Die Schrift erwähnt kein Steuerrad.
Ist dir das schon einmal aufgefallen? Als Gott Noah den Auftrag gab, die Arche zu bauen, ließ Er nichts dem Zufall über.
Er bestimmte ihre Länge, ihre Breite, ihre Höhe, er zeigte Noah, wo die Tür sein sollte, wo das Fenster sein sollte, wie sie gebaut werden sollte.
Jedes einzelne Maß kam aus dem Mund Gottes. Und doch schweigt die Schrift über etwas, das wir Menschen wahrscheinlich als Erstes eingebaut hätten: Ein Steuerrad…..
Vielleicht ist genau dieses Schweigen eine der schönsten Predigten der ganzen Geschichte.
Denn Noah war niemals dazu berufen, der Kapitän zu sein.
Er musste den Kurs nicht kennen.
Er musste den Wind nicht verstehen.
Er musste den Sturm nicht beherrschen.
Er musste nicht wissen, wo die Reise enden würde.
Er musste nur wissen, wem die Arche gehörte, wem der Himmel gehörte, wem das Meer gehörte und wem jeder einzelne Regentropfen gehörte.
Noahs Aufgabe war niemals, die Arche zu lenken, seine Aufgabe war zu vertrauen.
Vielleicht beginnt genau hier der tiefste Glaube, nicht dort, wo wir den Horizont sehen, sondern dort, wo wir keinen Horizont mehr sehen…
Stell dir diese Szene einmal vor, seit Tagen fällt Regen…, dann werden daraus Wochen, der Himmel öffnet sich unaufhörlich, unzählige Tropfen schlagen auf das Dach der Arche.
Der Wind heult durch die Dunkelheit, die Wassermassen toben, gewaltige Wellen heben das Schiff empor, nur um es im nächsten Augenblick wieder in die Tiefe sinken zu lassen.
Das Holz knarrt, alles bewegt sich, alles schwankt, ringsherum nichts…
Kein Baum. Kein Hügel. Kein Vogel. Kein Horizont. Nur Endlose Wassermassen…
Eine unvorstellbare Weite, ein Meer ohne Anfang, ein Meer ohne Ende und irgendwo mitten in dieser unendlichen Flut sitzt Noah.
Ohne Karte. Ohne Kompass. Ohne Steuerrad.
Er weiß nicht, wohin ihn die nächste Welle trägt, er weiß nicht, wann der Sturm endet, er weiß nicht, wann die Sonne wieder durch die Wolken bricht. Und er weiß nicht, wann er wieder festen Boden unter seinen Füßen spüren wird.
Er weiß nur eines, Gott hat gesprochen, und das genügt.
Vielleicht lieber Bruder, liebe Schwester… sitzt auch du gerade in einer solchen Arche…
Nicht auf einem Meer aus Wasser… Sondern auf einem Meer voller Fragen.
Vielleicht schlagen seit Monaten die Wellen gegen dein Herz, vielleicht ist dein Sturm gar nicht sichtbar, wvelleicht heißt dein Sturm Krankheit, vielleicht Einsamkeit, vielleicht eine zerbrochene Hoffnung, vielleicht eine Tür, die sich niemals geöffnet hat, vielleicht ein Gebet, auf das du schon so lange wartest, vielleicht eine Zukunft, die völlig im Nebel liegt, vielleicht blickst du nach vorne und siehst keinen Weg.
Vielleicht blickst du auch zurück und verstehst bis heute nicht, warum Gott manches zugelassen hat. Und vielleicht fragst du dich immer wieder: „Herr… wohin führt diese Reise?“
Genau an diesem Punkt möchte unser Herz nach einem Steuerrad greifen…
Wir möchten verstehen.
Wir möchten kontrollieren.
Wir möchten wissen, wann sich endlich alles verändert.
Wir möchten den Kurs selbst bestimmen….
Doch Gott reicht uns häufig kein Steuerrad, er reicht uns Sein Wort

📖 „Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.“
(Sprüche 3:5-6)
Ist das nicht genau unser Problem?
Wir vertrauen Gott oft so lange, bis wir den Sturm sehen.
Dann möchten wir lieber selbst übernehmen.
Doch Glaube beginnt genau dort, wo unser Verstand keine Antworten mehr findet.
Noah sah keine Berge.
Gott sah Ararat.⛰️
Noah sah keine Zukunft.
Gott sah bereits den neuen Anfang 🤍🌾
Noah hörte nur den Regen.🌧
Gott hörte bereits den Gesang der Vögel, die eines Tages wieder über trockenes Land fliegen würden 🕊
Noah sah nur Wasser 🌊
Gott sah bereits den Regenbogen🌈.
Herkunft: t.me/vonGott_geliebtes_Kind






