{"id":6489,"date":"2021-04-17T10:38:31","date_gmt":"2021-04-17T08:38:31","guid":{"rendered":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/?p=6489"},"modified":"2021-04-21T17:19:12","modified_gmt":"2021-04-21T15:19:12","slug":"soli-deo-gloria","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/soli-deo-gloria\/","title":{"rendered":"SOLI DEO GLORIA"},"content":{"rendered":"<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesezeit:<\/span> <span class=\"rt-time\"> 8<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><div data-object_id=\"6489\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  data-redirect-url=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6489\"  data-display-label=\"1\" data-show-count=\"1\" data-bookmark-label=\"MERKEN\"  data-bookmarked-label=\"GEMERKT\"  data-loggedin=\"0\" data-type=\"post\" data-object_id=\"6489\" class=\"cbxwpbkmarktrig  cbxwpbkmarktrig-button-addto ld-ext-left\" title=\"Bookmark This\" href=\"#\"><span class=\"cbxwpbkmarktrig-icon\"><\/span><span class=\"ld ld-ring ld-spin\"><\/span><span class=\"cbxwpbkmarktrig-label\" >MERKEN (<i class=\"cbxwpbkmarktrig-count\">0<\/i>)<\/span><\/a> <div  data-type=\"post\" data-object_id=\"6489\" class=\"cbxwpbkmarkguestwrap\" id=\"cbxwpbkmarkguestwrap-6489\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head\"><span class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head-label\">Please login to bookmark<\/span><a class=\"cbxwpbkmarkguesttrig_close\" role=\"button\" title=\"Click to close bookmark panel\/modal\" href=\"#\" ><i class=\"cbx-icon\"><?xml version=\"1.0\" encoding=\"utf-8\"?>\n<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><line x1=\"18\" y1=\"6\" x2=\"6\" y2=\"18\"><\/line><line x1=\"6\" y1=\"6\" x2=\"18\" y2=\"18\"><\/line><\/svg><\/i><i class=\"sr-only\">Close<\/i><\/a><\/div><div class=\"cbxwpbkmarkguest-content\">\n<div class=\"cbx-chota\"><div class=\"container\"><div class=\"row\"><div class=\"col-12\"><div class=\"cbx-guest-wrap cbxwpbookmark-guest-wrap\"><div class=\"cbx-guest-login-wrap cbxwpbookmark-guest-login-wrap\"><form name=\"loginform\" id=\"loginform\" action=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-login.php\" method=\"post\"><p class=\"login-username\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_login\">Benutzername oder E-Mail-Adresse<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"text\" name=\"log\" id=\"user_login\" autocomplete=\"username\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-password\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_pass\">Passwort<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"password\" name=\"pwd\" id=\"user_pass\" autocomplete=\"current-password\" spellcheck=\"false\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-remember\"><label><input name=\"rememberme\" type=\"checkbox\" id=\"rememberme\" value=\"forever\" \/> Angemeldet bleiben<\/label><\/p><p class=\"login-submit\">\n\t\t\t\t<input type=\"submit\" name=\"wp-submit\" id=\"wp-submit\" class=\"button button-primary\" value=\"Anmelden\" \/>\n\t\t\t\t<input type=\"hidden\" name=\"redirect_to\" value=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6489\" \/>\n\t\t\t<\/p><\/form><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gott allein (sei) die Ehre<\/h3>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Psalm 107 ist ein Dankpsalm<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Psalm 107<\/strong><sup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop \" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"0000000000000a3d0000000000000000_6489\"><a href=\"javascript:void(0)\"  role=\"button\" aria-pressed=\"false\" aria-describedby=\"mfn-content-0000000000000a3d0000000000000000_6489-1\">1<\/a><\/sup><span id=\"mfn-content-0000000000000a3d0000000000000000_6489-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">1 \u00bbDankt dem Herrn, denn er ist g\u00fctig, denn seine Gnade w\u00e4hrt ewiglich!\u00ab<br>2 So sollen sagen die Erl\u00f6sten des Herrn, die er erl\u00f6st hat aus der Hand des Bedr\u00e4ngers<br>3 und die er gesammelt hat aus den L\u00e4ndern, von Osten und von Westen, von Norden und vom Meer.<br>4 Sie irrten umher in der W\u00fcste, auf \u00f6dem Weg; sie fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten.<br>5 Hungrig und durstig waren sie, ihre Seele verschmachtete in ihnen.<br>6 Da schrieen sie zum Herrn in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren \u00c4ngsten<br>7 und f\u00fchrte sie auf den rechten Weg, da\u00df sie zu einer Stadt gelangten, in der sie wohnen konnten.<br>8 Sie sollen dem Herrn danken f\u00fcr seine Gnade und f\u00fcr seine Wunder an den Menschenkindern!<br>9 Denn er hat die durstige Seele getr\u00e4nkt und die hungrige Seele mit Gutem erf\u00fcllt!<br>10 Die in Finsternis und Todesschatten sa\u00dfen, gebunden in Elend und Eisen,<br>11 weil sie den Worten Gottes widerstrebt und den Rat des H\u00f6chsten verachtet hatten,<br>12 so da\u00df er ihr Herz durch Ungl\u00fcck beugte \u2013<br>12 sie strauchelten, und niemand half ihnen.<br>13 Da schrieen sie zum Herrn in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren \u00c4ngsten.<br>14 Er f\u00fchrte sie heraus aus Finsternis und Todesschatten und zerri\u00df ihre Fesseln.<br>15 Sie sollen dem Herrn danken f\u00fcr seine Gnade und f\u00fcr seine Wunder an den Menschenkindern.<br>16 Denn er hat eherne T\u00fcren zerbrochen und eiserne Riegel zerschlagen!<br>17 Die Toren litten wegen ihres s\u00fcndigen Wandels und um ihrer Ungerechtigkeit willen.<br>18 Ihre Seele verabscheute alle Nahrung, und sie gelangten bis an die Pforten des Todes.<br>19 Da schrieen sie zum Herrn in ihrer Not, und er rettete sie aus ihren \u00c4ngsten.<br>20 Er sandte sein Wort und machte sie gesund und lie\u00df sie aus ihren Gr\u00e4bern entkommen.<br>21 Sie sollen dem Herrn danken f\u00fcr seine Gnade und f\u00fcr seine Wunder an den Menschenkindern!<br>22 Sie sollen ihm Dankopfer bringen und jubelnd seine Taten erz\u00e4hlen!<br>23 Die in Schiffen sich aufs Meer begaben und Handel trieben auf gro\u00dfen Wassern,<br>24 die sahen die Werke des Herrn und seine Wunder auf hoher See.<br>25 Er sprach und erregte einen Sturmwind, der die Wellen in die H\u00f6he warf;<br>26 sie fuhren empor zum Himmel und hinab zur Tiefe, und ihre Seele verging vor Angst;<br>27 sie taumelten und schwankten wie ein Trunkener, und alle ihre Weisheit war dahin.<br>28 Da schrieen sie zum Herrn in ihrer Not, und er f\u00fchrte sie heraus aus ihren \u00c4ngsten.<br>29 Er stillte den Sturm, da\u00df er schwieg und die Wellen sich beruhigten;<br>30 und jene freuten sich, da\u00df sie sich legten; und er f\u00fchrte sie in den ersehnten Hafen.<br>31 Sie sollen dem Herrn danken f\u00fcr seine Gnade und f\u00fcr seine Wunder an den Menschenkindern;<br>32 sie sollen ihn erheben in der Versammlung des Volkes und ihn r\u00fchmen im Rat der \u00c4ltesten!<br>33 Er machte Str\u00f6me zur W\u00fcste und Wasserquellen zu d\u00fcrstendem Land,<br>34 fruchtbares Land zur Salzw\u00fcste wegen der Bosheit derer, die es bewohnten.<br>35 Er machte aber auch die W\u00fcste zum Wasserteich und d\u00fcrres Land zu Wasserquellen;<br>36 und er lie\u00df Hungrige dort siedeln, und sie gr\u00fcndeten eine Stadt, in der sie wohnen konnten.<br>37 Und sie s\u00e4ten \u00c4cker an und pflanzten Weinberge, die reichen Ertrag an Fr\u00fcchten brachten;<br>38 und er segnete sie, da\u00df sie sich stark mehrten, und auch ihr Vieh lie\u00df er nicht wenig sein.<br>39 Dann aber nahmen sie ab und wurden gebeugt durch Bedr\u00fcckung, Ungl\u00fcck und Kummer.<br>40 Auf F\u00fcrsten go\u00df er Verachtung aus und lie\u00df sie umherirren in unwegsamer \u00d6de;<br>41 den Armen aber hob er aus dem Elend empor und mehrte sein Geschlecht wie eine Herde.<br>42 Die Redlichen werden es sehen und sich freuen, und alle Bosheit wird ihr Maul verschlie\u00dfen!<br>43 Wer weise ist, wird dies beachten, und er wird die Gnadenerweise des Herrn verstehen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"209\" src=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/grafik-6-1024x209.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6501\" srcset=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/grafik-6-1024x209.png 1024w, https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/grafik-6-300x61.png 300w, https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/grafik-6-768x157.png 768w, https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/grafik-6.png 1343w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er beginnt mit Worten, die uns als Tischgebet wohl vertraut sind: <strong>\u201eDanket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\u201c<\/strong> In seinem Hauptteil enth\u00e4lt dieser Psalm vier Beispiele von Not\u00adsituationen, in denen Gott geholfen hat: erstens verirrt in der W\u00fcste, zweitens gefangen, drittens von Schuld\u00adgef\u00fchlen gequ\u00e4lt, viertens schiff\u00adbr\u00fcchig. Jede dieser vier Not\u00adsituationen wird nach demselben Schema beschrieben in den Schritten Not&nbsp;\u2013 Hilferuf&nbsp;\u2013 Rettung&nbsp;\u2013 Dank. Der Dank ist dabei stets der Zielpunkt; es handelt sich wie gesagt um einen Dankpsalm. Unser Predigttext redet von der ersten der vier Not\u00adsituationen: verirrt in der W\u00fcste. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-stevehenty-drop-shadow-box dropshadowboxes-container\" style=\"width:auto\"><div class=\"dropshadowboxes-drop-shadow dropshadowboxes-lifted-both dropshadowboxes-rounded-corners dropshadowboxes-inside-and-outside-shadow\" style=\"background-color:#FFFFFF;border-style:solid;border-width:3px;border-color:#DDDDDD;width:;padding:13px\"><div>\n<h3 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Lasst uns daran die genannten Schritte nach\u00advollziehen: Not&nbsp;\u2013 Hilferuf&nbsp;\u2013 Rettung&nbsp;\u2013 Dank.<\/h3>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Da wird also zun\u00e4chst die <em>Not<\/em> ge\u00adschildert<\/strong>: <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Menschen haben sich in der W\u00fcste verirrt. Sie sehen keine Wegspur mehr, die sie zu irgendeiner Siedlung f\u00fchren k\u00f6nnte. Sie haben kein Dach \u00fcber dem Kopf, m\u00fcssen im Freien \u00fcber\u00adnachten. Hunger plagt sie und Durst, vor allem aber Todesangst. Ihre \u201eSeelen ver\u00adschmachten\u201c, hei\u00dft es da; sie sind im Begriff, zu verhungern und zu verdursten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So etwas gibt es ja tats\u00e4chlich heute noch: dass Touristen sich beim Abenteuer\u00adurlaub in der W\u00fcste verirren, oder dass ihr Gel\u00e4nde\u00adwagen stecken bleibt, und dass sie dann umherirren, keine Menschen\u00adseele finden, Hunger und Durst leiden. Oder ich denke an den Piloten und Schrift\u00adsteller Saint-Exupery, der mit seinem Flugzeug eine Bruch\u00adlandung in der Sahara hatte und die Not der folgenden W\u00fcstentage sp\u00e4ter sehr anschaulich auf\u00adgeschrieben hat. Das sind allerdings Extrem\u00adsituationen, und ich nehme mal an, dass keiner von uns bisher so etwas am eigenen Leibe erfahren hat. Trotzdem haben