{"id":9574,"date":"2022-02-22T19:52:35","date_gmt":"2022-02-22T18:52:35","guid":{"rendered":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/?p=9574"},"modified":"2022-02-22T19:53:06","modified_gmt":"2022-02-22T18:53:06","slug":"wie-gut-ist-doch-unser-gott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wie-gut-ist-doch-unser-gott\/","title":{"rendered":"Wie gut ist doch unser Gott"},"content":{"rendered":"<span class=\"span-reading-time rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesezeit:<\/span> <span class=\"rt-time\"> 12<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><div data-object_id=\"9574\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  data-redirect-url=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9574\"  data-display-label=\"1\" data-show-count=\"1\" data-bookmark-label=\"MERKEN\"  data-bookmarked-label=\"GEMERKT\"  data-loggedin=\"0\" data-type=\"post\" data-object_id=\"9574\" class=\"cbxwpbkmarktrig  cbxwpbkmarktrig-button-addto ld-ext-left\" title=\"Bookmark This\" href=\"#\"><span class=\"cbxwpbkmarktrig-icon\"><\/span><span class=\"ld ld-ring ld-spin\"><\/span><span class=\"cbxwpbkmarktrig-label\" >MERKEN (<i class=\"cbxwpbkmarktrig-count\">0<\/i>)<\/span><\/a> <div  data-type=\"post\" data-object_id=\"9574\" class=\"cbxwpbkmarkguestwrap\" id=\"cbxwpbkmarkguestwrap-9574\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message\"><div class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head\"><span class=\"cbxwpbkmarkguest-message-head-label\">Please login to bookmark<\/span><a class=\"cbxwpbkmarkguesttrig_close\" role=\"button\" title=\"Click to close bookmark panel\/modal\" href=\"#\" ><i class=\"cbx-icon\"><?xml version=\"1.0\" encoding=\"utf-8\"?>\n<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" stroke-width=\"2\" stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\"><line x1=\"18\" y1=\"6\" x2=\"6\" y2=\"18\"><\/line><line x1=\"6\" y1=\"6\" x2=\"18\" y2=\"18\"><\/line><\/svg><\/i><i class=\"sr-only\">Close<\/i><\/a><\/div><div class=\"cbxwpbkmarkguest-content\">\n<div class=\"cbx-chota\"><div class=\"container\"><div class=\"row\"><div class=\"col-12\"><div class=\"cbx-guest-wrap cbxwpbookmark-guest-wrap\"><div class=\"cbx-guest-login-wrap cbxwpbookmark-guest-login-wrap\"><form name=\"loginform\" id=\"loginform\" action=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-login.php\" method=\"post\"><p class=\"login-username\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_login\">Benutzername oder E-Mail-Adresse<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"text\" name=\"log\" id=\"user_login\" autocomplete=\"username\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-password\">\n\t\t\t\t<label for=\"user_pass\">Passwort<\/label>\n\t\t\t\t<input type=\"password\" name=\"pwd\" id=\"user_pass\" autocomplete=\"current-password\" spellcheck=\"false\" class=\"input\" value=\"\" size=\"20\" \/>\n\t\t\t<\/p><p class=\"login-remember\"><label><input name=\"rememberme\" type=\"checkbox\" id=\"rememberme\" value=\"forever\" \/> Angemeldet bleiben<\/label><\/p><p class=\"login-submit\">\n\t\t\t\t<input type=\"submit\" name=\"wp-submit\" id=\"wp-submit\" class=\"button button-primary\" value=\"Anmelden\" \/>\n\t\t\t\t<input type=\"hidden\" name=\"redirect_to\" value=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9574\" \/>\n\t\t\t<\/p><\/form><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-wunderliche-gute-gottes\"><strong>Die wunderliche G\u00fcte Gottes<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Hohelied Salomos ist ein wundervoller Teil der heiligen Schrift, und es ist mir wohl merkw\u00fcrdig vorgekommen, da\u00df dies B\u00fcchlein in der hebr\u00e4ischen Bibel auf das Buch Hiob folgt und dem B\u00fcchlein Ruth vorhergeht. Und folgen nicht h\u00e4ufig im Reiche Gottes die h\u00f6chsten Freuden auf die tiefsten Tr\u00fcbsale? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wunderbar in diesem B\u00fcchlein kommt mir namentlich die Stelle im Hohelied 1:5-6 vor, wo die Freundin von sich selbst sagt: <strong>Ich bin schwarz, aber gar lieblich. Sehet mich nicht an, da\u00df ich so schwarz bin, denn die Sonne hat mich so verbrannt.