: \u201eSchreibe, was du gesehen hast <em>und was ist<\/em> [<strong>zur gegenw\u00e4rtigen Zeit<\/strong>] und <em>was geschehen soll danach<\/em> [<strong>in der Zukunft<\/strong>]\u201c (Offenbarung 1:19, alle Hervorhebungen durch uns). Ein Teil der Botschaft der Offenbarung galt also der Zeit des Johannes, ein weiterer Teil war hingegen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen bestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christus erkannte das Bem\u00fchen der Gl\u00e4ubigen in Ephesus an, trotz vieler Hindernisse am Glauben festzuhalten. \u201eIch kenne deine Werke und deine M\u00fchsal und deine Geduld\u201c, sagte Jesus, \u201eund wei\u00df, da\u00df du die B\u00f6sen nicht ertragen kannst\u201c (Offenbarung 2:2).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Ephesus gab es viel \u00dcbel, das es zu vermeiden galt \u2013 innerhalb und au\u00dferhalb der Gemeinde. Paulus hatte bereits die dortigen \u00c4ltesten der Gemeinde gewarnt: \u201eDenn das wei\u00df ich, da\u00df nach meinem Abschied rei\u00dfende W\u00f6lfe zu euch kommen, die die Herde nicht verschonen werden. Auch aus eurer Mitte werden M\u00e4nner aufstehen, die Verkehrtes lehren, um die J\u00fcnger an sich zu ziehen\u201c (Apostelgeschichte 20:29-30).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem mu\u00dften die Gl\u00e4ubigen in Ephesus den vielen Versuchungen standhalten, die ihnen die sehr beliebte G\u00f6tzenanbetung im heidnischen Tempel bot. Arch\u00e4ologen haben in Ephesus die Ruinen eines der sieben Weltwunder der Antike entdeckt, den Tempel der Diana (Artemis), der auch in der Bibel erw\u00e4hnt wird. Tausende von Priestern und Priesterinnen dienten im Tempel; viele der Priesterinnen widmeten sich auch der kultischen Prostitution.<sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000a440000000000000000_6222\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000a440000000000000000_6222-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-0000000000000a440000000000000000_6222-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\"> Tempelprostitution oder kultische Prostitution ist eine im Altertum vor allem in Indien, \u00c4gypten, Babylonien, Lydien, Numidien und auf Zypern vermutete Form des kultischen Geschlechtsverkehrs von Priesterinnen oder Tempeldienerinnen, meist einer Gottheit der sexuellen Liebe. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tempelprostitution\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wikipedia<\/a><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrhunderte zuvor beschrieb Heraklit, ein ephesischer Philosoph, die Einwohner als \u201enur des Ertr\u00e4nkens w\u00fcrdig, und der Grund, warum [sie] nie lachen oder l\u00e4cheln konnten, war, da\u00df [sie] inmitten einer solch schrecklichen Unreinheit lebten\u201c. Dies war der Ruf des antiken Ephesus. Es w\u00e4re f\u00fcr einen Christen schwierig gewesen, inmitten einer solchen sittenlosen Stadt zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies wissend, gibt Christus den Ephesern Hoffnung darauf, da\u00df sie, wenn sie in ihrem Glauben standhaft bleiben, etwas erhalten werden, was ihnen all die Tempelanbetung der Diana niemals geben konnte \u2013 das Geschenk des ewigen Lebens. \u201eWer \u00fcberwindet\u201c, verspricht er, \u201edem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens [<strong>symbolisch f\u00fcr das ewige Leben<\/strong>], der im Paradies Gottes ist\u201c (Offenbarung 2:7).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Smyrna: Zentrum der Kaiseranbetung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die n\u00e4chste Stadt auf der alten Poststrecke war Smyrna, etwa 65 Kilometer n\u00f6rdlich von Ephesus. Es war eine bl\u00fchende Stadt und das f\u00fchrende Zentrum der Kaiseranbetung. Jesus teilt der Gemeinde von Smyrna mit: \u201eF\u00fcrchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gef\u00e4ngnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedr\u00e4ngnis sein zehn Tage\u201c (Offenbarung 2:10).