auch wir W\u00fcsten\u00aderfahrungen&nbsp;\u2013 im \u00fcber\u00adtragenen Sinn. Wir f\u00fchlen uns manchmal wie einer, der in der W\u00fcste umherirrt, keinen ver\u00adn\u00fcnftigen Weg mehr findet und am Ende vielleicht feststellen muss, dass er lange Zeit nur im Kreis gelaufen ist. So geht uns das bei vielen Ent\u00adscheidungen im Leben: Wir sehen nicht klar, andere Menschen k\u00f6nnen uns auch nicht helfen oder geben uns wider\u00adspr\u00fcchliche Ratschl\u00e4ge, wir entscheiden halbherzig mal so und mal so und merken am Ende, dass wir immer noch in der W\u00fcste der Orien\u00adtierungs\u00adlosigkeit sind. Wir f\u00fchlen uns auch manchmal wie einer, der in der W\u00fcste Heimweh hat: Da ist kein Ort, wo man wirklich \u201ebleiben kann\u201c, wie es im Bibelwort hei\u00dft, keine Heimat, keine St\u00e4tte, wo man sich vollkommen zu Hause f\u00fchlt. Unmittel\u00adbaren Hunger und Durst kennen wir Gott sei Dank kaum; das war vor 50 bis 60 Jahren noch anders in Deutsch\u00adland. Aber von Armut wird auch heutzutage wieder viel geredet. Damit ist meistens der Hunger gemeint nach den vielen sch\u00f6nen Dingen, die uns dauernd vor Augen stehen und angeboten werden, aber die wir uns nicht leisten k\u00f6nnen. Oder die Erfahrung, dass das gleich gebliebene Einkommen bei steigenden Preisen nicht mehr so gut ausreicht wie fr\u00fcher. Oder der Hunger der Seele, der Hunger nach Liebe und Zuwendung, der Hunger nach Verst\u00e4ndnis und Auf\u00admunterung, oder einfach der Hunger nach gutem, zufriedenen Leben. \u201eDie irre gingen in der W\u00fcste, auf ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten, die hungrig und durstig waren und deren Seele ver\u00adschmachtete, die riefen dann zum Herrn in ihrer Not\u201c, so hei\u00dft es in unserem Bibelwort.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Und damit sind wir beim zweiten Schritt, beim <em>Hilferuf.<\/em><\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf die Not folgt der Hilferuf. Jedenfalls sollte das so sein: der Hilferuf zu Gott, der Aufschrei, das Gebet. Wer in der Not um Hilfe schreit, zeigt damit, dass er noch Hoffnung hat, dass er noch nicht aufgegeben hat. Wer in der Not betet, der zeigt damit, dass sein Glaube noch nicht verloschen ist, dass er sich von Gott noch Hilfe erhofft, auch wenn das unter viel Anfechtung und Zweifel geschieht. Das sollte sich jeder Christ f\u00fcr Zeiten der Not und Anfechtung merken: Es ist gar nicht so wichtig, was du dann \u00fcber Gott denkst oder was du von ihm wei\u00dft; wichtig ist, dass du ihm deine Not ins Gesicht schreist, dass du mit ihm im Gespr\u00e4ch bleibst, dass du die Verbindung nicht abrei\u00dfen l\u00e4sst. Es kommt auch gar nicht darauf an, wie du deinen Hilferuf formulierst. Egal ob es deine eigenen per\u00ads\u00f6nlichen Alltags\u00adworte sind oder ob du deine Not mit Worten der Psalmen vor Gott bringst, Hauptsache du wendest dich an ihn und es ist ehrlich gemeint. <mark>Das Gebet ist kein Zauber\u00adspruch, wo bestimmte Formu\u00adlierungen bestimmte Dinge bewirken, sondern es ist ein Gespr\u00e4ch mit Gott. <\/mark>Wie jede andere intakte Beziehung lebt auch die Beziehung zu Gott vom Gespr\u00e4ch, darum bedeutet glauben beten und beten glauben. Wir k\u00f6nnen das tun in der Zuversicht, dass Gott zuh\u00f6rt und hilft. \u201eSie riefen zum Herrn in ihrer Not, und er erettete sie aus ihren \u00c4ngsten und f\u00fchrte sie den richtigen Weg, dass sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten\u201c, so hei\u00dft es in unserem Bibelwort.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Damit sind wir beim dritten Schritt, bei der <em>Rettung.