Sklaven der Sünde
Sollte jemand Feuer in seinen Gewandbausch nehmen, ohne dass seine Kleider verbrannt würden? Sprüche 6:27
Hände weg!
Kürzlich bekamen wir als Familie eine Tischbombe geschenkt. Keines der Kinder wollte sie zünden. Im Gegenteil, sie stellten sich in die andere Ecke des Wohnzimmers hinter das Sofa. Sie wollten sich auf keinen Fall daran verbrennen!
Eine Tischbombe ist völlig ungefährlich. Aber es gibt böse Dinge, an denen man sich weit mehr als die Finger verbrennen kann. Darum ist es gut, einen großen Bogen darum herum zu machen, sie nicht ins Smartphone, ins Haus oder gar ins Herz zu lassen.
Mit okkulten Dingen beispielsweise soll ein Christ nichts zu tun haben! Halten wir uns von Aberglauben, Astrologie, Wahrsagerei, mystischer Meditation, Magie, Beschwörung, Zauberei oder Spiritismus fern! Dahinter stehen dämonische Mächte und schließlich Satan, der Feind Gottes.
Auch schwere Sünden geschehen oft nicht von einem Tag auf den anderen. Sie schleichen sich ein, wenn man sie nicht konsequent verurteilt. Zuerst spielt man in Gedanken damit, bis die Begierde immer stärker wird und letztlich zur Tat verleitet.
Der Teufel war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und ihr Vater. Johannes 8:44
Gott hatte dem ersten Menschenpaar einen wunderbaren Garten anvertraut. Bis auf eine einzige Ausnahme durften Adam und Eva von jedem Baum des Gartens nach Belieben essen. Doch dann trat der Teufel auf und säte bei unseren Ureltern Misstrauen.
Seine Frage an sie lautete:
„Hat Gott wirklich gesagt, ihr sollt nicht essen von jedem Baum des Gartens?“ (1. Mose 3:1).
Er verdrehte alles – und hatte leider Erfolg. Seitdem sind die Menschen offen für seine Lügen und haben sich immer weiter von Gott entfernt.
Am liebsten will der Teufel die Menschen glauben machen, es gäbe gar keinen Gott und keinen Teufel. Darüber hinaus hat er aber noch für verschiedene Altersgruppen und Menschentypen besondere Lügen bereit.
Den Jungen sagt er: „Es ist viel zu früh, dich jetzt schon um Gott zu kümmern. Mach was aus deinem Leben und genieße das Jungsein!“
Die Älteren fängt er damit: „Es ist zu spät. Du hast dein Leben ohne Gott geführt. Und jetzt hast du keine Kraft mehr, es zu ändern.“
Den „Besseren“ redet er ein: „Gott ist zu gütig, um dich zu bestrafen. So schlecht bist du doch gar nicht. Also mach dir keine Sorgen.“
Den „Außenseitern“ hält er vor: „So, wie du bist, kannst du nicht zu Gott kommen. Du musst dich zuerst bessern.“
Und den „Grüblern“ sagt er: „Der Weg zur Errettung, wie die Bibel ihn darstellt, ist viel zu einfach, um wahr zu sein. Das wäre ja zu schön, wenn man Gott nur seine Sünden offen eingestehen müsste und an Jesus zu glauben hätte.“
Was kann uns vor diesen Lügen schützen? Nur die Wahrheit! Und die finden wir in Jesus Christus und in der Bibel, dem zuverlässigen Wort Gottes.
Liest hierzu auch: 2. Mose 36:35-37,16 und Lukas 17:1-10
Prüfen wir uns immer wieder im Licht Gottes:
«Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Weg!» Psalm 139:23.24
Gleichzeitig wollen wir vertrauensvoll
an der Hand unseres himmlischen Vaters vorangehen.
In seiner Nähe sind wir gut geschützt!
So demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit. 1. Petrus 5:6
Eine kleine Knast-Geschichte:
»Dieses Mal werde ich es schaffen. Draußen habe ich Arbeit, kann bei meinem Kumpel einziehen und fühle ich mich stabiler als beim letzten Mal.« Ich erinnere mich noch gut an dieses Gespräch mit – nennen wir ihn Kalle. Innerhalb von zehn Jahren hatte ich ihn dreimal kommen und gehen sehen. Eine typische Knastkarriere. Berufserfahrung als »Mitternachtsschlosser« habe er gesammelt, so äußerte er lächelnd. Kleinere und größere Delikte hatten ihm schon viele Jahre in Haft eingebracht. Nun stand also wieder einmal eine Entlassung an. Aber dieses Mal sollte alles anders werden. Keine krummen Dinger mehr. Meine Frage an ihn: »Kalle, warum sollte es sich dieses Mal für dich viel besser entwickeln, wenn du dich nicht geändert hast?«
Es hatte bei ihm innerlich nicht »Klick« gemacht. Er hatte nicht verstanden, dass er Hilfe brauchte, um sein Leben wirklich grundlegend zu ändern. Und zwar Hilfe, die ihm auch Verbote und Einschränkungen auferlegte, um ihn vor sich selbst zu schützen. Aber Kalle wollte niemanden, der ihm irgendetwas vorschrieb. Wo würde seine Reise wohl enden? Schnell schüttelt man den Kopf über solche Leute wie Kalle. Warum macht er keine Therapie, die ihn zwar einschränken, ihm aber auch wirklich helfen würde?
Aber sind wir nicht manchmal ähnlich unterwegs? Wir scheitern immer wieder an den gleichen Dingen. An unseren Lieblingssünden und schlechten Gewohnheiten. Immer wieder das Gleiche, ein nicht enden wollender Kreislauf. Die Bibel ist drastisch in der Formulierung dieser Situation: Sie nennt uns »Sklaven der Sünde«. Ein Sklave tut willenlos das, was sein Herr fordert.
Wir brauchen einen anderen Herrn….
Jesus
… und eine ehrliche und langfristige Unterordnung unter seinen Willen, damit unser Leben gelingt.
Autor: Thomas Bühne
Herkunft: Zusammenschnitt dreier Andachten eines Tages
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