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Worte hatten nicht nur eine prophetische Bedeutung, sondern auch eine Erf\u00fcllung in den Tagen des Johannes. Die Gl\u00e4ubigen in Smyrna wu\u00dften, da\u00df sie unter Domitian eine Zielscheibe f\u00fcr Verfolgung darstellten, denn die Stadt hatte in ihrer Geschichte eine unersch\u00fctterliche Loyalit\u00e4t zu Rom gezeigt. Die Einwohner waren stolz darauf, da\u00df Smyrna zur \u201efreien Stadt\u201c erkl\u00e4rt worden war, was bedeutete, da\u00df ihre Bewohner das Recht zur Selbstverwaltung hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eLange bevor Rom die unbestrittene Herrin der Welt war\u201c, merkt William Barclay an, \u201ehatte Smyrna sich bereits mit ihr verb\u00fcndet und hielt in fester Treue zu ihr. Cicero [ein r\u00f6mischer Redner] nannte Smyrna ,eine unserer treuesten und \u00e4ltesten Verb\u00fcndeten\u2018 &#8230; So stark war die Verehrung Smyrnas f\u00fcr Rom, da\u00df sie bereits im Jahre 195 v.&nbsp;Chr. als erste Stadt der Welt einen Tempel f\u00fcr die G\u00f6ttin Roma errichtete\u201c (<em>Letters to the Seven Churches<\/em>, 1957, Seite 29).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die einzige M\u00f6glichkeit, wie Christen sich an diesem Ort unbehelligt aufhalten konnten, bestand darin, da\u00df sie ein Zertifikat mit sich trugen, das best\u00e4tigte, da\u00df sie dem Kaiser Weihrauch geopfert und ihn zum Herrn erkl\u00e4rt hatten. Unter den antiken Papyrusbriefen, die Arch\u00e4ologen gefunden haben, befindet sich einer mit einer entsprechenden Bitte und ein weiterer mit einem begleitenden Zertifikat, in dem erkl\u00e4rt wird: \u201eWir, die Repr\u00e4sentanten des Kaisers, Serenos und Hermas, haben dich Opfer darbringen sehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Christen in Smyrna fanden wegen der strengen Verfolgung den Tod. Christus ermutigte sie deshalb und erinnerte sie daran, da\u00df er ihnen etwas anbot, was die Kaiseranbetung niemals bieten konnte \u2013 die Chance, ewig zu leben. Er ermahnte sie: \u201eWer \u00fcberwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tode\u201c (Offenbarung 2:11).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pergamon: \u201eWo Satans Thron ist\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chste Stadt auf der r\u00f6mischen Poststrecke kommt Pergamon, die r\u00f6mische Hauptstadt Kleinasiens. Diese Stadt sollte nie die wirtschaftliche Gr\u00f6\u00dfe von Ephesus oder Smyrna erreichen, aber sie war das unbestreitbare Zentrum der religi\u00f6sen, medizinischen und k\u00fcnstlerischen Kultur der Region. Die ber\u00fchmte Bibliothek der Stadt mit \u00fcber 200&nbsp;000 Pergamentrollen fand h\u00f6chstens in der Bibliothek von Alexandria in \u00c4gypten ihresgleichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christus sagt der Gemeinde von Pergamon: \u201eIch wei\u00df, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist\u201c (Offenbarung 2:13). Erneut hatte diese Prophezeiung eine buchst\u00e4bliche Erf\u00fcllung und diente gleichzeitig als eine Beschreibung zuk\u00fcnftiger Zeiten f\u00fcr die Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erw\u00e4hnung von Satans Thron in Pergamon bezieht sich h\u00f6chstwahrscheinlich auf die ber\u00fchmte Anbetung seiner beliebtesten Gottheit, des Schlangengottes Asklepios Soter [\u00c4skulap], dessen lateinisches \u00c4quivalent \u201edie die Menschen unterrichtende Schlange und Erl\u00f6ser\u201c bedeutet. Der Schlangengott war kein anderer als Satan, den die Offenbarung als \u201edie alte Schlange, die da hei\u00dft: Teufel und Satan\u201c beschreibt (Offenbarung 12:9). Pergamon war so sehr f\u00fcr die Anbetung dieses Gottes ber\u00fchmt, der angeblich die Kranken heilte, da\u00df diese Gottheit \u201eder pergamonische Gott\u201c genannt wurde. Viele der in Pergamon entdeckten M\u00fcnzen zeigen ein Abbild der Schlange.