<\/em><\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Not und Hilferuf folgt Rettung. Der Pilot Saint-Exupery, der in der W\u00fcste abgest\u00fcrzt war, ist nach mehreren Tagen gerettet worden. Die Rettung kam durch Beduinen, die dem halb Bewusst\u00adlosen zu trinken und zu essen gaben und ihn dann auf dem richtigen Weg zur n\u00e4chsten mensch\u00adlichen Siedlung brachten. Viele in der W\u00fcste Verirrte sind auf \u00e4hnliche Weise gerettet worden, und die meisten von ihnen haben ihr Leben von da an in einem anderen Licht gesehen, haben es viel mehr wert gesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn du das Umherirren in der W\u00fcste doch wenigstens im \u00fcber\u00adtragenen Sinne kennst, ebenso wie Hunger und Durst, und wenn du dich in dieser Not an Gott gewandt hast mit einem Hilferuf, dann hast du gewiss auch schon die Erfahrung der Rettung gemacht, vielleicht schon viele Male. Mir selbst ist es jedenfalls schon oft so ergangen. Man muss sich nur erinnern, man muss nur zur\u00fcck\u00addenken. Ich wei\u00df noch, wie ich kurz nach dem Abitur unsicher wurde, auf welchen Beruf ich denn studieren sollte. Wie ich dann in dieser W\u00fcste der Unsicher\u00adheit Gott um Hilfe gebeten habe, und wie er mir dann geholfen hat durch den Ratschlag meines Pastors, Theologie zu studieren. Ich kenne Familien, die in wirtschaft\u00adlich schweren Zeiten nicht wussten, wie sie mit ihrem geringen Einkommen \u00fcber die Runden kommen sollten. Aber sie haben Gott um Hilfe gebeten und ihm vertraut, und der hat ihnen hindurch\u00adgeholfen. Manchmal l\u00e4sst die Hilfe eine Zeit lang auf sich warten, aber immer d\u00fcrfen wir darauf vertrauen, dass Gott unser Gebet nicht zur\u00fcck\u00adweist, sondern dass er hilft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun m\u00fcssen wir freilich einen Unterschied machen zwischen Gottes <em>vorl\u00e4ufiger<\/em> Hilfe und Gottes <em>endg\u00fcltiger<\/em> Hilfe. Auch die Bibel macht diesen Unter\u00adschied; auch Jesus hat ihn deutlich heraus\u00adgestellt. Im Anschluss an das Speisungs\u00adwunder, von dem wir in der heutigen Evangeliums\u00adlesung h\u00f6rten, hat Jesus gesagt: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eEure V\u00e4ter haben in der W\u00fcste <br>das Manna gegessen <br>und sind gestorben. <br>Dies ist das Brot, das vom Himmel <br>kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. <br>Ich bin das lebendige Brot, <br>das vom Himmel gekommen ist. <br>Wer von diesem Brot isst, <br>der wird leben in Ewigkeit\u201c. <\/p><cite>(Johannes 6:49\u201151)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Manna in der W\u00fcste war Gottes vorl\u00e4ufige Hilfe f\u00fcr Israel; sie sind ja dann sp\u00e4ter doch alle gestorben. Auch die Rettung des Piloten Saint-Exupery in der W\u00fcste war eine vorl\u00e4ufige; er ist bei einem sp\u00e4teren Absturz dann ums Leben gekommen; erst k\u00fcrzlich hat man die Absturz\u00adstelle gefunden. Das l\u00e4sst sich ver\u00adallgemei\u00adnern: Wenn Gott den Magen mit Brot f\u00fcllt, dann wird der Magen wieder hungrig. Wenn Gott mit Wasser den Durst stillt, dann ist er nicht f\u00fcr immer gel\u00f6scht. Wer in der W\u00fcste der Orien\u00adtierungs\u00adlosigkeit einen Weg gewiesen bekommt in dieser Welt, der wei\u00df immer noch nicht, wie es bis an sein Lebensende weitergeht. Wem aus Armut und Einsamkeit geholfen wird, der hat keine Garantie, dass er nicht wieder einsam und arm werden kann. Und wer aus Lebens\u00adgefahr gerettet wurde, muss dann doch irgendwann wirklich sterben. In allen Notlagen dieser Welt ist Gottes Hilfe immer nur eine vorl\u00e4ufige. Sie weist aber hin auf Gottes endg\u00fcltige Hilfe: die Hilfe durch das Lebensbrot Jesus Christus (<mark><strong>wer dieses Lebensbrot hat, den wird in Ewigkeit