<\/strong> Die Schw\u00e4rze und Lieblichkeit scheinen sich bei einer und derselben Person zu gleicher Zeit nicht wohl zu reimen. Auch scheint es sonderbar, da\u00df sie nicht darauf angesehen sein will, da\u00df sie nicht nur schwarz, sondern so schwarz, es in solchem Grade sei, denn die Sonne hat mich so verbrannt. Die Heiligen der Schrift reden oft auf eine scheinbar widersprechende Weise von sich und \u00fcberhaupt von Kindern Gottes, bald zu hoch, bald zu niedrig. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00f6rt einmal Paulum, jetzt sagt er: Ich vermag alles, freilich mit dem Zusatz: Durch den, der mich m\u00e4chtig macht; dann sagt er wieder: Nicht da\u00df ich t\u00fcchtig w\u00e4re, etwas zu denken aus mir selber, und redet in dem Ton des Hoheliedes, wenn er sagt: <strong>Wenn ich schwach bin, so bin ich stark.<\/strong> Er sagt: Ich habe mehr gearbeitet denn sie alle, und wiederum: Nicht ich, sondern die Gnade, die mit mir ist. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er nennt sich einen L\u00e4sterer, einen Verfolger und Schm\u00e4her und fragt doch: Wer will verdammen? Abraham nennt sich Staub und Asche. Johannes aber \u00fcberbietet ihn noch, wenn er sich f\u00fcr unwert erkl\u00e4rt, Christo die Schuhe zu tragen. Dies lassen wir als Demut gelten. Aber was sagt Assaph Psalm 73:22 von sich? Buchst\u00e4blich hei\u00dft es: Ich bin wie ein dummes Vieh vor dir. Und wie redet <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/Spr%C3%BCche30\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Agur von sich Spr\u00fcche 30<\/a>? ich bin der Allern\u00e4rrischste, und Menschenverstand ist nicht bei mir, Weisheit habe ich nicht gelernet, und was heilig ist, wei\u00df ich nicht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So schwarz brannte sie die Sonne und verbrannte bei ihnen alle Kraft, alle eigene Weisheit, alle eigene W\u00fcrdigkeit. Eine solche Selbsterkenntnis wurde ihnen zu teil. Durch den Propheten Maleachi 1:2 sagt Gott zu den Juden: Ich habe euch lieb. Sie antworteten aber: Womit hast du uns lieb? als wollten sie sagen: Das k\u00f6nnen wir doch nicht merken, wie auch Paulus sagt: Wir werden geachtet f\u00fcr Schlachtschafe. Und die Erfahrung best\u00e4tigt h\u00e4ufig sein Wort: Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so w\u00e4ren wir die elendesten unter allen Kreaturen. Die Sonne der Tr\u00fcbsal brennt sie so schwarz. Das sind R\u00e4tsel in den Wegen Gottes. La\u00dft uns etwas zur Aufl\u00f6sung derselben versuchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Psalm 17:7<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beweise deine wunderliche G\u00fcte, du Heiland derer, die dir vertrauen, wider die, so sich wider deine rechte Hand setzen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unserm Texte folgend, betrachten wir die Bitte Davids wegen der G\u00fcte Gottes, und zwar:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Die G\u00fcte Gottes,<\/li><li>Davids Begehren in Absicht derselben.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">David redet von etwas h\u00f6chst k\u00f6stlichem, tr\u00f6stlichem, lieblichem, n\u00e4mlich von der G\u00fcte Gottes, von seiner Milde und Gnade. Und wovon k\u00f6nnten wir lieber h\u00f6ren, als davon, wovon David redet, von der G\u00fcte Gottes. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gott ist gut und ist das h\u00f6chste Gut. Es gibt nichts besseres wie ihn, nichts, das eben so gut w\u00e4re wie er, nichts, das ihn ersetzen und uns schadlos halten k\u00f6nnte. Alles Gute kommt von ihm und nirgends anders her, sei es unmittelbar, sei es, da\u00df seine G\u00fcte sich hinter Mittel versteckte, wie gew\u00f6hnlich. \u00d6ffnet er seine Segenshand, so sammeln wir, schlie\u00dft er sie, so sind alle unsere Bestrebungen, Witz und Kunst vergeblich. Niemand ist gut, als er allein. <\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"has-text-align-center has-luminous-vivid-amber-background-color has-background wp-block-heading\" id=\"alle-guten-und-vollkommenen-gaben-kommen-von-oben-herab-vom-vater-des-lichts-alle\"><strong>Alle guten und vollkommenen Gaben kommen von oben herab, vom Vater des Lichts, alle. <\/strong><\/h6>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"568\" src=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/grafik-8-1024x568.