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00dcberreste des Schreines des Asklepios wurden von Arch\u00e4ologen ausgegraben. \u201eEin 140&nbsp;m langes Teilst\u00fcck des weitesten Abschnitts wurde ausgegraben und restauriert, so da\u00df Besucher des Ortes einen wundersch\u00f6nen Zugang zum Asklepeion erfahren k\u00f6nnen\u201c, schreibt John McRay. \u201eDem Asklepios Soter gewidmet, dem Gott der Heilkunst, war das Asklepeion eine Art Mayo-Klinik der Antike &#8230; Zahlreiche Behandlungsr\u00e4ume, Schlafr\u00e4ume (f\u00fcr Inkubation und Autosuggestion im Rahmen einer psychiatrischen Behandlung), Besprechungsr\u00e4ume und Tempel befanden sich dort &#8230; Patienten, die zum Schrein kamen, glaubten, da\u00df Asklepios sie heilen w\u00fcrde. Es gab in der antiken Welt keine sp\u00fcrbare Diskrepanz zwischen Wissenschaft und Religion\u201c (McRay, Seite 271-272).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAus der ganzen Welt\u201c, f\u00fcgt William Barclay hinzu, \u201estr\u00f6mten die Menschen nach Pergamon, um Linderung f\u00fcr ihre Krankheiten zu finden. R.&nbsp;H. Charles hat Pergamon ,das Lourdes der antiken Welt\u2018 genannt &#8230; So fand die heidnische Religion ihr Zentrum in Pergamon. Es gab die Anbetung von Athena und Zeus, mit ihrem gro\u00dfartigen Altar, der das Stadtbild dominierte [heute teilweise restauriert im Pergamonmuseum von Berlin zu finden]. Es gab die Anbetung des Asklepios, die kranke Menschen von nah und fern herbeieilen lie\u00df, und \u00fcber allem stand die Forderung nach der Kaiseranbetung, die wie ein giftiges Schwert \u00fcber den H\u00e4uptern der Christen hing\u201c (<em>The Daily Study Bible<\/em>, Erl\u00e4uterungen zu Offenbarung 2:12-17).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Ursprung der Schlangenanbetung in Pergamon<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie fand die Schlangenanbetung in Pergamon ihren Anfang? Einige Historiker f\u00fchren sie auf den Zusammenbruch des babylonischen Reiches zur\u00fcck, als einige chald\u00e4ische Priester ihr religi\u00f6ses Zentrum in Pergamon errichteten. \u201eDie besiegten Chald\u00e4er flohen nach Kleinasien und errichteten ihre zentrale Lehrst\u00e4tte in Pergamon\u201c, schreibt der Historiker William Barker in seinem Buch <em>Lares and Penates of Cilicia<\/em> (1853, Seite 232).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Alte Testament hat Satans aktiven Hauptsitz im antiken Babylon lokalisiert, wo die Lehren seiner Mysterienreligion \u201ealle Welt trunken gemacht hat\u201c (Jeremia 51:7). Das w\u00fcrde seine religi\u00f6se Nachfolgerin, Pergamon, vor\u00fcbergehend zum neuen \u201eThron Satans\u201c der babylonischen Mysterienreligion machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDieser Sitz\u201c, kommentiert Alexander Hislop, \u201ebefand sich nach dem Tode Belsazars [des letzten babylonischen K\u00f6nigs] und der Vertreibung der chald\u00e4ischen Priesterschaft aus Babylon durch die medopersischen K\u00f6nige in Pergamon, wo sp\u00e4ter eine der sieben Gemeinden Asiens war. Dort war infolgedessen jahrhundertelang der ,Thron Satans\u2018 (Offenbarung 2:13).