Die Enthüllung des Vaterherzes
So kehrte er zu seinem Vater nach Hause zurück. Er war noch weit entfernt, als sein Vater ihn kommen sah. Voller Liebe und Mitleid lief er seinem Sohn entgegen, schloss ihn in die Arme und küsste ihn. … Aber sein Vater sagte zu den Dienern: »Schnell! Bringt die besten Kleider im Haus und zieht sie ihm an. Holt einen Ring für seinen Finger und Sandalen für seine Füße. Und schlachtet das Kalb, das wir im Stall gemästet haben, denn mein Sohn hier war tot und ist ins Leben zurückgekehrt. Er war verloren, aber nun ist er wieder gefunden >> Lukas 15:20-24 <<
Eines der schönsten Gleichnisse in der Bibel ist das Gleichnis vom Vater des verlorenen Sohnes (Lukas 15:11–32)1 Das Gleichnis vom verlorenen Sohn 11 Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne.
12 Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf.
13 Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen.
14 Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land und es ging ihm sehr schlecht.
15 Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten.
16 Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon.
17 Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen und ich komme hier vor Hunger um.
18 Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt.
19 Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner.
20 Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
21 Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.
22 Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand und zieht ihm Schuhe an.
23 Bringt das Mastkalb her und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein.
24 Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern.
25 Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz.
26 Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle.
27 Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat.
28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu.
29 Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte.
30 Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet.
31 Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein.
32 Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.
In vielen Bibelkommentaren wird dieses Gleichnis als das Gleichnis vom verlorenen Sohn bezeichnet. Doch der wahre Held dieser Geschichte ist der Vater. Im Zentrum steht seine Liebe zu seinen beiden Söhnen. Es ist eine Geschichte, in der Jesus das wahre Herz unseres gnädigen und liebevollen himmlischen Vaters kunstvoll enthüllt.
Bitte nimm dir einige Augenblicke Zeit, um das ganze Gleichnis zu lesen und stell dir dabei folgende Fragen:
Welches Bild hast du von Gott, besonders dann, wenn du einen Fehler gemacht hast?
Siehst du ihn als einen allmächtigen, distanzierten und gefühllosen Richter, der böse auf dich ist, wenn du versagst, und den man ständig besänftigen muss?
Oder kennst du ihn als deinen Papa, deinen Abba-Vater, zu dem du immer kommen kannst, selbst wenn du versagt hast?
Siehst du, wie er beharrlich und geduldig darauf wartet, dass du zu ihm zurückkehrst, und wie er dir dann auf der Straße entgegen rennt?
Siehst du, wie ihm die Tränen über sein Gesicht laufen, er dich umarmt und mit Küssen überschüttet?
Als ich das Wort Gottes studierte, offenbarte mir der Herr, dass viele Christen im Laufe der Zeit ihren himmlischen Vater vergessen haben. Sie haben seine Liebe, seine Gnade und seine Barmherzigkeit vergessen. Sie sehen Gott eher als Richter und Geschäftspartner. Wenn sie zu ihm kommen, sind sie angespannt und voller Angst. Weil sie denken, dass sie Gottes Strafe und Verdammnis zu Recht verdienen, legen sie ihm ihre Fehler hin und gehen schnell wieder.
Sie nehmen ihn ausschließlich als einen Gott der Heiligkeit, des Gerichts und der Gerechtigkeit wahr – sein Gesicht unbewegt und streng, seine Arme missbilligend und unzufrieden verschränkt. Sie haben einen Gott vor Augen, der leicht gekränkt, schnell zornig und ständig von ihnen enttäuscht ist und der ungeduldig darauf wartet, beschwichtigt zu werden.
Dieser falsche Glaube darüber, wie Gott wirklich ist, hat viele Menschen in Furcht, Schuldgefühle, Depression und Unsicherheit getrieben. Daher ist es so immens wichtig, dass wir das Herz des Vaters erkennen, das Jesus uns in diesem zeitlosen Gleichnis offenbart.
Lieber Freund, erkennst du sein Herz, das voller Liebe für dich ist?
Es gibt ein Vakuum in unserem Herzen, das nur durch die Liebe des Vaters gefüllt werden kann. Ich glaube, dass du, wenn du dem Vater heute erlaubst, in dein Herz zu kommen und dich mit seiner vollkommenen Liebe zu erfüllen, die Freude, Zuversicht, Erfüllung und Freiheit finden wirst, nach der du schon dein ganzes Leben lang gesucht hast.
J:P:





