„Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten“ (Psalm 32:8)
Vor etwa hundert Jahren kam ein Missionar namens Shaw mit seiner Familie nach Südafrika. Er hatte die Absicht, ins Landesinnere vorzudringen, um dort das Evangelium zu verkündigen. Die Buren suchten ihm den Plan auszureden, indem sie ihm Angst machten und ihm jegliche Unterstützung versagten.
Alle Türen schienen fest verschlossen. Schließlich konnte er mit seiner Frau einen Ochsenwagen auftreiben; er entschloss sich, einfach drauf loszufahren und den Ochsen selbst den Weg zu überlassen. Wo sie ihn hinzogen, dort wollte er bleiben. Wochenlang fuhren sie so über das weite Land und legten unter einer geheimnisvollen Führung über 500 Kilometer zurück.
Da erblickten sie plötzlich vor sich der Ferne eine Schar Eingeborener, die auf sie zukamen. Beim Näherkommen erkannten sie, daß es Hottentotten waren. Sie befanden sich auf dem Weg nach Kapstadt, um einen Missionar zu suchen. Nun trafen sie sich dort in der Wildnis und Gott begann sein wunderbares Wirken unter diesen Stämmen.
Manchmal merken wir erst hinterher, wie wunderbar und vollkommen (Psalm 18:31) Gott die Seinen führt. Bei Entscheidungen sollten wir Gottes Wort ernstlich durchforschen, im Gebet unser Herz vor dem Herrn ausschütten und auch mit Geschwistern darüber sprechen. Nicht selten hat Gott durch die Umstände auch schon den Weg vorgezeichnet. Es ist wunderbar, einen Herrn zu haben, der sich so sehr um die Seinen kümmert!
8 »Ich will dir Verständnis geben und den Weg weisen, den du gehen sollst. Ich will dich beraten – mein Auge ruht auf dir.«
9 Sei nicht wie ein unvernünftiges Pferd oder ein Maultier, das Gebiss und Zaumzeug braucht, damit es folgt.
10 Die Gottlosen haben viele Sorgen, aber die auf den Herrn vertrauen, sind von Gottes Güte umgeben.
11 Deshalb freut euch im Herrn und seid froh, die ihr ihm gehorsam seid! Jubelt alle vor Freude, deren Herzen aufrichtig sind! Psalm 32:8-11.
C. H. Spurgeon