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dort war unter der Obhut der vergotteten K\u00f6nige von Pergamon sein bevorzugter Aufenthaltsort, und dort wurde die Verehrung von \u00c4skulap in Gestalt der Schlange &#8230; gefeiert &#8230; Pergamon selbst wurde ein Teil bzw. eine Parzelle des r\u00f6mischen Reiches, als der letzte K\u00f6nig Attalus&nbsp;III. bei seinem Tode im Jahre 133 v.&nbsp;Chr. per Testament all seine Herrschaftsgebiete dem r\u00f6mischen Volk \u00fcberlie\u00df\u201c (<em>Von Babylon nach Rom<\/em>, 1997, Seite 219-220).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf diesem Weg waren zur Zeit des Johannes die r\u00f6mischen Kaiser bereits zu Erben von \u201eSatans Thron\u201c geworden. Sp\u00e4ter, als das R\u00f6mische Reich zusammenbrach, erbte seine Nachfolgerin, das Heilige R\u00f6mische Reich, diese Rolle. Es ist beachtenswert, da\u00df Offenbarung 17:4-5 bzw. Offenbarung 17:18 ein m\u00e4chtiges religi\u00f6ses System aus der antiken Vergangenheit enth\u00fcllt, das in der Endzeit wieder \u00fcber die Nationen herrschen und als \u201eein Geheimnis: Das gro\u00dfe Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden\u201c zu identifizieren sein wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kompromi\u00dfbereitschaft in Thyatira<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwa 65 km \u00f6stlich von Pergamon lag Thyatira, eine Stadt, die wegen ihres Handels mit Wolle und Textilien Bedeutung erlangt hatte. Als die Stadt 1968-71 ausgegraben wurde, zeigten die architektonischen \u00dcberreste, da\u00df Thyatira die typischen, im r\u00f6mischen Stil angefertigten S\u00e4uleng\u00e4nge und \u00f6ffentlichen Geb\u00e4ude hatte, sowie einen Tempel der G\u00f6ttin Artemis. Die Stadt war besonders f\u00fcr ihre wollenen Feintextilien bekannt, die gew\u00f6hnlich in einer Farbschattierung gef\u00e4rbt wurden, die den Namen thyatirischer Purpur erhielt. Aus Thyatira stammt auch Lydia, eine Purpurh\u00e4ndlerin, die zum Christentum bekehrt wurde (Apostelgeschichte 16:14). Inschriften der Stadt belegen die Existenz von Handelsgilden, von denen viele im Zusammenhang mit der m\u00e4chtigen Textilindustrie standen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christus sagt \u00fcber diese Gemeinde: \u201eIch kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben und deinen Dienst und deine Geduld und wei\u00df, da\u00df du je l\u00e4nger je mehr tust. Aber ich habe gegen dich, da\u00df du Isebel duldest, diese Frau, die sagt, sie sei eine Prophetin, und lehrt und verf\u00fchrt meine Knechte, Hurerei zu treiben und G\u00f6tzenopfer zu essen\u201c (Offenbarung 2:19-20).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da Thyatira ein religi\u00f6ses Zentrum war und der Sitz m\u00e4chtiger Gilden, die von ihren Arbeitern eine religi\u00f6se Teilnahme an ihren Festgelagen forderten, fiel es Christen schwer, den G\u00f6tzendienst zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie m\u00e4chtigen Handelsgilden in jener Stadt\u201c, schreibt Leon Morris, \u201eh\u00e4tten es einem Christen sehr schwer gemacht, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ohne Mitglied einer der Gilden zu sein. Mitgliedschaft erforderte aber die Teilnahmen an Festgelagen der Gilde, und das wiederum bedeutete Fleisch zu essen, das zuvor einem G\u00f6tzen geweiht worden war. Was also sollte ein Christ tun? Wenn er sich nicht anpa\u00dfte, verlor er seine Arbeitsstelle&nbsp;&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lehren von Isebel [wahrscheinlich ein symbolischer Name] gingen anscheinend davon aus, da\u00df ein G\u00f6tze bedeutungslos war und Christen deshalb an solchen Mahlzeiten teilnehmen durften. Die Tatsache, da\u00df solche Festgelage allzu leicht zu sexuellen Ausschweifungen f\u00fchrten, verschlimmerte die Situation noch. Wir k\u00f6nnen nachvollziehen, da\u00df manche Christen eine H\u00e4resie mit einer solchen Lehre willkommen hei\u00dfen w\u00fcrden. Diese erm\u00f6glichte es ihnen, sich als Christen zu bekennen, w\u00e4hrend sie gleichzeitig allem Anschein nach oder auch in der Tat an den sittenlosen heidnischen Ausschweifungen teilnahmen\u201c (<em>Tyndale New Testament Commentaries<\/em>, 1975, Seite 71).