Das Wort des HERRN erging an Jona. Jona 1:1
Eines Morgens, als der Prophet Jona gerade beim Rasieren war, geschah Gottes Wort zu ihm. Gott sprach mit hörbarer Stimme zu ihm. (Heute fühlen wir mehr im Herzen, was Gott sagen möchte, was Er fühlt, was Er möchte, aber wir hören nur sehr, sehr selten Seine mächtige Stimme).
Jona! – so rief ihn der HERR, mach dich auf, geh nach Ninive, die große Stadt und droh ihr den Untergang an! Denn ihr schlechter Ruf ist bis zu mir heraufgedrungen.
Jona erschrak. Nach Ninive? Diese Menschenschlächter! Ne, das ist gefährlich, und dazu mit so einer Botschaft! Ne, ne, ne, das will ich nicht. Aber, was soll ich tun? – und so dachte er kurz nach, raffte seine persönlichen Sachen zusammen und rannte zum Hafen. Und dort lag tatsächlich – o, welch ein „Zufall“, – ein Schiff, das bis ans Ende der Welt segeln wollte.

Er bezahlte die Fahrt, ging an Bord und war zufrieden. So weit weg vom HERRN, da war er doch wohl in Sicherheit vor solch gefährlichen Aufträgen.
Auch wir wollen manchmal dem HERRN entrinnen. Vielleicht wollen wir etwas tun, und wir denken, Ihm gefällt es nicht. Und so machen wir Musik an, sehen TV, telefonieren, aber drehen kein Ohr zum HERRN hin, daß Er uns nicht korrigieren könnte.
Jeder hat da so seine eigenen Tricks. Oder uns gefällt eine Sünde und wollen sie noch ein wenig „genießen“. Oder wir haben schlechte Gedanken, schlechte Freunde, schlechte Verhaltensweisen …. und wir wollen keine Korrektur, jedenfalls jetzt nicht.
Eigentlich braucht Gott gar nicht zu uns reden, wir kennen Seinen Willen genau. Und trotzdem wenden wir uns ab …. Ne, das kann nicht gut gehen! Bei Jona werden wir es sehen, und wir haben vielleicht schon unsere Erfahrung, wie es ausgeht, vor Gott wegzulaufen…
Jesus, hier bin ich! Vergib, ich habe mich vor Dir versteckt, obwohl Du ja auch in der dunkelsten Finsternis alles genau siehst und jeden Gedanken genau kennst. HERR, ich bin zurück und will wieder auf Deinen Wegen gehen. Reinige mich bitte, und fülle mich neu mit Deinem Heiligen Geist!!
Nehmt mich und werft mich ins Meer! Jona 1:12
Nun war Jona also auf dem Weg ans Ende der Welt, anstatt nach Ninive zu gehen, wie es Gott ihm befohlen hatte. Als das Schiff ablegte, rieb sich Jona zufrieden den Bart und meinte, na, das ist ja gerade noch einmal gut gegangen. – Und er legte sich in seine Koje und schlief. Doch der HERR war nicht dumm. ER ließ einen gewaltigen Sturm kommen, und das Schiff geriet in Schwierigkeiten. Sogar die Seeleute bekamen Angst und jeder schrie zu dem Gott, den er so kannte.
Sie warfen sogar die Ladung ins Meer, um leichter zu werden. Doch es half nichts, der Sturm wurde immer schlimmer. Der Kapitän ging zu Jona und mußte ihn wecken: Steh auf, ruf deinen Gott an, vielleicht rettet dein Gott uns! – Die Seeleute warfen dann das Los, um zu sehen, wer die Schuld hat, und das Los fiel auf Jona. Da begriffen die Seeleute, denn Jona hatte ihnen erzählt, daß er auf der Flucht vor seinem Gott war.
Sie bekamen Angst vor diesem großen Gott. Sie fragten Jona: Was sollen wir mit dir machen? Das Meer wird immer schlimmer, und du hast die Schuld! Dein Gott wird uns alle im Meer ertrinken lassen …. Nein, sagte Jona, werft mich ins Meer, damit ihr verschont bleibt!

Die Seeleute ruderten mit aller Kraft, doch es half nichts, das Meer wurde noch heftiger. Sie riefen zu Gott, dem HERRN, und versprachen Ihm alles mögliche. Vergibt uns, daß wir unschuldiges Blut vergießen, rechne es uns nicht an! – Und dann warfen sie Jona ins Meer. Sofort hörte der Wind auf und die Wogen beruhigten sich. Da bekamen die Männer große Furcht vor diesem mächtigen Gott, brachten Ihm ein Opfer und machten viele Gelübde.
Manchmal ist es so, daß wir nicht auf Gott hören. Und wenn es uns dann schlecht geht, wissen wir eigentlich genau, was wir hätten tun sollen und immer hinausgeschoben haben. Wir haben Ihm den Gehorsam verweigert; – und nun geht´s uns schlecht. Bitte, mach dich sofort auf und bringe diese Sache in Ordnung, egal was es kostet! Erst dann wirst du den Frieden wiederfinden. Bist du auf der Flucht vor Gott, und Er schickt dir Sturm, dann halt an und überlasse dich endlich deinem Gott, vertraue Ihm, Er wird alles wohl machen. Gib Ihm die Ehre und laß Ihn deinen HERRN sein. Dann wird alles in Ordnung kommen.
Danke Jesus, daß Du alle Schuld vergibst. Aber wenn wir nicht zu Dir kommen und unser Unrecht weiterhin pflegen, so kannst Du nichts für uns tun. HERR, vergib!! Hilf mir, meine Dinge in Ordnung zu bringen!! HERR, sei du mein König und HERR, ich will Dir gehören!!

Herkunft: devotions.eu





