Zählen meine Werke ? Muss ich was leisten ?
Was soll ich tun, um ewiges Leben zu erben? Markus 10:17
Jahrelang dachte ich, dass ein Mensch gut sein müsse, um in den Himmel zu kommen. So hatte ich es als Kind gelernt: Tu alles Gute und lebe gut, dann kommst du in den Himmel. Wenn du aber Böses tust und ein schlechtes Leben führst, dann straft Gott dich und du gehst in die Hölle. – Vor diesem strafenden Gott und der Hölle fürchtete ich mich sehr; ich wollte doch gern in den Himmel kommen!
Später erzählten mir einige Leute, ich müsse alles aufgeben, was ich besitze, wenn ich in den Himmel kommen wolle. Das tat ich dann auch, so gut es ging; doch Frieden fand ich dadurch nicht. Ich verließ diese Gruppe und suchte weiter.
Durch allerlei Einflüsse von Menschen, die meinen Weg kreuzten, und durch die Bücher, die ich las, entfernte ich mich immer weiter von dem wahren Gott. Ich dachte nun, ich müsse mich selbst aufgeben, mein Ich verlieren. Ich müsse von der Bindung an diesen Körper befreit werden, dann würde ich wirklich frei sein. Und so versuchte ich alles, um mich von mir selbst zu befreien. Ich nahm Drogen, ich fastete und meditierte, ich gab vieles auf. – Doch auf diese Weise ging es nur noch weiter bergab mit mir. Schließlich bestand mein Leben nur noch aus nutzlosem Herumliegen und Unmoral.
Da rief ich eines Tages zu Gott: Lass mich bitte nicht in diesem Zustand sterben; so kann ich nicht vor Dir erscheinen! – Und an diesem Tag fand ich tatsächlich die Kraft, mit den Drogen Schluss zu machen. Langsam ging es mir dann etwas besser. Nun tue ich also das Gute, dachte ich: kein Alkohol, keine Drogen mehr. So wird Gott mich wohl haben wollen. Jetzt lebe ich endlich anständig.
Lies auch: 3. Mose 27:16-34 und Psalm 72:15-20
Rufe mich an am Tag der Bedrängnis: Ich will dich erretten, und du wirst mich verherrlichen! Psalm 50:15
Eines Tages schaute ich zurück auf das Leben, das ich bis dahin geführt hatte: ein einziger Scherbenhaufen; ein Leben voller Sünden, die ich nicht ungeschehen machen konnte. Da kniete ich nieder und sagte Gott, dass ich das aufrichtig bereute, und bekannte Ihm all die scheußlichen Sünden. – Würde es noch Gnade für mich geben? Diese Frage beschäftigte mich sehr.
Durch Gottes Führung gelangte ich dann beim Lesen der Bibel zu der Überzeugung, dass der Mensch in seinem tiefsten Wesen sündig ist und aus sich selbst gar nicht zu Gott kommen kann, auch nicht durch das anständigste Leben.
In seiner Liebe machte Gott mir klar, dass sein Sohn, Jesus Christus, Mensch geworden ist, um für meine Sünden am Kreuz zu sterben. Er nahm die Strafe für alle Sünden, die ich getan hatte, auf sich. Er hat mich erlöst, Er hat mir Vergebung geschenkt. Weil ich von mir aus nicht zu Gott kommen konnte, kam Gott durch Jesus Christus zu mir.
Was für eine Befreiung – nach so vielen Jahren! Nun bin ich tatsächlich auf dem Weg zum Himmel; ich werde für immer bei Gott sein. Nicht weil ich etwas dafür getan hätte, sondern weil Christus alles vollbracht hat. – Er ist jetzt Herr geworden in meinem Leben. Ich diene Ihm gern, denn Er hat mich von all meinen Sünden erlöst und mir ewiges Leben geschenkt.
Vielleicht hat jemand mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Dann bete zu Jesus Christus! Er ist für Sünder gestorben und Er ist auferstanden – Er lebt und Er hört dich, wenn du zu Ihm rufst.
„Jeder, der irgend den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden“ (Römer 10:13).
Lies auch: Josua 1:1-18 und 1. Korinther 1:1-9
Herkunft: gbv-online.org