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christus erinnert die Gl\u00e4ubigen in Thyatira daran, da\u00df sie sich von dieser weltlichen Gesellschaft l\u00f6sen m\u00fcssen, ganz gleich wie verlockend sie auch erscheinen mag, und keine Kompromisse mit der Unmoral eingehen d\u00fcrfen. Er verspricht treuen Christen in Thyatira, da\u00df sie nicht in thyatirischem Purpur, ein Gewebe, das meistens von den r\u00f6mischen K\u00f6nigsh\u00e4usern getragen wurde, sondern bei seinem Kommen mit dem geistlichen Mantel der Herrschaft \u00fcber alle Nationen bekleidet werden w\u00fcrden: \u201eWer \u00fcberwindet und h\u00e4lt meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben \u00fcber die Heiden, und er soll sie weiden mit eisernem Stabe\u201c (Offenbarung 2:26-27).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sardes: Ermahnung zur Wachsamkeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit seinem Sitz \u00fcber dem reichen Hermostal befand sich Sardes etwa 50 km s\u00fcdlich von Thyatira. Die Stadt war im Prinzip ein gewaltiger Wachturm und galt als uneinnehmbar. F\u00fcnf Stra\u00dfen liefen am Fu\u00dfe der Stadt zusammen und trugen zu Sardes\u2019 Stellung als gro\u00dfes Handelszentrum bei. Der Reichtum der Stadt, die unter dem opulenten K\u00f6nig Kr\u00f6sus die Hauptstadt des lydischen Reiches gewesen war, war legend\u00e4r.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christus ermahnt diese Gemeinde: <em>\u201eWerde wach<\/em> und st\u00e4rke das andre, das sterben will, denn ich habe deine Werke nicht als vollkommen befunden vor meinem Gott\u201c (Offenbarung 3:2). Die Christen in Sardes konnten sich sehr gut mit einer Mahnung zur Wachsamkeit identifizieren. Die einzigen beiden Male, bei denen Sardes erobert worden war, waren die Folge einer zu gro\u00dfen Sorglosigkeit und mangelnder Aufmerksamkeit der Bewohner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als der K\u00f6nig Cyrus von Persien die Stadt belagerte, schenkten die Sarder hoch oben in ihrer Bergfestung den Eindringlingen kaum Beachtung. Cyrus konnte keinen Weg ausfindig machen, \u00fcber den er in die Bergfestung eindringen konnte. Er bot dem Soldaten eine Belohnung, der einen Pfad zur Festung entdecken w\u00fcrde. Einige Zeit sp\u00e4ter beobachtete ein aufmerksamer persischer Soldat einen der Verteidiger, der aus Versehen seinen Helm oben aus der Festung hatte fallen lassen. Der unvorsichtige Soldat kletterte einen geheimen Pfad ins Tal hinunter, um seinen Helm zur\u00fcckzuholen. Noch in der gleichen Nacht f\u00fchrten die Perser ihre Truppen \u00fcber den gleichen Pfad nach oben. Zu ihrer \u00dcberraschung war die Wachstelle unbemannt. Die W\u00e4chter waren zum Schlafen nach Hause gegangen, weil sie eine Nachtwache f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig hielten \u2013 in der Folge fiel Sardes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unglaublicherweise wiederholten sich diese Abl\u00e4ufe einige Jahrhunderte sp\u00e4ter, als ein griechischer General die Stadt belagerte. Nach einem Jahr der Belagerung schienen die Griechen jegliche Hoffnung auf eine Einnahme der Stadt aufgegeben zu haben. Dann lie\u00df ein sardischer Soldat seinen Helm fallen und holte ihn sich aus dem Tal. In derselben Nacht stiegen einige M\u00e4nner unter den Griechen den steilen Abhang hinauf. Als sie oben ankamen, war der Ort erneut unbewacht. Die Einwohner von Sardes hatten ihre Lektion vergessen und die Stadt fiel erneut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christus nutzt diese Lektion zu einer kraftvollen geistlichen Ermahnung an seine Kirche: \u201eWenn du aber <em>nicht wachen wirst<\/em>, werde ich kommen <em>wie ein Dieb<\/em>, und du wirst nicht wissen, zu welcher Stunde ich \u00fcber dich kommen werde\u201c (Offenbarung 3:3).