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9575\" srcset=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/grafik-8-1024x568.png 1024w, https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/grafik-8-300x166.png 300w, https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/grafik-8-768x426.png 768w, https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/grafik-8.png 1139w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich redet David in seiner Sprache in der Mehrzahl, von G\u00fctigkeiten. Dazu bewog ihn die Vortrefflichkeit derselben. Sie ist besser denn Leben. Ohne dieselbe ist nichts vortrefflich. Ein St\u00fcck trocken Brot mit dieser G\u00fcte gew\u00fcrzt ist besser als ein gem\u00e4steter Ochse ohne dieselbe. Lazarus voll Schw\u00e4ren ist durch die G\u00fcte drau\u00dfen vor dem Palast besser gebettet, als der reiche Mann drinnen, trotz seines Purpurs. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lazarus ist ohne Geld reicher als dieser mit allen sein Kapitalien, bei welchen er blutarm ist. Denn jener hat ein Erbgut im Himmel, auf diesen wartet eine gr\u00e4\u00dfliche Behausung in der H\u00f6lle. Nichts habe f\u00fcr uns Wert als des Herrn G\u00fcte! Sie sei uns das h\u00f6chste, wie sie es verdient! David spricht von der G\u00fcte in der Mehrzahl, G\u00fctigkeiten, wegen ihres Umfangs. Wer \u00fcber diese G\u00fctigkeiten predigen will, begibt sich wie auf ein uferloses Meer. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er k\u00f6nnte B\u00fccher dar\u00fcber schreiben, ohne diesen Gegenstand zu ersch\u00f6pfen, und je mehr er dar\u00fcber d\u00e4chte, redete, schrieb, desto mehr bliebe noch \u00fcbrig. Wie k\u00f6stlich sind vor mir deine Gedanken, o Gott! Wollte ich sie z\u00e4hlen, so ist ihrer mehr denn Sand am Meer (<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/Psalm139\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Psalm 139<\/a>). Sie erstreckt sich \u00fcber alle, auch die vernunftlosen Gesch\u00f6pfe, und das Geschrei hungriger Raben wird von seiner G\u00fctigkeit f\u00fcr ein Gebet geachtet, und er sollte seine Auserw\u00e4hlten nicht retten, die zum ihm schreien Tag du Nacht und sollte Geduld dar\u00fcber haben? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Gottlosen genie\u00dfen die Fr\u00fcchte seiner G\u00fctigkeit. Auch \u00fcber sie l\u00e4\u00dft er seine Sonne scheinen und gibt ihnen Regen und fruchtbare Zeiten. Wei\u00dft du aber nicht, da\u00df dich Gottes G\u00fcte zur Bu\u00dfe leite? Du aber nach deinem verstockten, unbu\u00dffertigen Herzen h\u00e4ufest dir selbst den Zorn, auf den Tag des Zorns. Was will&#8217;s werden, wenn die G\u00fcte Gottes \u00fcber dir zu Ende l\u00e4uft und dem Zorn Bahn macht! <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das zeitliche und irdische ist ihr Gebiet, und die G\u00fctigkeiten sind es, denen wir Odem, Leben, Gedeihen verdanken. Aber sie hat noch bessere Gaben. Sie verteilt geistliche, himmlische G\u00fcter und Gaben von dem allerh\u00f6chsten Wert. Darnach trachte vor allem! <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Besitze in der Welt, was es immer sei, Gott hat noch besseres denn das, was er dir geben kann. Suche es! Die Vergebung der S\u00fcnden, ein neues Herz, das ewige Leben, das sind Gaben, deren Wert unerme\u00dflich, deren Dauer ewig ist. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"has-text-align-center has-luminous-vivid-amber-background-color has-background wp-block-heading\" id=\"wer-ist-glucklicher-als-derjenige-der-sie-besitzt-wer-ungluckseliger-als-der-sie-nicht-hat\"><strong>Wer ist gl\u00fccklicher als derjenige, der sie besitzt, wer ungl\u00fcckseliger, als der sie nicht hat? <\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">G\u00fctigkeiten sagt David in der Mehrzahl und deutet damit auf ihre unerreichbare Gr\u00f6\u00dfe. Sie \u00fcbersteigt jedes Ma\u00df und alle unsere Vorstellungen. Wer kann&#8217;s ergr\u00fcnden, was der Sohn Gottes selbst mit heiligem Erstaunen und anbetender Bewunderung spricht, wenn er sagt: <strong>Also hat Gott die Welt geliebet, da\u00df er seinen eingeborenen Sohn dahingab, auf da\u00df alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben!<\/strong> Wer verst\u00e4nde dies also? Der w\u00e4re im Himmel. Wer ist der Geber, welches ist die Gabe, wer ist der Empf\u00e4nger, was ist der Zweck, was ist die Ursache? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">O des gottlose Teufels, der uns dies verdeckt! O des gottlosen Unglaubens, der uns wehrt! O der abscheulichen Eigenliebe, die sich selbst verg\u00f6ttert! Also, also preiset und r\u00fchmt Gott seine G\u00fcte, seine Liebe gegen uns. <\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"has-text-align-center has-black-color has-luminous-vivid-amber-background-color has-text-color has-background wp-block-heading\" id=\"und-wir-haben-wir-geglaubt-und-erkannt-die-liebe-die-gott-zu-uns-hat-sie-treibt-alle-furcht-aus-tut-sie-das-bei-dir\"><strong>Und wir? <\/strong><br><strong>Haben wir geglaubt und erkannt die Liebe, <\/strong><br><strong>die Gott zu uns hat? <\/strong><br><br><strong>Sie treibt alle Furcht aus. <\/strong><br><strong>Tut sie das bei dir? <\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wollen wir die Gr\u00f6\u00dfe der Liebe weiter beschauen, ist es nicht, als wollten wir in die Mittagssonne hineinschauen? Sehet den ewigen Sohn Gottes, welcher ist Gott hochgelobet in Ewigkeit, sehet ihn im Stall und in der Krippe zu Bethlehem, sehet ihn in der Werkstatt zu Nazareth, sehet ihn im Staube mit dem Tode ringend in Gethsemane, sehet ihn unter der Gei\u00dfel, sehet ihn mit Dornen gekr\u00f6nt, ja seht ihn als einen wirklich Verfluchten, tot am Kreuze! <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Denkt euch dabei: F\u00fcr uns, dabei: Es ist Gott, dieser Mensch, dabei: Dies alles hat er uns getan, sein&#8216; gro\u00dfe Lieb&#8216; zu zeigen an; m\u00fc\u00dft ihr nicht bekennen: Die Liebe Christi \u00fcbersteigt allen Verstand? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bedenken und erw\u00e4gen wir die gro\u00dfen Wohltaten, die wir dieser Liebe verdanken, die unerme\u00dflichen \u00dcbel, wovon sie uns erl\u00f6set, erw\u00e4ge ich, da\u00df ich dadurch gerecht und zwar so gerecht worden bin, als h\u00e4tte ich nie keine S\u00fcnde begangen noch gehabt und selbst alle den Gehorsam vollbracht, den Christus f\u00fcr mich geleistet, erw\u00e4ge ich, da\u00df aus dieser blutigen Quelle meine Heiligung, da\u00df das ewige Leben daraus herflie\u00dfet, so merke ich, wie viel Ursache vorhanden sei, die G\u00fcte Gottes gro\u00df zu nennen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun betet David: Beweise deine wunderliche G\u00fcte, oder mache deine G\u00fcte wunderlich! So zeigt sich die G\u00fcte, wenn sie unerwartet und pl\u00f6tzlich sich erweiset, z.B. an David, da er so gut als in Sauls H\u00e4nden war und durch einen pl\u00f6tzlichen Einfall der Philister ins Land errettet wurde, weil Saul ihn lassen mu\u00dfte. Wunderlich ist eine Sache, wenn sie mit sonderlichen Umst\u00e4nden verkn\u00fcpft ist, z.B. die Erl\u00f6sung Josefs vermittels des Traumes Pharaos; wunderlich, wenn sie \u00fcber, ja wider die Vernunft ist. David befand sich in gro\u00dfen N\u00f6ten, umringt von vielen boshaften, gottlosen und m\u00e4chtigen Feinden, die ihm \u00fcberlegen waren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei sich selbst fand er keine Hilfe und fand \u00fcberhaupt keine Hilfe, wo er sich auch umsah. Er glaubte seine Errettung sei wie ein Wunder und betet deswegen: Erweise deine wunderbare G\u00fcte! Lasset uns denn die G\u00fcte Gottes in einigen Beziehungen als wunderlich betrachten! In einigen Beziehungen sage ich, denn wollte man es ersch\u00f6pfen, so m\u00f6chte man mit Johannes sagen: Ich achte, die Welt w\u00fcrde die B\u00fccher nicht begreifen, die zu schreiben w\u00e4ren, weder ihrem Inhalt noch ihrer Zahl nach. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die G\u00fctigkeiten Gottes erscheinen als wunderlich, wenn wir erw\u00e4gen, wie b\u00f6se wir sind. Je mehr uns unsere Bosheit einleuchtet, desto wunderlicher wird uns die Gutheit Gottes vorkommen, so wie sie in unserm Urteil geringer werden wird, je nachdem wir selbst eine W\u00fcrdigkeit und ein Recht zu haben meinen. Da\u00df Gott sich g\u00fctig erweiset gegen seine guten und heiligen Gesch\u00f6pfe, wie die Engel sind, ist nicht zu verwundern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch ist es nicht zu verwundern, wenn er g\u00fctig ist gegen Bekehrte und Fromme. Aber er ist gegen Undankbare g\u00fctig. Glichen wir dem Sohne <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/Lukas15\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Lukas 15<\/a>, der da sagen durfte: Ich habe dein Gebot noch nie \u00fcbertreten, so m\u00f6chten wir wie dieser glauben, ein Recht an seine Wohltaten zu haben. Da wir aber des Vaters Haus und Gebot verlassen haben, und dennoch, in Gnaden zur\u00fcckgerufen, wenn wir kommen, mit Freuden aufgenommen und indessen mit so vieler G\u00fcte, Schutz, Bewachung und Errettung, ohne alle Dankerwiderung \u00fcbersch\u00fcttet werden, das ist eine wunderliche G\u00fcte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja gewi\u00df, je herzlicher wir bekennen k\u00f6nnen, da\u00df wir von Natur geneigt sind, Gott und unsern N\u00e4chsten zu hassen, je unumwundener wir mit David gestehen, da\u00df meiner S\u00fcnden mehr sind als Haare auf meinem Haupte und Sandes am Meer, und mit unserm Katechismus, da\u00df ich wider alle Gebote Gottes schwerlich ges\u00fcndiget und derselben keines nie gehalten habe, auch noch immerdar zu allem B\u00f6sem geneigt bin, desto mehr werden wir ausrufen: <\/p>\n\n\n\n<h6 class=\"has-text-align-center has-luminous-vivid-amber-background-color has-background wp-block-heading\" id=\"o-wunder-der-gute\"><strong>O Wunder der G\u00fcte! <\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wunderlich erweiset sich die G\u00fcte Gottes, wenn sie sich solchen erweiset, die vor andern her derselben unw\u00fcrdig und sogar f\u00fcr dieselbe unempf\u00e4nglich zu sein scheinen, und an solchen vorbeigeht, die w\u00fcrdiger und empf\u00e4nglicher erscheinen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist gewi\u00df, da\u00df Gott gegen\u00fcber von keiner W\u00fcrdigkeit die Rede sein kann. Aber wenn seine G\u00fcte sich an solchen verherrlicht, die bisher als offenbar Gottlose da standen, so erscheint sie wunderbarlicher, als wenn sie sich wohlgesitteten, ehrbaren J\u00fcnglingen und Jungfrauen, M\u00e4nnern und Weibern erweiset. Wer schien f\u00fcr die Gnade Gottes nicht nur unw\u00fcrdiger, sondern auch unempf\u00e4nglicher als Saulus, dieser blutd\u00fcrstige L\u00e4sterer, Schm\u00e4her, Verfolger und Feind Christi und seiner Anh\u00e4nger? Wer h\u00e4tte es denken sollen, da\u00df aus einem solchen so pl\u00f6tzlich ein so vollst\u00e4ndiger Freund Christi werden w\u00fcrde, ja, ein Apostel? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er verwundert sich auch selbst \u00fcber das Exempel der Gnade, das Gott an ihm statuiert habe. Und an jenem achtbaren J\u00fcngling, einem J\u00fcngling, den Jesus selbst lieb hatte, einem J\u00fcngling, der so empf\u00e4nglich f\u00fcrs Gute zu sein schien, der kniend fragte: Guter Meister, was mu\u00df ich tun, da\u00df ich das ewige Leben ererbe? geht sie vorbei! O wunderliche G\u00fcte! wird einer der gottlosesten K\u00f6nige wie Manasse, wenn auch durch die sch\u00e4rfsten Mittel, bekehrt, findet ein Sch\u00e4cher noch in seinen letzten Stunden, und vielleicht noch kurz nachher, als er Jesum gel\u00e4stert hatte, Gnade; wird den Juden, die den Herrn der Herrlichkeit verleugnet, gekreuzigt und get\u00f6tet hatten, Gnade angetragen und sie ihrer guten Teils teilhaftig, was erweiset sich da anders, als eine wunderliche G\u00fcte? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist es anders, als sie, die einen schwachen Nikodemus und Josef von Arimathia, bei dem Tode Jesu so stark und m\u00e4chtig machte, sie, die w\u00e4hrend seines Lebens sich&#8217;s nicht merken lie\u00dfen, da\u00df sie es mit ihm hielten! In der Tat, je weniger W\u00fcrdigkeit und je gr\u00f6\u00dfere Unw\u00fcrdigkeit wir bei uns selbst finden, je mehr wir erkennen, da\u00df wir nichts dazu beigetragen haben, noch beitragen k\u00f6nnen und sollen, desto wunderlicher erscheint uns die G\u00fcte Gottes. O wunderliche G\u00fcte! Die Juden, dieses alte Bundesvolk, diese Blutsverwandte Jesu, liegen nun schon seit mehr als anderthalb Tausend Jahren unter dem Fluche, und die G\u00fcte Gottes wendet sich zu uns Heiden. O Wunder!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wunderlich erscheint uns die G\u00fcte Gottes, wenn wir sehen, wie sie sich wohl an denen zeiget, denen Zorn und Ungl\u00fcck geb\u00fchret, und hingegen denen Zorn und Z\u00fcchtigung widerf\u00e4hrt, welche n\u00e4here Anspr\u00fcche an seine G\u00fcte haben, die er ihnen verhei\u00dfen hat. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erfahrung lehrt, da\u00df es dem Gottlosen in dieser Welt oft sehr wohl, dem Frommen aber oft sehr \u00fcbel geht. Lot war der einzige Gerechte, aber auch der gequ\u00e4lteste in Sodom. Moses nennt sich selbst den geplagtesten Menschen auf Erden. Nebukadnezar, dieser gottlose und abg\u00f6ttische K\u00f6nig, triumphiert \u00fcber unz\u00e4hlige V\u00f6lker und \u00fcber das Volk Gottes selbst. Aber die Gottesm\u00e4nner Hesekiel, Daniel und andere mu\u00dften sich von ihm in schn\u00f6de Dienstbarkeit wegschleppen lassen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der reiche Schlemmer lebte alle Tage herrlich und in Freuden, und der fromme Lazarus lag arm und krank in seiner T\u00fcr. Hiob, von dem Gott selbst bezeugte, es sei an Fr\u00f6mmigkeit seines Gleichen im Lande nicht, mu\u00dfte das \u00c4u\u00dferste an seinem Leibe und noch Schwereres an seine Seele erdulden, und sich dabei von seinen Freunden als einen Gottlosen verurteilen lassen, w\u00e4hrend seine R\u00e4uber wohllebten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Paulus, dies auserw\u00e4hlte R\u00fcstzeug Gottes, f\u00fchrt ein ganzes Register seiner Tr\u00fcbsale an, an deren Spitze ohne Zweifel die Faustschl\u00e4ge des Satans standen, die falschen und tr\u00fcglichen Apostel aber wurden mit dem Kreuze Christi nicht verfolgt, wie denn die heiligen Apostel als die allerniedrigsten gehalten wurden. Der fromme David klagt auch in unserm Text-Psalm \u00fcber die Leiden, welche ihm die Gottlosen antaten, die er Vers 14 Leute dieser Welt nennt, denen Gott den Bauch f\u00fcllt mit seinem Schatz. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein Sohn Salomo sagt: Allerlei habe ich gesehen die Zeit \u00fcber meiner Eitelkeit. Da ist ein Gerechter und geht unter in seiner Gerechtigkeit; da ist ein Gottloser und lebt lange in seiner Bosheit. Es sind Gerechte, denen geht es, als h\u00e4tten sie Werke der Gottlosen, da sind Gottlose, denen geht es, als h\u00e4tten sie Werke der Gerechten; das ist auch eitel. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das \u00fcbte auch den heiligen Assaph so im Nachdenken, da\u00df seine F\u00fc\u00dfe beinahe dar\u00fcber gestrauchelt w\u00e4ren. Ich dachte dar\u00fcber nach, da\u00df ich&#8217;s begreifen m\u00f6chte, aber es war mir zu schwer, sagt er. Jakob habe ich geliebet, sagt Gott, er selbst aber sagt: Es geht alles \u00fcber mich. Esau habe ich gehasset, sagt Gott, und seine S\u00f6hne waren schon F\u00fcrsten. Solch&#8216; Erkenntnis ist mir zu wunderlich und zu hoch. Die G\u00fcte versteckt sich hier wie di Saat unterm Schnee, wie die Sonne hinter Wolken. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie gleicht dem verfinsterten Monde. O wunderliche G\u00fcte, die es den Gottlosen oft so wohl und den Gerechten so \u00fcbel gehen l\u00e4\u00dft! Das h\u00f6chste Wunder dieser Art sehen wir mit Erstaunen an dem einigen Gerechten Jesu Christo selbst, dem Sohn des Allerh\u00f6chsten, da die Sonne sich verh\u00fcllte, weil den Zorn ihr Sch\u00f6pfer stillte. O wunderliche G\u00fcte, die den zur S\u00fcnde machte, der von keiner S\u00fcnde wu\u00dfte, die ihn unter die \u00dcbelt\u00e4ter rechnete, um \u00dcbelt\u00e4ter unter die Gerechten zu rechnen. O wunderliche G\u00fcte!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wunderlich tritt die G\u00fcte Gottes hervor, wenn sie oft da zu z\u00fcrnen scheint, wo sie nichts als Liebe \u00fcbt. Diese Rose zu Saron versteckt sich oft unter scharfen Dornen. Dieser Arzt gibt oft die bittersten Arzneien und nimmt wohl die schmerzhaftesten Verwundungen vor in der Absicht, das Leben vom Verderben zu retten. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jesus will zu Kana seine Herrlichkeit offenbaren. Aber welch&#8216; einen Weg schl\u00e4gt er ein? Es entsteht ein bitterer, schimpflicher Mangel. Er wird darauf aufmerksam gemacht durch seine liebe Mutter. Er scheint&#8217;s \u00fcbel zu nehmen und f\u00e4hrt seine Mutter an: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Statt des mangelnden Weins l\u00e4\u00dft er gleichsam h\u00f6hnend Wasser in Menge herein bringen und befiehlt gleichsam spottend: Sch\u00f6pfet nun und bringet es dem Speisemeister; da offenbarte Jesus seine Herrlichkeit, und seine J\u00fcnger glaubten an ihn. Welch&#8216; eine wunderliche G\u00fcte bewies sich an Lazarus und seinen Schwestern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Ehre Gottes, da\u00df der Sohn Gottes dadurch geehrte werde, mu\u00df Lazarus erkranken. Als Jesus von seiner Krankheit h\u00f6rt, bleibt er gleichsam teilnahmslos und unbek\u00fcmmert noch zwei Tage da, wo er ist, wie eilig auch die ge\u00e4ngsteten Schwestern sein m\u00f6gen. Lazarus wird indessen kr\u00e4nker und kr\u00e4nker. Ja, er stirbt. Er wird begraben, vier Tage nachher kommt Jesus, also viel zu sp\u00e4t. Er weint, wie er die Maria weinend zu seinen F\u00fc\u00dfen sieht, als ob er nicht mehr k\u00f6nnte als andere Leute auch. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie aber alles aus und vorbei zu sein scheint, da hilft er durch ein Wort. Aber warum den Lazarus aufwecken, der so sanft schlief und ruhete, da er nun noch einmal sterben mu\u00dfte, und der hohe Rat gar darnach trachtete, ihn ums Leben zu bringen, er auch das unertr\u00e4gliche Herzeleid erleben mu\u00dfte, da\u00df sie seinen Jesus nahmen, kreuzigten und t\u00f6teten? O G\u00fcte! O wunderliche G\u00fcte! Wer hat des Herrn Sinn erkannt? Wie wunderlich, wenn sich die Seele zum Guten neiget und nun wohl Widerstand auf Widerstand findet von au\u00dfen und von innen, so da\u00df man wohl erweckte Seelen sagen und klagen h\u00f6rt: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-luminous-vivid-amber-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>Ach, wer bin ich, mein Erl\u00f6ser? <\/strong><br><strong>T\u00e4glich b\u00f6ser find&#8216; ich meiner Seele stand<\/strong><br><strong><br>Oder auch:<\/strong><br><strong>Herzens-Jesu, mein Verderben<br>Ist ganz unergr\u00fcndlich tief;<br>Lange war ich nicht so b\u00f6se,<br>Ehe mich die Gnade rief,<br>Als ich mich jetzund erkenne,<br>Da ich nach dem Kleinod renne.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als jenes vom Teufel geplagte Kn\u00e4blein zu Jesu gebracht wurde, so wurde es unter seinen heilenden H\u00e4nden so arg mit ihm, da\u00df etliche sagten: Er ist tot. Wenn die G\u00fcte jemanden dem\u00fctigt, um ihn gro\u00df zu machen, und t\u00f6tet, ihn lebendig zu machen, so ist das eine sehr wunderliche G\u00fcte. Als wunderlich gestaltet sich die G\u00fcte Gottes, wenn die ersehnte, verhei\u00dfene und erbetene H\u00fclfe lange und wohl so lange verzeucht, da\u00df sie unm\u00f6glich geworden zu sein scheint, und dagegen das \u00dcbel so lange dr\u00fcckt, als ob gar kein Aufh\u00f6ren daran w\u00e4re. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie das Herz durch solche Wege zerrissen, mit welchen schmerzhaften Empfindungen und schweren Gedanken es durchbohrt werden kann, dr\u00fcckt namentlich Assaph <a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/Psalm77\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Psalm 77<\/a> mit erstaunlichen Worten aus, wenn er sagt: Wird denn der Herr ewiglich versto\u00dfen und fortan keine Gnade mehr erzeigen? Ist&#8217;s denn ganz und gar aus mit seiner G\u00fcte, und hat die Verhei\u00dfung ein Ende? <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn allerlei Heimsuchungen Stunden oder Tage dauern, m\u00f6chte man sich noch darin f\u00fcgen, wenn sie aber Monate und Jahre dauern, m\u00f6chte man sich dar\u00fcber wundern. Ein Hiob klagt: ich habe viele Monate hindurch vergeblich gearbeitet, und der betr\u00fcbten N\u00e4chte sind mir viele geworden: Er sorgte gar, es sei noch mehr dahinter. Kaum war Gott mit Abraham in einen besondern Bund getreten, so wurde ihm auch ank\u00fcndigt, seine Nachkommenschaft sollte in einem fremden Lande geplagt werden 400 Jahre. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">David mu\u00dfte 10 Jahre ein Fl\u00fcchtling sein und schrie oft: Ach Herr, wie lange? Jenes blutfl\u00fcssige Weib war zw\u00f6lf, jener Mann zu Bethesda 38 Jahre krank. Die Zeit, da\u00df des Satans Engel den Apostel plagte, deuchte ihm viel zu lang. Es ist den Gl\u00e4ubigen, wie uns die Psalmen berichten, schon so vorgekommen, als sei Gott, der H\u00fcter Israels, eingeschlafen, als m\u00fc\u00dften sie ihm sagen: Erwecke dich, Herr! Warum schl\u00e4fst du? Wache auf und versto\u00df uns nicht so ganz und gar! <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche hat wohl schon geklagt und wird vielleicht noch klagen: Der Herr hat mein vergessen, wiewohl der Herr antwortet: Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, da\u00df sie sich nicht erbarme \u00fcber den Sohn ihres Leibes, und ob sie sein verg\u00e4\u00dfe, will ich doch dein nicht vergessen, siehe, in die H\u00e4nde habe ich dich gezeichnet. Gewi\u00df lauter G\u00fcte. Aber o wunderliche G\u00fcte! Zeigt sie sich wieder, wie die Sonne nach dem Regen, o, so \u00e4ndert sich die Sprache, so hei\u00dft es dann: Den Abend lang w\u00e4hret das Weinen, aber des Morgens ist Freude. In seinem Zorn ist ein Augenblick, aber in seiner G\u00fcte ein Leben. In einem kleinen Augenblick meines Zorns habe ich dich verlassen, aber mit ewiger Gnade will ich dich sammeln. O G\u00fcte, o wunderliche G\u00fcte!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr alle habt unz\u00e4hlige Beweise der G\u00fcte Gottes empfangen und genossen, mehr als wir wissen, verstehen, begreifen, Beweise der G\u00fcte gegen Undankbare. Aber habt ihr sie auch da erfahren, wo sie eigentlich gilt, der Seele nach erfahren in den allerunentbehrlichsten und herrlichsten Erweisungen, namentlich darin, da\u00df sie euch zu bu\u00dffertigen S\u00fcndern, nach Gnade begierigen S\u00fcndern gemacht hat, in Vergebung aller euerer S\u00fcnden, in der Wiedergeburt? Ist sie euch so zu einer wunderlichen G\u00fcte geworden? O, wohl euch dann! Seine Gnade ist eine ewige Gnade. Erweiset sie sich als wunderlich an euch, sie wird sich auch als herrlich erweisen. Beweise dann deine wunderliche G\u00fcte, du Heiland derer, die dir vertrauen! <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Amen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Herkunft: sermon-online.com<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link has-black-background-color has-text-color has-background wp-element-button\" href=\"https:\/\/glaube.synology.me\/wordpress\/\" style=\"color:#faeb00\">Zur\u00fcck zur Startseite<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-wide\"\/>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div data-object_id=\"9574\" class=\"cbxwpbkmarkwrap cbxwpbkmarkwrap_guest cbxwpbkmarkwrap_user_cat cbxwpbkmarkwrap-post \"><a role=\"button\"  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