Heilsgewissheit
Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. 1. Johannes 1:9
Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes. 1. Johannes 5:13
Können Christen schon jetzt zu Lebzeiten sicher sein und wissen, dass Gott ihre Schuld vergeben hat und dass sie ewiges Leben haben?
Gottes Wort beantwortet diese Frage mit einem eindeutigen Ja! Gott will, dass seine Kinder wissen, dass sie für immer errettet sind. Sie sollen sich über ihre Errettung freuen. Der Apostel Johannes schrieb seinen ersten Brief aus ebendiesem Grund: „damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt“. Und er nennt auch sogleich die Voraussetzung dafür: dass man nämlich Gott seine Sünden bekannt hat und an Jesus Christus, den Sohn Gottes, glaubt.
Nicht wenige Menschen sind immer noch unglücklich, obwohl sie von einem eigenwilligen Leben aufrichtig zu Gott umgekehrt sind und Ihm ihre Lebensschuld bekannt haben. Sie glauben zwar, dass Jesus Christus der Sohn Gottes und der von Gott gesandte Retter ist. Sie glauben, dass Gott sein Sühnopfer angenommen hat und dass Er aufgrund dieses Opfers Sünden vergibt. Und doch fehlt ihnen die Zuversicht, zu glauben, dass Christus auch für ihre Sünden gestorben ist. Sie wagen nicht, die Zusagen Gottes auf sich persönlich anzuwenden.
Häufig liegt der Grund darin, dass sie sich nicht errettet fühlen. Doch was unsere Errettung betrifft, sollten wir uns niemals an unseren Gefühlen orientieren, sondern stets an Gottes Zusagen, an seinem unverbrüchlichen Wort.
Liest hierzu auch: Jesaja 63:1-14 · Markus 2:18-28
Sie sollen von dem Blut des Lammes nehmen und es an die beiden Pfosten und an den Türsturz tun … Das Blut soll euch zum Zeichen sein an den Häusern, worin ihr seid; und sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen; und es wird keine Plage zum Verderben unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage.
2. Mose 12:7.13
Als Gott Israel aus dem Sklavendienst in Ägypten befreite, ließ Er zehn schwere Plagen über das Land kommen, bevor der Pharao das Volk Gottes endlich ziehen ließ. Bei der letzten Plage, die Ägypten traf, standen die Israeliten unter dem Schutz des Blutes. Auf Gottes Anordnung hin hatte jede Familie ein Passahlamm geschlachtet und die Pfosten und den Sturz der Tür mit dem aufgefangenen Blut bestrichen. Gott hatte ihnen versprochen, dass sie dann vor dem Strafgericht verschont würden.
Das Passah illustriert sehr treffend, dass gläubige Christen heute sicher sein dürfen, dass sie errettet sind. Das Passahlamm mit seinem Blut weist auf Jesus Christus und seinen Sühnetod hin (1. Korinther 5:7).
Alle Israeliten, die Gott im Glauben gehorchten, indem sie das Passahlamm schlachteten und sein Blut als Zeichen an der Tür anbrachten, waren in völliger Sicherheit: Das Gericht ging an ihnen vorüber. Dabei kam es nicht darauf an, was die Israeliten in dieser Nacht fühlten; worauf es ankam, war einzig und allein die Tatsache, dass Gott selbst das Blut an den Türen ihrer Häuser sah!
So ist es auch heute: Wenn jemand Gott gehorcht, indem er Ihm seine Sünden offen bekennt, und an Christus, den Sohn Gottes und Erlöser, glaubt, dann sieht Gott ihn unter dem Schutz des Blutes Jesu, und das Strafgericht „geht vorüber“.
Liest hierzu auch: Prediger 2:1-11 · Markus 4:35-41
Sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen …, wenn ich das Land Ägypten schlag
Ihr seid erlöst worden … mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Flecken und ohne Fehl.
2. Mose 12:13; 1. Petrus 1:18.19
Denke wir noch einma über einige Einzelheiten der Passahnacht vor dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten nach. Wir können uns gut vorstellen, dass in den einzelnen Häusern der Israeliten, die unter dem Schutz des Blutes des Passahlammes standen, sehr unterschiedliche Gefühle vorherrschten.
In dem einen Haus vertrauten die Menschen der Zusage Gottes und waren deshalb davon überzeugt, dass Gott sie vor dem Gericht verschonen würde, wenn Er nur das Blut an ihrem Haus sähe. In einem anderen Haus wiederum hatten Israeliten ebenfalls das Blut an die Türpfosten und den Türsturz ihres Hauses gestrichen; dennoch fühlten sie sich nicht sicher.
An dieser Stelle nun eine sehr wichtige Frage: Welche Israeliten waren tatsächlich in größerer Sicherheit? Diejenigen, die ängstlich waren und dem Morgen mit Bangen entgegensahen, oder diejenigen, die ruhig auf die Zusage Gottes vertrauten?
Gott hatte ihre Sicherheit in keiner Weise von ihren Gefühlen oder ihrem Wissen abhängig gemacht, sondern nur davon, dass Er das Blut an ihren Häusern sah.
Alle, die Gott gehorcht und sich unter den Schutz des Blutes gestellt hatten, waren in genau demselben Maß sicher – unabhängig davon, was sie wussten oder fühlten.
Liest hierzu auch: Prediger 7,15-29 · Markus 6,14-20
Jesus sprach zu ihnen: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.
Der Geist Gottes selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
Johannes 6:37; Römer 8:16
Noch einmal die Frage, wie ängstliche Christen ganz sicher und gewiss sein können, dass sie errettet sind.
Sie sind mit ihrer Lebensschuld zu Jesus Christus gekommen und haben sie Ihm aufrichtig bekannt. Sie haben sich zu keinem anderen gewandt, sondern sind zu Ihm gekommen, weil sie glauben, dass Er der Sohn Gottes und der Erretter ist. Und doch fühlen sie noch keinen Frieden im Herzen.
Unsere Sicherheit hängt also allein davon ab, dass Gott uns unter dem Schutz des Blutes Jesu sieht. Deshalb wäre es unsinnig und dumm, weiter auf unsere Gefühle zu achten; es wäre völlig verkehrt, unseren Gefühlen mehr zu vertrauen als der Zusage Gottes.
Gott hat verheißen, dass Er die Lebensschuld vergeben wird, wenn wir sie bekennen (1. Johannes 1:9).
Der Herr Jesus versichert uns, dass Er niemanden hinausstoßen wird, der zu Ihm kommt.
Ändern wir also unsere Blickrichtung! Schauen wir nicht mehr auf unsere Gefühle, sondern stützen wir uns allein auf Gottes Wort! Schauen wir doch dorthin, wo Gott hinschaut: auf Christus und sein vollkommenes Sühnungswerk.
Dann werden wir erleben, dass der Geist Gottes uns klar zeigt, dass wir Kinder Gottes sind.
Liest hierzu auch: Hohelied 2:1-17 · Markus 8:1-13
Herkunft: gbv-online.org