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Treue in Philadelphia<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwa 40 km s\u00fcd\u00f6stlich von Sardes liegt die Stadt Philadelphia, die j\u00fcngste der sieben St\u00e4dte. Eine kaiserliche Stra\u00dfe f\u00fchrte von Rom \u00fcber Philadelphia nach Osten, weshalb die Stadt als \u201edas Tor zum Osten\u201c bekannt war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesu Botschaft an diese Gemeinde lautet: \u201eSo spricht er, der heilig ist und Treue h\u00e4lt &#8230; Ich komme bald! Haltet fest, was ihr habt, damit euch niemand den Siegeskranz streitig macht! Alle, die durchhalten und den Sieg erringen, werde ich zu einer S\u00e4ule im Tempel meines Gottes machen, und sie werden immer darin bleiben\u201c (Offenbarung 3:7;\u00a0Offenbarung 3:11-12).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus betont seine Treue zu seinen wahren Nachfolgern und ermahnt sie, ihm ebenfalls in gleicher Weise treu zu bleiben: Wenn sie an seinem Wort festhalten, wird er ihnen eine Krone geben, so da\u00df sie mit ihm zusammen in seinem Reich herrschen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir finden in diesem Abschnitt als herausragendes Thema die br\u00fcderliche Treue. Die Gl\u00e4ubigen in Philadelphia verstanden dieses Thema, denn <em>Philadelphia<\/em> bedeutet \u201ebr\u00fcderliche Liebe\u201c und war nach der Liebe benannt, die der K\u00f6nig, der sie gr\u00fcndete, f\u00fcr seinen Bruder hegte. Die Stadt war von Attalus&nbsp;II. (159-138 v.&nbsp;Chr.) gegr\u00fcndet worden, der Philadelphus (\u201eder den Bruder Liebende\u201c) genannt wurde \u2013 wegen seiner treuen Zuneigung zu seinem Bruder, K\u00f6nig Eumenes&nbsp;II. von Pergamon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Lebenszeit seines Bruders war Attalus&nbsp;II. dessen treuester Gehilfe. Er kommandierte die Streitkr\u00e4fte seines Bruders in mehreren Kriegen erfolgreich und wurde sp\u00e4ter zu seinem zuverl\u00e4ssigsten Botschafter bei dessen Verb\u00fcndetem, Rom. Dort gewann er den Respekt und die Bewunderung der R\u00f6mer f\u00fcr seine br\u00fcderliche Treue.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <em>New Bible Dictionary<\/em> kommentiert: \u201eSo wie Philadelphus f\u00fcr seine Treue zu seinem Bruder ber\u00fchmt war, so ererbt und erf\u00fcllt die Kirche, das wahre Philadelphia, dessen Charakter durch ihre feste Treue zu Christus\u201c (1982, \u201ePhiladelphia\u201c, Seite 926).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Laodizea: Mahnung zur Reue<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzte Stadt auf der Strecke war Laodizea, 70 km s\u00fcd\u00f6stlich von Philadelphia. Als Kreuzweg dreier Hauptstra\u00dfen war die Stadt eines der reichsten Handelszentren der antiken Welt. Die Laodiz\u00e4er waren f\u00fcr die Produktion gl\u00e4nzender, schwarzer Wollbekleidung bekannt und r\u00fchmten sich eines herausragenden medizinischen Zentrums, das auf die Herstellung von Augensalben spezialisiert war. Durch ihren Reichtum wurde die Stadt auch zum Finanzzentrum der Region.