nicht hungern<\/strong><\/mark>), und die Hilfe durch das lebendige Wasser des Heiligen Geistes (<strong><mark>wer dieses Wasser trinkt, den wird in Ewigkeit nicht d\u00fcrsten<\/mark><\/strong>), und die Hilfe der Wegweisung durch Gottes Wort (wer diesen Wegweiser hat, der ist auf dem richtigen Weg zum ewigen Leben, zur wirklichen und endg\u00fcltigen Heimat). Gottes endg\u00fcltige Hilfe ist die Erl\u00f6sung durch Jesus Christus, die Vergebung der S\u00fcnden, die Wieder\u00adgeburt durch Wasser und Geist. Es ist die Hilfe, die uns im Evangelium nicht nur ver\u00adsprochen, sondern zugleich auch zugeeignet wird. <strong>\u201eGott erettete sie aus ihren \u00c4ngsten und f\u00fchrte sie den richtigen Weg, dass sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten. Sie sollen dem Herrn danken f\u00fcr seine G\u00fcte und f\u00fcr seine Wunder, die er an den Menschen\u00adkindern tut, dass er s\u00e4ttigt die durstige Seele und die Hungrigen f\u00fcllt mit Gutem\u201c<\/strong>, so hei\u00dft es in unserem Bibelwort.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Damit sind wir beim vierten Schritt, beim <em>Dank.<\/em> <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Not, Hilferuf und Rettung folgt der Dank. Vielmehr: Er <em>soll<\/em> folgen. Es hei\u00dft: <strong><mark>\u201eSie <em>sollen<\/em> dem Herrn danken\u2026\u201c<\/mark><\/strong> Leider gibt es viele undankbare Menschen. Sie danken Gott nicht f\u00fcr seine vielen Erweise <em>vorl\u00e4ufiger<\/em> Hilfe und dann auch erst recht nicht f\u00fcr seine <em>endg\u00fcltige<\/em> Hilfe durch Jesus Christus. Das ist nicht erst heute so, das war schon zu Jesu Zeiten so: <strong>Von zehn Aus\u00ads\u00e4tzigen, die er geheilt hatte, hielt es nur einer f\u00fcr n\u00f6tig, Jesus zu danken<\/strong> (Lukas 17:11\u201119). Dabei sind Lob und Dank doch Zielpunkt aller Not und aller Hilfe, ja, da liegt eigentlich unser Lebenssin: dass wir etwas sind zum Lobe Gottes. Aber wie oft bleiben wir beim dritten Schritt stehen und vergessen den vierten, vergessen das Danken! Ich sage bewusst \u201ewir\u201c, denn ich merke das immer wieder auch bei mir selbst, wie undankbar ich bin. So kommt dann statt des vierten Schritts der Dankbarkeit oft ein neuer erster Schritt, eine neue Not, die Not der Un\u00addankbarkeit. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-luminous-vivid-orange-background-color has-background wp-block-heading\">Denn Un\u00addankbarkeit verbittert, Un\u00addankbarkeit t\u00f6tet die Freude, Un\u00addankbarkeit entfremdet vom Mitmenschen und von Gott, Un\u00addankbarkeit macht einsam, Un\u00addankbarkeit f\u00fchrt also wiederum in die W\u00fcste.<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liebe Br\u00fcder und Schwestern, vergessen wir also das Danken nicht! <\/strong>Der 107.&nbsp;Psalm ist ein Dankpsalm; lassen wir uns von ihm anstecken! Und beten wir nicht nur zu den Mahlzeiten, und beten wir nicht nur mit dem Mund: <strong><mark>\u201eDanket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich!\u201c<\/mark><\/strong> Amen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">SOLI DEO GLORIA! (\u201eGott allein [sei] die Ehre\u201c)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Herkunft: predigtkasten.de<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button\" href=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/\" style=\"color:#faeb00\">Zur\u00fcck zur Startseite<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div data-object_id=\"6489\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  data-redirect-url=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6489\"  data-display-label=\"1\" 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