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus sagt der dortigen Gemeinde: \u201eIch kenne deine Werke, da\u00df du weder kalt noch warm bist. Ach, da\u00df du kalt oder warm w\u00e4rest! &#8230; Du\u00a0&#8230; wei\u00dft nicht, da\u00df du elend und j\u00e4mmerlich bist, arm, blind und blo\u00df. Ich rate dir, da\u00df du Gold von mir kaufst, das im Feuer gel\u00e4utert ist, damit du reich werdest, und wei\u00dfe Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Bl\u00f6\u00dfe nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen m\u00f6gest\u201c (Offenbarung 3:15;\u00a0Offenbarung 3:17-18).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Arch\u00e4ologen haben das Hauptaqu\u00e4dukt von Laodizea entdeckt. Das Wasser, das aus dem S\u00fcden hergeleitet wurde, war reichhaltig an Mineralien. R\u00f6mische Ingenieure bauten oben \u00d6ffnungen ein, um die Mineralablagerungen zu entfernen, bevor sie die Leitungen verstopften. \u201eTrotz all ihres Reichtums hatte die Stadt Wasser von minderer Qualit\u00e4t\u201c, merkt der <em>Expositor\u2019s Bible Commentary<\/em> an. \u201eDas Wasser stammte entweder von nahegelegenen hei\u00dfen Quellen und wurde auf eine lauwarme Temperatur heruntergek\u00fchlt oder es stammte aus einer k\u00e4lteren Quelle und erw\u00e4rmte sich auf dem Weg durch das Aqu\u00e4dukt\u201c (Erl\u00e4uterungen zu Offenbarung 3).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus benutzt das lauwarme und schlechtschmeckende Wasser der Laodiz\u00e4er, um darauf hinzuweisen, da\u00df ihr armseliger geistlicher Zustand gleichsam absto\u00dfend f\u00fcr ihn war. Er warnt sie, da\u00df er sie zur\u00fcckweisen wird, wenn sie ihren geistlichen Zustand nicht umgehend verbessern. Als Gegenbeispiel beschreibt er sp\u00e4ter diejenigen, die ihm treu sind, als \u201edie, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus\u201c (Offenbarung 14:12).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn ihre Textilien weltber\u00fchmt waren, sagt Jesus den Laodiz\u00e4ern, da\u00df sich ihre \u201egeistlichen Kleider\u201c in einem erb\u00e4rmlichen Zustand befinden. Er r\u00e4t ihnen, ihre Aufmerksamkeit lieber darauf zu richten, von ihm die geistliche Kleidung echter Gerechtigkeit zu erwerben, die er sp\u00e4ter als sch\u00f6nes reines Leinen beschreibt: \u201eDas Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen\u201c (Offenbarung 19:8).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als n\u00e4chstes warnte Jesus die laodiz\u00e4ischen Christen, die blind gegen\u00fcber ihrem wahren geistlichen Zustand waren, da\u00df das \u201ephrygische Pulver\u201c, das in ihrem medizinischen Zentrum als Augensalbe gemixt wurde, letztendlich nutzlos war. Er riet ihnen, stattdessen seine wahre geistliche Augensalbe zu nutzen, so da\u00df sie klar sehen und ihren Hang zu Kompromissen bereuen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuletzt ermahnt Christus sie noch, ihr Vertrauen nicht in ihren physischen Wohlstand zu setzen, sondern in ihn, der in ihnen das wahre Gold entwickeln kann, das aus der \u00dcberwindung in Pr\u00fcfungen und der Entwicklung von gerechtem, geistlichem Charakter erw\u00e4chst. Dieser solide Ratschlag ist von dauerhaftem Wert f\u00fcr die ganze Kirche zu allen Zeiten in ihrer Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was der Apostel Paulus in 2. Timotheus 3:16-17 geschrieben hat: \u201eAlle Schrift, von Gott eingegeben, ist n\u00fctze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, da\u00df der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.\u201c findet sich auch hier wieder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">HERKUNFT: www.gutenachrichten.org<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button\" href=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/\" style=\"color:#faeb00\">Zur\u00fcck zur Startseite<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div data-object_id=\"6222\" 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